1. #1
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    Talking ~grins~ Gedichte ohne Reim?

    Hay Leute
    ich möchte mal wissen wie man Gedichte schreibt die keinen reim haben.
    Ich hab von Gedichten leider nicht all zu viel wissen, ich schreib einfach drauf los.


    Hoffe ich lerne mal ein bisschen

    AnKa
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  2. #2
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    Du kannst anstelle der Reime zB Assonanzen verwenden, das kling in der Regel auch recht interessant ( Gott-Ort), oder komplett ohne, was meiner Meinung nach aber eher schwer ist, weil man dann mit der Wortwahl eine extreme Stimmung aufbauen muss, Reime oder Assonanzen wirken da unterstützend, oder das Gezuppe (mir fällt ums verrecken der Name nicht ein) wo die Konsonaten gleich sind (ging-Gong), Alliterationen sind auch ein hübsches Spielzeug (gleiche Anfangsbuchstaben) naja, es gibt viele Möglichkeiten, wenn man keine Lust oder kein Talent im Reimen hat, ich persönlich tendiere sogar eher dazu, weil schlechte Reime ein Gedicht mehr kaputtmachen können als einige andere Sachen.
    Tu was du willst, das ist das ganze Gesetz - Aleister Crowley

  3. #3
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    Hay danke das du so schnell geantwortet hast Demon Wolf.
    Aber ich möchte wissen "wie" man sowas schreibt.
    du musst wissen ich versteh sowas nicht so schnell
    vielleicht versuchst dus nochmal für mich


    mfg AnKa
    Ich bin Ich

  4. #4
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    schreib einfach deine gefühle und achte halt eben nicht drauf dass es sich reimt mehr kann ich dir auch nicht helfen ^^

  5. #5
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    Zitat Zitat von depressiv
    schreib einfach deine gefühle und achte halt eben nicht drauf dass es sich reimt mehr kann ich dir auch nicht helfen ^^
    Nein schreib nicht einfach deine Gefühle, dann ist es nämlich nicht ein gedicht sondern dann sind es deine Gefühle mit zeilenbrüchen. Male Bilder, verpacke alles in Metaphern...
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  6. #6
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    urks, genau das solltest du nicht machen, sonst kommt nämlich alles mögliche raus, nur kein Gedicht...
    sinnvoll ist es, sich mit Metrik zu beschäftigen.
    Warte, bis Bilder in deinem Kopf entstehen, verknüpfe diese dann mit anderen Bildern, schreibe das Ganze nieder und überarbeite es, bis es deinen Ansprüchen gerecht wird. So kann man zumindest anfangen. Hilfreich ist es, wenn man sich im Sprechzimmer mit Stilmitteln auseinandersetzt, dann hat man zumindest eine grobe Ahnung, welche Möglichkeiten die Sprache bietet, die Form dem inhalt angemessen zu gestalten, auch ohne zu reimen.
    demon_wolf: "Venya, wenn du ein Schiff wärest, wärst du die Titanic."

    Klick mich!

  7. #7
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    sehr sehr viele gute gedichte ohne reim hat z.bsp. ein gewisser PAUL CELAN geschrieben, dieser mann ist für mich der lyriker des jahrhunderts........
    ich persönlich schreibe nur ohne reime, weil man einfach eine viel größere wortauswahl hat und dem gedicht wirklich freien lauf lassen kann........
    was soll man dabei groß beachten??? eigentlich ist nur wichtig, dass dir gute und unsülzige ( ) metaphern gelingen, die das gedicht zu was besonderem machen.......

    surf mal durchs forum, da findest du bestimmt ein paar gedichte ohne reime...(zum beispiel meine hehe...)

    aber im prinzip ist da wirklich nix schweres dabei...einfach schreiben und nach ner woche schauen was dabei rausgekommen ist...

    lg sick
    hoffe ich konnte dir helfen, ansonsten stell deine frage ruhig etwas präziser...
    Schreiben ist Leben, aber schöner

    Alle hier von mir veröffentlichten Texte habe ich geschrieben ... moins! Bei Wunsch nach Verwendung als Zitat oder sonstiges VORHER FRAGEN!

  8. #8
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    Das größte Geheimnis bei freien Gedichten ist wohl der Zeilenumbruch, der bei vielen freien Gedichten erkennen lässt, ob der Dichter einfach frei schreibt, weil er nur das kann, oder ob er frei schreibt, weil es für ihn eine adäquate Gussform ist. Mit ihm lässt sich wunderbar spielen und bewusst eine Atmosphäre aufbauen. So lässt sich beispielsweise der Sinn eines Verses verändern, wenn man ein fertiges Wort am Ende des Verses bricht und im nächsten Vers als Kompositum fortführen lässt. Klingt kompliziert?
    Beispiel:
    "Darin lebe ich welt-
    meisterlich als Diver"

    Ist ein schlechtes Beispiel, da ich das selbst nicht gut beherrsche, aber ich denke, man sieht, was ich meine.


    Arbeitet mit Zeilenumbrüchen in euren freien Gedichten. Setzt auf Wiederholung, bringt auch in eure freien Gedichte eine Form herein, damit das Gedicht nicht wie ein hingeklatschter Haufen Metaphern wirkt. Frei heißt nicht, dass man schreiben kann, wie man will. Bringt syntaktische Parallelen herein, setzt auch auf Assonanzen (obwohl die für mich zu sehr an ein "Reimgedicht" erinnern), Alliterationen, Neologismen (für mich ganz wichtig in freien Gedichten), meinetwegen auch Chiasmen und feilt vor allem auch hier an Idee und Ausführung (Schmeißt raus, was dem Inhalt nicht zu gute kommt).

    Achtet auf Zeilenlängen (nicht metrisch, aber optisch), achtet auf Strophenlängen, schaut, wo Strophen gleich lang sein können, müssen, wo nicht, wo man variierien kann, um eine inhaltliche Aussage zu unterstreichen. Achtet vermehrt auf Sprache (standard oder Umgang), setzt auf Harmonie zwischen Inhalt und Sprache. Das ist alles bei freien Gedichten noch viel wichtiger als bei gebundenen Gedichten. Bei gebundenen Gedichten könnt ihr auch mit einer inkonsequenten sprachlichen Durchführung hinter dem formalen Gebäude verstecken (Metrum und Reim). Das geht bei freien Gedichten nicht. Hier muss sprachlich alles aufeinander abgestimmt sein. Ein einziges unpassendes Wort sticht sofort heraus.

    Schön sind in freien Gedichten auch immer die bewusst gesetzten Inversionen (grammatikalische Umsetzungen), die normalerweise in freien Gedichten nicht nötig sind, da der Dichter keinem formalen Zwang untergestellt ist. Aber im Gegensatz zu gebundenen Gedichten wirkt das hier ganz einfach reizend, da der Dichter hier mit der Erwartungshaltung des Lesers spielen kann.
    Ein gutes Beispiel ist hier natürlich Celan mit seiner "Todesfuge", die jedem ein Begriff ist. Dort setzt Celan immer wieder eigentlich grammatikalische Unrichtigkeiten, wobei der Leser provoziert wird und zu einer Meinung gezwungen wird. Warum tut Celan das? Was bezweckt er damit? Wenn solche Fragen auftauchen, habt ihr als Dichter eigentlich schon nen "Strike" gelandet. Man setzt sich mit eurem freien Gedicht auseinander und der eine oder andere wird Gefallen darin finden. Ich selbst finde diese Inversionen in freien Gedichten immer wieder schick.

    Und das Wichtigste: Überrascht den Leser! Das macht euer Gedicht interessant. Seid unkonventionell, egal, was für ein Gedicht ihr schreibt. Ahmt keinen Stil nach, versucht nicht, wie andere zu schreiben. Das gilt bei jedem Gedicht.

    Im Ende ist das natürlich auch vorteilhaft, wenn euer freies Gedicht sprachliche Bilder hat (Chiffren, Metaphern, Synästhesien, Metonymien, Klimaxe, Euphemismus, Lautmalerei (finde ich sehr gut in freien Gedichten)). Aber das freie Gedicht sollte nicht nur daraus bestehen.

    Anzumerken ist noch, dass das hier alles meiner subjektiven Meinung entspricht. Das ist natürlich nicht das Non plus ultra, wie man ein freies Gedicht schreiben kann, ich habe selbst kaum Ahnung, aber meine Meinung wollte ich mal mitteilen.

    Liebe Grüße,

    Hojaro
    Deine Welt ist meine Welt.

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