Dum spiro, spero

Meine Sinne, geblendet von der Huld
Verlangen nach Kosen und Teueren.
Tageslicht in der Dämmerung ~ Ungeduld,
Auf glühenden Kohlen vor den Gemäuern.

Unerreichbar scheinst Du, dennoch ganz nah’
Verzagtheit, Verzweiflung was gebühre ich zu tun?
Bei dir will ich weilen, tunlichst hautnah.
Befreit zur Bewertung, eine Extreme bist du nun.

Das Göttliche, der Cherub, das absolut Vollkommene,
Vormals dem Dasein der Erde zu keiner Zeit erblickt.
Die nächtlichen Gedanken, das Zustandegekommene,
Beharrlich Schlaf raubend, bis das Herzstück einnickt.

Die Hingabe beschleicht all Zwiespalt zum Glück
Und Wahrheit und Klarheit bleiben rechts liegen.
Dein Wesen, dein Sein befähigt mein tiefstes Stück,
Die Zweifel ~ mein Argwohn ~ gar zu bekriegen.

Und sei der Weg in dein Herz unerreichbar, den Tod würd’ ich begehren.
Und vollende ich nicht leiblich, erlösche ich innerlich mehr und mehr.
Und gäb’s ein Weg in dein Kern ~ eins für’s andere ~ meins würd’ ich entbehren.
Und erränge ich dein tiefstes Innere, wäre ich wirklicher denn jeher.

Und ich lasse mein Lebensquell zukommen, nur Dir allein,
Würdst’ du dich hingeben, meiner Liebe, über Stock und Stein?