hauch des himmels I

samtig grünes tuch der welt
lass dich streicheln - liebkosen
von meiner schattenhaften hand
sanftes berühren von endlicher dauer
schemenhaftes kennen lernen
bevor ich vorbeiziehe gleich
einem schmetterling im wind

nie werden wir wirklich verweilen
einander näher kommen als dieses
flüchtige streifen während der zeit
wenn tag und nacht einander umarmen
in den ersten goldnen strahlen der sonne

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hauch des himmels II

weißes segel des windes
laß dich einmal nur berühren
zeichne deinen schatten
auf mein grünes kleid
flüchtiger hauch des himmels
kannst doch nicht bei mir verweilen
nur kurze rast auf deinem weg

trennt uns auch die ewigkeit
so hoffe ich auf diese momente
der flüchtigen berührungen
wenn die ersten strahlen der sonne
der nacht den tag vorstellen


(sternentraum, 06.2002)