Thema: Der Heldentod

  1. #1
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    Schwarz die Trauben vom Verfall
    Mit blutverschmierten Händen
    mit denen ich mich am Felsen krall'
    wo niemals Blumen ständen

    Rund wie Regen, voll von Gift
    liefern erste Impressionen
    Von den Maden längst versifft
    wollen meine Nerven schonen

    Doch Zeit wird kontrolliert vom Feinde
    Schmerzduchzuckt geb' ich zu
    Der Sieg war nun mehr jetzt der seine
    so leg' ich meine Angst zur Ruh'

    Meine Seele fragt nun weiter
    wo ist deine Existenz?
    Einer dieser dunklen Reiter
    ignoriert die Feindpräsenz

    Meine Augen gleichen einem
    lichterfrohen Fackelmeer
    So lass' ich den Sieg beweinen
    und ersticke wortlos, leer

    Im brüch'gen Fels hallen
    letzte Schreie durch das Fallen
    und der lauteste von allen
    will sich noch am Feinde krallen

    Ein paar Trauben ragen auf
    schwarz zum wolkenlosen Feld
    und nehmen blutgetränkt in Kauf
    Sterben, das muss jeder Held

    [Geändert durch cascardian am 03-02-2003 um 16:14]

  2. #2
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    Da finde ich doch heute morgen tatsächlich so einen Plagiator von mir. Hat's mich jetzt auch erwischt oder was? Das geht mir gewaltig gegen den Strich und ich überlege mir, ob ich weiterhin meine Gedichte online stellen soll.
    Ich weiss, dass einige von euch auch schon geistig beklaut wurden, so eine Frechheit.

    Sorry für das Rant 'n' Raving hier, aber ich wollte keinen Extra-Thread aufmachen. Na ja, sagt lieber mal, wie ihr das Gedicht so findet

  3. #3
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    Schauerlich gut! Tragische Helden die einsam , sinnlos sterben. Was machte ihn zum Held?

  4. #4
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    die erste ist recht gut gelungen.

    "versifft" erzielt leider den effekt nicht, den diese zeile vielleicht sucht. (versifft ist zwar negativ besetzt, allerdings fehlen so richtig die assoziationen; was se eher wirkungslos macht)

    die restlichen strophen sind meines erachtens zu einfallslos, hier fehlt der reiche düstrungsschwall, das moment des überraschens.

    ich finde, der text bewegt sich dann in einem zu versteiften korsett. und wenn es noch am wort mangelt....

    die letzte ist zu plakativ/ das kann irgendwo im schundroman, in der werbung oder vom deutsch-lehrer vorgetragen werden, aber für ein gedicht ist diese letzte zeile zu weit herumgekommen, um wirklich noch aufmerksamkeit zu erregen.

    gruß
    AB



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