1. #1
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    Pomp der Ewigkeit

    Bitte um Kritik.

    Pomp der Ewigkeit

    Schritte tropfen tränengleich
    in den zittrig schweren Klang
    eines tausendjährig Sang
    jagen mattes Schattenreich.

    Stein auf Stein, die Bögen singen
    eine alte Melodie,
    von des Kosmos Harmonie
    und wie Menschenbauten klingen.

    Kapitelle nicken weise,
    tragen lieblichen Akkord
    zu Gewölbes höchstem Ort
    und die Pfeifen summen leise.

    Plötzlich bricht die Dunkelheit
    warmer Strahl durch buntes Glas
    und die Stille schweiget maß-
    voll vor dem Pomp der Ewigkeit.
    Geändert von Little one (13.10.2006 um 14:08 Uhr)

  2. #2
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    Pomp der Ewigkeit

    Hallo Little one,

    da dieses Gedicht erst dein vierter Beitrag ist, du also noch ganz neu bei uns bist, möchte ich dich zunächst ganz herzlich in diesen "heiligen" Dichterhallen begrüßen und dir viel Freude beim Mitmachen wünschen.

    Dein Gedicht, durchgängig in fünfhebigen Trochäen geschrieben, habe nur mal die erste Strophe geixt, beschäftigt sich mit einem interessanten Thema, das du recht gut aufgebaut und auch mit unverbrauchten Bildern anschaulich gemacht hast. Der Lesefluss wird nicht durch Ausreißer (Metrikfehler) gehemmt, und so wollen wir uns die einzelnen Verse mal näher anschauen.
    Schritte tropfen tränengleich
    in den zittrig schweren Klang
    eines tausendjährig Sang
    jagen mattes Schattenreich.
    XxXxXxX
    XxXxXxX
    XxXxXxX
    XxXxXxX
    Stein auf Stein, die Bögen singen
    eine süße Melodie,
    von des Kosmos Harmonie
    und wie Menschenbauten klingen.
    Statt "süße", ein viel zu häufig vorkommendes Adjektiv, und angesichts der hier beschriebenen Baulichkeiten etwas unpassend, wäre vielleicht "leise" oder auch "alte" angebrachter.

    Kapitelle nicken weise,
    tragen lieblichen Akkord
    zum Gewölbes höchsten Ort (zu Gewölbes höchstem Ort)
    und die Pfeifen summen leise.
    Grammatikalisch ist Z3 eine verunglückte Mischung aus Dativ und Genitiv, was nicht geht.
    Plötzlich bricht die Dunkelheit
    warmer Strahl durch buntes Glas
    und die Stille schweiget maß- ("maß" klingt mir zu gewollt, zumal es sehr nach einer Tautologie riecht,schweigende Stille ist gemeint)
    voll vor dem Pomp der Ewigkeit.
    Warum hier lötzlich die Dunkelheit bricht, wird vorher nicht ersichtlich, denn nirgendwo erkennt man, dass es Nacht ist oder auch nur eine metaphorische Dunkelheit gemeint sein könnte.

    Ich hoffe, dass ich dir mit diesen Hinweisen etwas weiterhelfen konnte.

    lg crux

  3. #3
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    Hallo Crux,
    vielen Dank für den lieben Gruß.
    Deine Kritik fand ich sinnvoll und habe gleich einiges geändert.

    Mit der Dunkelheit meine ich eigtl. die schummerige, kalte Stimmung in einer Kirche. Ist vielleicht nicht gaaanz das gleiche
    hatte ich sicherlich mehr beschreiben müssen, vorher. Werd nochmal gucken, ob ich die letzte Strophe anders schreiben kann.

    Danke für die Mühe, grüße
    Beware of all enterprises that require new clothes.
    Henry Thoreau

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