Thema: Flüstern

  1. #1
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    462
    Woher kommen all diese Gebeine?
    Hörst du sie flüstern?
    Seit Jahrhunderten das selbe Lied,
    seit Jahrhunderten alleine.

    Immer reden sie und lauschen,
    nur um Trivialität, nicht um Gewissen,
    denn sie wollen nicht grübeln,
    sehnen oder vermissen.

    Neben der klaren Quelle
    murmelt die Asche.
    Lebendige und tote Worte,
    füllen zur selben Zeit
    die selbe Stelle.

    Sind wir Zauberer,
    sie zu verstehen?
    Braucht es Magie,
    ihre Welt von hier zu sehen?

    Wollt ihr mich auf eurem Weg?
    Dann gebt mir eure Schuhe.
    Wollt ihr mit mir denken?
    Dann gebt mir Ruhe.

  2. #2
    Niquita Guest
    Hm, wieso hat denn hier noch keiner drauf geantwortet? Für mich hat dein Gedicht einen sehr mystischen Charakter. Hinter die Interpretation bin ich allerdings noch nicht ganz gekommen. Verräst du mir einen Lösungsansatz oder soll ich noch ein bisschen grübeln?

    Liebe Grüsse
    Nicole

  3. #3
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    399
    geht es um krieg um Menschen die sinnlos getötet wurden und aus deren Ermordung niemand gelernt hat?

  4. #4
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    @Jasemin: Das hab ich eigentlich nicht sagen wollen, aber würdest du mir verraten, wie du darauf gekommen bist?

    @Niquita: Ja! Grübel!
    Naja, ein kleiner Ansatz. Es geht weniger um die Toten, als um die Lebenden. Die Gebeine und die Asche als Erinnerung an das Leben, welches verging.
    Das Flüstern als das, was wir in ihnen sehen. Das "sie" im zweiten Vers bezieht sich nicht nur auf die Gebeine. Was wiederrum im dritten deutlich werden sollte, dadurch, dass nicht nur die Asche spricht, sondern auch die Quelle (als symbol für leben)
    Alles im allen ist es die Angst über die Frage zu sinnieren, was ein mensch vom leben erwartet.
    Die auch dadurch gefördert wird, dass das soziale umfeld einem bestimmte Ideen oktruiert, die aber auf grund fehlender individualität eher hemmend auf diese Reflektion wirken.

    Gut, dies war nun mehr als ein kleiner Ansatz, aber das ist wie bei dem Witz mit den zwei durstigen Männern und dem Spucknapf.
    Pass auf:
    Es kommen zwei Männer nach einer langen Wanderung durch die Wüste in eine Bar. Da sie kein Geld, aber trotzdem großen Durst haben, beschliessen sie sich den Inhalt des Spucknapfes zu teilen. Nachdem der erste getrunken hat, reicht er den Napf weiter, doch dieser ist leer. Daraufhin wird er gefragt: "Warum hast du mir nichts übrig gelassen?"
    "Ging nicht, es hing alles an einem Faden."

    Naja, so ein richtiger Knaller ist dieser Witz nicht, aber mein alter Deutschlehrer brachte diesen Witz immer an, wenn er versuchte uns auf eine lustige Weise klarzumachen, dass es überall kausale Zusammenhänge gibt.

    ich schreibe zu viel, gute nacht.

    [Geändert durch Seth am 08-09-2002 um 01:45]

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