1. #1
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    13
    warme hände streichen über mein gesicht,
    doch ich wünschte es gäbe sie nicht.
    streichen mir durchs haar,
    ich wünschte du wärst nicht da.

    doch das bist du und du liebst mich,
    doch ich dich nicht.
    du beugst dich über mich
    und gibst mir einen kuss auf mein gesicht.

    mein herz das pocht ganz laut
    der kuss der einst vertraut
    ist wie ein schwerer stein und schmeckt bitter,
    deine umarmung nimmt mir die luft zum atmen.

    fühle mich so leer,
    ausgesaugt hast du mir das leben.
    wolltest es durch träume ersetzen,
    doch nur menschen können träumen,
    menschen aus fleisch und blut.

    doch ich bin nichts der gleichen mehr:
    nicht mensch,
    nicht traum,
    ich bin nur eine zurückgelassene,verblichene erinnerung von mir selber,
    ein irreales abziehbild mit einem herz aus stein.

    du formtest es einst
    und legtest sogleich ketten um dieses.
    gefangen in mir selber.

    wozu noch leben,
    wenn ich nicht so sein kann,
    wie ich es mal war?

    du hast mich abhängig gemacht,
    du wolltest einen perfekten menschen erschaffen
    und was ist daraus geworden?

    ich armer seelenkrüppel,
    so voller hass gegen mich selbst
    und voller angst wieder so zu sein,
    wie damals.

    was tun,
    wenn man nicht weiss,
    wer man ist,
    wer man war
    und wer man sein will?

    ich weiss es nicht,
    deshalb schreibe ich auch dieses gedicht,
    doch warum schreiben?
    warum sich an den pc setzten und schreiben?
    warum sich setzten?
    warum denken?
    warum?

    ich weiss es nicht,
    ich weiss es nicht.
    die welt,die hält dich nicht:du selber bist die welt,die dich in dir mit dir so stark gefangen hält.
    A.Silesius

  2. #2
    Registriert seit
    Mar 2002
    Beiträge
    171
    Die frage "warum" kannst wohl nur du selbst,dir beantworten.
    Es gibt niemanden anderen der es dir sonst sagen könnte,leider.
    Aber warum zurückblicken? Wenn du noch alles vordir hast?
    Wenn du was ändern willst, dann tu es! Warte nicht darauf das sich irgendetwas von selbst löst.
    Wenn wir uns den Tod freiwillig geben, dann waren wir zu feige um weiterzuleben. Denn das ist das einfachste, einfach aufgeben,weil es uns mal beschissen geht, weil wir nicht mehr können und einfach aufgeben wollen und uns keiner versteht...aber genau deshalb solltest du am leben festhalten, weil der Tod noch früh genug kommt,aber dann, glaub mir, dann wirst du dir wünschen, das du leben dürftest....glaub mir, wenn der Tod dir vor augen steht,dann wirst du leben wollen, doch dann ist es vielleicht zu spät um nochmal zurückzukehren....denn in der stunde der erkenntins kommt der Tod meist mit schnellen schritten.

    lg
    firelady
    :::::::::::::
    Mit viel Licht und Liebe
    Die Welt ist ein Theater, und das Leben.....ein Spiel

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