Thema: Memory

  1. #1
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    Ein alter Brief, ein alter Traum
    Die im Sturm verwehen
    Verwelkte Blütenblätter, bleich
    Die mit der Zeit vergehen

    Was ist los mit uns?
    Wir schreiben uns nicht mehr
    Du warst mir doch so nah
    Jetzt bist du mir so fern
    Ist denn alles vergänglich?
    Nein, dass glaube ich nicht

    Die Konzertkarte, unser Bild
    Die im Sturm verwehen
    Aber das Lied von uns
    Wird alle Zeiten überstehen
    "Wie hass ich dagegen alle die Barbaren, die sich einbilden, sie seien weise, weil sie kein Herz mehr haben, alle die rohen Unholde, die tausendfältig die jugendliche Schönheit töten und zerstören, mit ihrer kleinen unvernünftigen Mannszucht!"

    Hölderlin - Hyperion an Bellarmin

  2. #2
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    Memory


    Ein alter Brief, ein alter Traum
    Die im Wind verwehen
    Verwelkte Blütenblätter, bleich
    Die im Sturm der Zeit vergehen

    Was ist los mit uns?
    Wir schreiben uns nicht mehr
    Du warst mir doch so nah
    Jetzt bist du mir so fern
    Die Dinge, die uns einten
    Haben sich getrennt
    Ist denn alles vergänglich?
    Nein, dass glaube ich nicht

    Ein alter Brief, ein alter Traum
    Die im Wind verwehen
    Verwelkte Blütenblätter, bleich
    Die im Sturm der Zeit vergehen

    Die Konzertkarte, unser Bild
    Die im Wind verwehen
    Aber das Lied von uns
    Wird alle Zeiten überstehen



    -----------> so gefällts mir besser!
    "Wie hass ich dagegen alle die Barbaren, die sich einbilden, sie seien weise, weil sie kein Herz mehr haben, alle die rohen Unholde, die tausendfältig die jugendliche Schönheit töten und zerstören, mit ihrer kleinen unvernünftigen Mannszucht!"

    Hölderlin - Hyperion an Bellarmin

  3. #3
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    da gedicht ist sehr feinfühlig
    alls im leben ist vergänglich? ich glaube briefe nicht. du vergleichst in der ersten strophe welche mit dem herbst. eine sehr stürmische jahreszeit.
    ich glaube aber das ein brief nicht wie ein welkes blatt im wind ist. wenn er einem etwas bedeutet, dann bewahrt man ihn doch auf.
    wenn ich weiterlese bekomme ich das gefühl, dass da jemand segr verzweifelt nach dem punkt sucht, an dem beiden etwas auseinenader gegangen ist. wenn er/ sie das wüsste dann könnte man sicher etwas retten. es ist schade,dass viele sich einfach so auseinander leben.

    wirklich schön
    gruss tt
    es geht immer weiter-
    und bitte veröffentlicht meine gedichte ung geschichten nicht ohne mein einverständnis, oder bemächtigt euch meiner gedanken.

  4. #4
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    Hallo,
    ich finde die Stimmung ist super. Nach dem ich umgezogen bin kannte mich auck keiner mehr. Wenn du die Kontakte nicht selbst ständig auffrischst, schläft alles ein. Briefe vergehen, da sie achtlos herumliegen oder einfach unter einen Stapel gearten. Sie altern. Nur die Erinnerungen an besondere AUgenblicke bleibt frisch. Hier als Lied unmateriel und somit nicht alternd. Auch nach 60 Jahren kann es vielleicht noch Gefühle beschreiben, die andere als ganz neu wahrnehmen.

    PS: Bin aber ein Freund von Briefen, leben länger und tragen mehr flair als emails.

  5. #5
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    diese worte strahlen wehmut aus...
    auch ich hab durch einen umzug viele freunde verloren...und ich bin auch nicht ganz unschuldig daran..
    es ist wirklich wunderschön zu lesen..und wenn du erlaubst...würde ich das gedicht gerne in meine sammlung eigener und fremder gedichte eingliedern, natürlich mit deinem namen darunter...

    lg sternentraum
    Stir of time, the sequence
    returning upon itself, branching a new way. To suffer pain, hope.
    The attention
    lives in it as a poem lives or a song
    going under the skin of memory.

    "Heavy" by Denise Levertov

  6. #6
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    briefe sind auf jeden fall besser als e-mails
    irgendwie freut man sich doch auch vielmehr einen netten brif zwischen all den rechnugen zu haben(die ich noch icht bekomme) als über eine nette mail die man irgendwann löscht.
    ich sammel alles briefe die ich bekomme, wenn ich dann mal an den absender denken, dann hole ich sie manchmal sogar raus.

    zu euren umzügen, ds tut mir sehr leid für euch. ich bin selber umgezogen, gehe aber noch mit all meinen freunden zur schule. man sieht sich nurnicht man mehr ständig. das ist schade. ich sage euch nutz jede gelegenheit und jede möglichkeit mit euren alten freunden zu reden, wenn sie wollen.
    es ist traurig menschen zu verlieren die einem mal sehr wichtig waren. man kann den kontakt erst noch erhalten meistens,aber dann bricht er doch irgendwann ab.
    es geht immer weiter-
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  7. #7
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    Hallo!
    Als erstes muß ich mich mal ganz doll bei euch für die Einträge zum Gedicht bedanken!
    Als zweites entschuldige ich mich, dass ich in letzter Zeit einfach nicht genug Zeit gefunden habe, in dieses wunderschöne Forum zu posten und meine Kommentare abzugeben. Und wahrscheinlich wird das auch noch ein paar Tage, vielleicht Wochen anhalten, aber naja, nehmts mir nicht übel.
    Als erstes danke ich vor allem dir, Traumtänzerin, dass du diese wunderschöne kritik zu dem "Brief" gebracht hast. Du hast da meinen eigenen Kritikpunkt am Gedicht getroffen. Ich hab so ein cineastisches Bild vor Augen, in dem ein Unbekannter allerhand Dinge aus einem Dachfenster wirft, dem Wind anvertraut! Den Brief, mit dem darauf ausgesprochenen Traum, die welke Blume, die Konzertkarte und das Bild. Nun ja. Doch die Worte dieses Briefes und der Traum an sich, kann man ja wohl nicht dem Wind anvertrauen. Ich habe dieses Gedicht immernoch zu sehr dem Bild angepasst, dass ich ursprünglich erschaffen wollte, als es eigentlich klar war, dass Gedicht und Bild nicht mehr zu vereinbaren waren!
    Dir Sandkorn dank ich ganz besonders für deinen Kommentar, denn der baut meine Meinung über dieses Gedicht auch gleich wieder auf, denn trotz Kritikpunkt habe ich es ja hier reingestellt.
    Und Sternentraum: du darfst! Ich fühle mich sehr geehrt!

    f&f
    "Wie hass ich dagegen alle die Barbaren, die sich einbilden, sie seien weise, weil sie kein Herz mehr haben, alle die rohen Unholde, die tausendfältig die jugendliche Schönheit töten und zerstören, mit ihrer kleinen unvernünftigen Mannszucht!"

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