der Herrscher auf dem nackten Thron
ohne Wort kann er erheben
wer übrig hat nur Spott und Hohn
kann ins Grab sich lieber legen

auch er hat eine helle Seite
mit Licht in Schein und Wille
soll jener, der ihm Schmerz bereite
verenden in der Gülle

auf seiner Schulter sitzt der Rabe
kahl und weiß wie Schnee
mit hinterhältig Kluggehabe
und Hirschgeweih wie ein Reh

Rosen und der Himmel fallen
Sakura liegt im Teer
man hört die Schreie lauter hallen
das Blubbern der Sklaven im Meer

einer wagt zu blicken ihm
direkter in das Auge
der Henkermeister tötet ihn
die Teile ich aufklaube

an seinem Flügel nagen wieder
hundert kleine Ratten
die Oberratte mit Gefieder
gehört zu seinen Knappen

zurück von seiner lichten Liebe
als Zeichen ihm gesetzt
das Kreuz im Nacken ewig bliebe
wir hätten ihn verpetzt

auf alle Ewigkeit gebunden
mit Lug' und Trug des Herrn
zähl' weiter ich die schweren Stunden
voll Lieb' und Lüg' und schwärm'

wir wissen nicht, warum wir dienen
einem Schwächling adelsgleich
das System, es legt uns Schienen
an Korruption, da sind wir reich

manch einer wäre lieber dort
als Adjutant im Himmelshof
doch wer allein schon dieses Wort
zu Sprache bringt, ist selten doof

an Einblick, hoffe ich, genügt's
so bleibt bedacht auf eure Wahl
entschuldigt Eile dieses Stücks
die Arbeit ruft, die Seelenqual