Thema: Sternenkuss

  1. #1
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    Post Sternenkuss

    Es war einst Frühling, traumhaft schön,
    Ich konnte tausend Blumen sehn.
    Dein Arm lag leicht auf meinem Knie,
    doch spürt ich raue Winde wehn.

    >>Bin ich einst fort <<, so sagtest du,
    >>sollst meiner du gedenken,
    und wenn ich drauß im Felde steh,
    mir leise Küsse schenken.

    Ich bin der Traum, der zu dir kommt,
    um sanft dir Gruß zu bringen.
    Und dir weit fort von Fried und Freud,
    ein Lied vom Glück zu singen.

    Der Schmetterling der flatterhaft,
    in bunten Wiesen tänzelt,
    Der schattenlichte Tage zählt,
    und frech um dich schlawenzelt.

    Sieh mich in jedem einzlen Blatt,
    dass, wenn die Tage grauen,
    Dir fröhlich winkt mit Farbenbracht,
    es kommt nach dir zu schauen.

    Bei jedem Schuss, bei jedem Schritt,
    werd ich dir treu gedenken.
    Doch weil im Feld ich bleiben muss,
    dir nur Gedanken schenken.

    Für mich bist du mein Weg und Ziel,
    am Horizont die Sonne.
    In dunkler Zeit und finstrem Krieg,
    die Einz'ge, meine Wonne.

    Der Tag, er liebt nun wohl die Nacht.
    Der Frieden liebt den Krieg.
    Doch ich bin nur in dich verliebt,
    Nur dich will ich als Sieg.<<

    >>Komm wohl behalten mir zurück,
    sonst mag ich nicht mehr leben.
    Das Sternenlicht am Himmelszelt,
    mag tausend Kuss dir geben.

    Denn tausend Küsse send ich dir,
    für jede der Sekunden.
    So bleib ich ewiglich bei dir,
    in frohn wie schlechten Stunden. <<
    Geändert von Nightinbird (17.10.2006 um 20:14 Uhr)
    "Mein Schwert , den Schild leg ich nun nieder .
    Den Krieg ... führ ich nie wieder !" (Der Wilde Wald - Tonke Dragd)

  2. #2
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    Hallo bird!
    Mir gefällt dein Gedicht eig. ganz gut...Erinnert mich irgendwie an ein propaganda gedicht aus der zeit des 1. weltkrieges, mit dem feinen Unterschied, dass dieser soldat in deinem gedicht kein interesse am sieg des krieges hat, sondern einzig eine rückkehr zum lyr. ich eine genugtuung wäre...Es muss wirklich schrecklich sein, seinen nächsten in den krieg ziehen lassen zu müssen...
    Der Teil mit der Liebe des tages zur nacht beschreibt ziemlich gut eine der vielen eigenschaften von uns Menschen, wirklich gut gemacht, so finde ich.

    Das Versmaß erscheint mir passend, das werk lässt sich flüssig lesen.
    Lediglich einige andere Bilder für des soldaten zuneigung zu seiner freundin hätte ich gewählt..sonne am horizont, schmetterling..schmetterlinge wären mir zu wenig originell, von denen schreibt doch jeder.

    Aber schließlich ist das hier DEIN Liebesgedicht.
    Nicht umsonst hat ein lateinischer dichter einmal laut legende: Quot scripsi, scripsi," gesagt! (ich hoffe mein Latein hat mir für dieses sätzchen nicht zu viele fehler beschehrt!! *lol*)

    Ciao
    K-c
    Der Boden unter meinen Füßen bewegt sich wie Treibsand;
    Aus keiner Ecke leuchtet mir mehr ein Licht.
    Ich muss den Sand der Zeit aus meinen Augen reiben.
    von Dornenrose in "Schwarzes Licht"

  3. #3
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    Hallo K-c

    Schön das es dir gefällt. Ich dank dir für deine Kritik . Ich werd es mir auch noch einmal anschauen und drünergehen . Ständig auf der Suche nach möglichen Fehlern oder Verbesserungen !

    Lieber Gruß , Nightinbird
    "Mein Schwert , den Schild leg ich nun nieder .
    Den Krieg ... führ ich nie wieder !" (Der Wilde Wald - Tonke Dragd)

  4. #4
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    Ich denke, da hast Du mit viel Aufwand sehr schöne Gedanken zu Papier gebracht. Ich schreibe ja auch oft ellenlange Gedichte, aber bei Deinem scheint es mir mit der Anzahl der Strophen zuviel geworden zu sein. Und, wie manche Lehrer oft sagen: Thema (weitgehend) verfehlt. Von den Schmetterlingen (siehe mood) habe ich auch langsam nicht den Bauch, sondern die Schn... voll. Wo bleibt der Sternenkuss??
    Ein Wort zu Nightinbird: Nicht Wilhelm Busch verdanken wir Dein Zitat; es sind Verse aus Fausts Monolog "Habe nun ach ..." von J.W.v.Goethe (Faust I)

  5. #5
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    Hallo Kulturheinzi,
    Wilhelm Busch hat diese Worte einmal gesagt, da bin ich mir 200 Prozent sicher ! Aber vielleicht hat er sie von Goethe von ihm zitiert !
    Wäre möglich !

    Ich dank dir für deinen lieben Kommentar .
    Ich werd es noch einmal überarbeiten , vielleicht bekomme ich das wichtigste auch in weniger Strophen , dass es sich nicht so zieht .
    Der Sternenkuss ist sinnbildlich gemeint . Das lyr.Ich sendet dem .lyr. Du Küsse durch die Sterne , so dass das lyr. Du jeden Tag tausend Sternenküsse erhält !!

    Mit liebem Gruß ,
    Nightinbird

    PS. Was meinst du mit Thema verfehlt !???????
    Nur weil das Gedicht etwas lang geraten ist , ist das Thma nicht verfehlt !
    "Mein Schwert , den Schild leg ich nun nieder .
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  6. #6
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    Hallo und guten Abend, Nigtinbird,
    also, und das darfst Du mir unbesehen glauben, ist der Originalverfasser des Zitats "Nun steh ich hier ..." J.W. von Goethe. Ich glaube, es geht weiter "und sehe, dass wir nichts wissen können, das will mir schier das Herz verbrennen. Zwar bin ich gescheiter als all die Laffen, ...". Wenn W. Busch das auch mal gesagt hat (ich hab es auch schon bei anderen Gelegenheiten rezitiert), darf man ihn trotzdem nicht als Verfasser des Zitats hinstellen.
    Was ich mit "Thema verfehlt" meine, ist folgendes. "Das Sternenlicht ... mag tausend Kuss dir geben" ist die einzige Stelle in deinem Gedicht, die sich auf die von Dir gewählte Überschrift bezieht (wobei "tausend Kuss" eine sehr mutige Form von tausend Küsse ist).
    In oft sehr schönen Worten (und ich bitte Dich zu bemerken, dass mein Lob überwiegt!) lässt Du den Traum einen Gruß und ein Lied vom Glück bringen. Dann schlawenzelt ein Schmetterling (die Wortschöpfung "schlawenzelt" ist so gut, dass sie fast besser als das Original "scharwenzelt" ist) und - was macht er außer zu scharwenzeln? Ein Blatt winkt und schaut (schau mal, ob es wirklich ein "einzlen" oder ein einzelnes Blatt ist. "... du mein Schmetterling",
    "die Einzige", "meine Wonne" - alles ok., aber wo bei allen Engeln ist der Sternenkuss? Die Anzahl der Strophen hat meine kritischen Bemerkungen nicht beeinflusst. Liebe Grüße! heinzi
    Geändert von Festival (16.10.2006 um 02:32 Uhr)

  7. #7
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    Dank dir für die vielen schönen Seiten , die du hervorgehoben hast.

    Ok , ... ich gebs ja zu ! Der Titel Sternenkuss war vielleicht schon ein wenig utopisch !!
    Wie wärs mit ..... Liebesreigen ???

    Und nachdem ´über diese Zitat nun schon 2 Mal ein Streit ausgebrochen ist , mach ich wohl lieber einen Rückzieher und
    schreibe doch J.W. von Goethe drunter !!

    Gibt es denn etwas , wo du (ihr) speziel sagen würdest , das stört mich ??

    Lieber Gruß , Sylvia
    "Mein Schwert , den Schild leg ich nun nieder .
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