1. #1
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    Literatur Allgemein

    Als völligen Idioten möchte ich mich nun auch nicht darstellen, jedoch fehlt mir, meiner Meinung nach, dennoch Wissen zur Literatur. Schließlich wird das in der 0815-Ausbildung nicht vermittelt. Jetzt ist Eigeninitiative gefragt.

    Könnt ihr mir Tipps geben, auf welche Werke der Zeit, sprich Bücher, ich meinen Schwerpunkt legen soll? zB möchte ich mich an Goethe heranlesen, jedoch gibt es viele Werke und Sammlungen (Gesucht und Gefunden bei Amazon). Das hat mich verwirrt. Welche Werke findet ihr, sollte man gelesen haben? Welche Autoren könnt ihr mir empfehlen?

    Ich bin ein unbeschriebenes Blatt welches nach Buchstaben lechzt.

    LG
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  2. #2
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    Von Goethe solltest du me.E. auf jeden Fall "Faust I" (auch II) und "Die Leiden des jungen Werther" lesen ...

  3. #3
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    also mal ebend in die bücherei gehen und mal schauen ist zuviel.

    ich bin über empfehlungen einer freundin an die ganze nachkriegsliteratur rangegangen, zusammen mit dem deutschunterricht. amazon gibt auch gute impulse und bücher, die glauben, eine gesamtpfehlung geben zu können.

    ich würde an deiner stelle mal anfangen solche listen wie "bücher, die man unbedingt gelesen haben muss" anzuschauen. an sich halte ich von denen nichts, aber dadurch lernt man wirklich bücher wie ulysses kennen, und man schaut, ob man sowas lesen kann und wenn nicht, geht man weiter. es ist dieser schneeball-effekt. du fängst an, allgemeines zu lesen und arbeitest dich weiter.

    was gut ist, was man lesen sollte ect, da hat ferdi schon recht, das kann man nur alleine herausfinden, aber wenn man anfang steht, muss man irgendwo beginnen und da helfen solche allgemeinen tipps nicht.

    also meine empfehlung: bekannte, die gebildet sind, lass dir mal bücher von denen geben. sei es irgendein deutschlehrer, sei es die mutter einer freundin, die geben dir dann was und irgendwann wirst du in der materie drin sein.

    oder: such dir autoren, im internet, zb zum thema nachkriegsliteratur. zb grass oder frisch. und dann holst du dir soz deren bekanntestes werk, grass zb stark mit der blechtrommel in der allgemeinbevölkerung bekannt, max frischs homo faber ist eine beliebte schullektüre. goehte halt mit seinem faust. das ist eine schöne allgemeinbildung und wenn dir was gefällt, kannst du immernoch mehr werke lesen, aber mit diesen furchtbar bekannten werken gehst du auf nummer sicher, oft sind es wirklich lesbare bücher.

    viel glück, bye



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    mit ein wenig Zigarettenrauch.

  4. #4
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    Es kommt darauf an, was genau du suchst.

    Willst du dich in Sturm und Drang einlesen, oder in die Klassik, oder gar in die Romantik?
    Wie steht es mit Autoren des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts?

    Wo willst Du die Schwerpunkte legen?
    Auf den Autor?
    Auf die Epoche?
    Auf den Stil?
    Auf den Inhalt?

    Bevor Dir wirklich Bücher empfohlen werden können, musst Du deine Selektion ein wenig einengen

    lg
    Satch
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  5. #5
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    Vielen Dank für die raschen Antworten. Leider hatte ich keine Zeit mich etwas früher zu melden.

    Ich suche genau nach "allgemeinen Empfehlungen". Da ich weder Autoren kenne, noch mich inhaltlich festlegen möchte, macht es mir die Suche äusserst schwer. Leider habe ich im Umkreis keine Deutschlehrer etc. also keine Unterstützung.

    Tipps wie

    Goethe - Faust I
    Goethe - Faust II
    Goethe - Die Leiden des jungen Werther
    Günther Grass - Die Blechtrommel
    Max Frisch - Homo Faber
    Hesse - Der Steppenwolf
    Hesse - Siddhartha

    helfen mir schon sehr weiter. Ich kann anhand dieser den google beschäftigen und mich informieren. Danach kann ich in die Biblio stapfen, Probelesen und ggf. die Bücher kaufen. Welche Bücher habt ihr gelesen bzw. könnt ihr weiterempfehlen? Schon klar - alles wird mir nicht zusagen, aber ich finde so ev. einen Anfang.

    Danke!
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  6. #6
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    Bei Frisch würde ich dir von "Homo Faber" abraten, da es meiner Meinung nach eines seiner schlechteren Werke ist und nur deshlab bekannt, weil es seit Jahrzehnten in den meisten Kanons von Schulen vorkommt.
    "Stiller" oder eigentlich fast alles andere von ihm ist sehr zu empfehlen

    Bei Hesse wäre meine Empfehlung wohl am ehesten "Narziss und Goldmund", da es wunderschön geschrieben ist und sich viel Gesellschaftskritik unter der romantischen Oberfläche verbirgt.
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  7. #7
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    Servus,

    da sieht man wieder: Literaturgeschmack ist halt was sehr Subjektives. Ich selbst habe fast alles von Max Frisch gelesen (lediglich Bin oder die Reise nach Peking sowie das Dienstbüchlein fehlen noch - werden aber in der nächsten Zeit in Angriff genommen) und ich habe den Homo faber immer noch in meinen Max-Frisch-Top 5. Gerade, weil das Buch so lakonisch geschrieben ist.

    Von Frisch kann ich übrigens noch wärmstens empfehlen: Montauk, Mein Name sei Gantenbein, Biographie: Ein Spiel sowie die Tagebücher. Auch Andorra sowie Biedermann und die Brandstifter kann man sich mal geben, da diese beiden Stücke sehr bekannt sind.

    Weitere Empfehlungen (in Klammer die heißesten Tipps):

    Thomas Mann (Buddenbrooks, Der Zauberberg, Der Tod in Venedig)
    Franz Kafka (Der Prozess, Die Verwandlung)
    Arthur Schnitzler (Fräulein Else, Leutnant Gustl, Traumnovelle)
    Martin Walser (Ehen in Philippsburg)
    Leo Tolstoi (Krieg und Frieden, Anna Karenina)
    J.M. Coetzee (Schande, Warten auf die Barbaren)
    Salman Rushdie (Des Mauren letzter Seufzer, Mitternachtskinder)
    George Orwell (1984, Farm der Tiere)
    Robert Schneider (Schlafes Bruder)
    Thomas Pynchon (Die Enden der Parabel, Mason & Dixon)
    James Joyce (Ulysses)
    Ray Bradbury (Fahrenheit 451)
    Ernest Hemingway (Der alte Mann und das Meer)
    Umberto Eco (Der Name der Rose, Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana, Das Foucault'sche Pendel)
    Gerhart Hauptmann (Die Weber)
    José Saramago (Die Stadt der Blinden)
    Gabriel Garcia Marquez (Hundert Jahre Einsamkeit)
    Haruki Murakami (Wilde Schafsjagd)
    Kenzaburo Oe (Eine persönliche Erfahrung)

    Und wenn du damit fertig bist, können wir ja weiterreden.

    Nein, nein - natürlich nur mal so eine Auswahlliste. Joyce oder Pynchon würde ich überhaupt erst dann angehen, wenn du dich schon mal ein bisschen in verschiedene Wälzer eingelesen hast - die können nämlich ganz schön anstrengend werden.
    "Man schreibt nicht, was man schreiben möchte, sondern was man zu schreiben fähig ist."
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  8. #8
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    Hmm... Mein Name sei Gantenbein und Biographie: Ein Spiel gehören zu meinen absoluten Frisch-Lieblingen. Ich würde sie jedoch - gerade als Einstiegsliteratur - nicht empfehlen.

    Empfehlenswert und vom Roderich aussen vor gelassen: Die Dramen Dürrenmatts
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  9. #9
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    Hallo satch,

    mit der etwaigen Nicht-Eignung als Einstiegsliteratur zu Frisch hast du wahrscheinlich Recht. Insofern würde sich Stiller wohl wirklich am besten eignen. Aber dann gleich weitermachen mit Frisch.

    Aber Schande über mich: Auf den Dürrenmatt habe ich ja glatt vergessen! Huch! Der gehört natürlich dazu.

    Viele Grüße

    Thomas
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