Thema: Herbstmund

  1. #1
    Schattenblume ist offline Etwas mit den Scherenhänden
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    Herbstmund

    schmalgesichtig trinke ich
    enthäutete Ahnung
    aus einem Tränenglas,
    bis auf der Wasserhaut
    kein Wellenring mehr treibt
    Tipp für mißachtete Analphabeten: auch hinter einen nicht geschriebenen Satz lässt sich ein Punkt setzen.

  2. #2
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    Hallo Schattenkraut,

    Puh, ein interessantes, wirkungsvolles Wortgeschöpf. Und doch, behaupte Du nochmal, dass Du meine Texte nicht verstehst!
    Nun, ich gebe mich aber der Blöße hin und suche zu dechiffrieren:
    schmalgesichtig trinke ich
    enthäutete Ahnung
    aus einem Tränenglas,
    Irgentwie klingt das nach Magersucht. Schmalgesichtig wirkt halt wie ausgemerkelt. "Enthäutete Ahnung" hat etwas davon, dass das lyr. Ich weiß, welche Konsequenz das hat: der Tod. Soweit ich weiß, ist das normal für Essstörungskrankheiten, dass man darum weiß und trotzdem weitermacht.
    bis auf der Wasserhaut
    kein Wellenring mehr treibt
    Man macht sogar weiter, bis nichts mehr auf der Haut ist. Wasserhaut würde heißen, dass kein Fleisch mehr da ist, sondern nur noch Wasser, aber auch das versiegt, deshalb "treibt kein Wellenring" mehr.
    Auch zum Titel würde meine Interpretation passen, weil auf einen Mund (Nahrungsaufnahme) und den Herbst (Lebensabend) abgespielt wird. Ein Rätsel bleibt mir lediglich bezüglich der Rubrikwahl.
    Vielleicht lässt sich Magersucht auch auf irgend eine Form von Seelenzustand, bzw. einer Angst übertragen. Das würde mit "Ahnung" zusammenpassen.

    Aber vorerst überlasse ich anderen das Feld. Gern gelesen habe ich dein kleines Mondgespinst jedenfalls.

    Es grüßt

    Kajn
    wer deutsche versbrecher findet, darf sie behalten
    oder: warum mein rechtschreibprogramm dem genitiv sein toast iszt...

    "Ein Lyriker, der glaubt, unabhängige Kunst zu schaffen, ist ein Narr, aber ein Mensch, der nicht fähig ist, seine Erfahrungen auf ein anderes Niveau zu abstrahieren, ist kein Künstler."

  3. #3
    Schattenblume ist offline Etwas mit den Scherenhänden
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    ...behaupte Du nochmal, dass Du meine Texte nicht verstehst!




    na endlichendlich, Kajn, spams du mal bei mir mit aussagekräftigen Worten herum
    ...dann scheinst du wohl auch die Bedeutung eines ´Tränenglases´ zu kennen ?

    mit Magersucht hat das schmale Gesicht aber ganzundgarnix zu tun,
    vielmehr mit einem Gefühls-/Gemütszustand.

    die ´enthäutete Ahnung´ kommt einem ´Sich-bewusst-sein´, schon sehr nahe.

    ´bis auf der Wasserhaut´ ...ja, ´fleischlos´ eher im übertragenen Sinne
    von ´ohne Substanz´

    mehr sag ich jetzt nicht

    erfreute grüsse

    Schattenblume
    Geändert von Schattenblume (12.10.2006 um 23:05 Uhr)
    Tipp für mißachtete Analphabeten: auch hinter einen nicht geschriebenen Satz lässt sich ein Punkt setzen.

  4. #4
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    Auf Wunsch der Autorin verschoben.

  5. #5
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    Herbstmund

    Liebe Schattenblume,
    du legst Spuren und ich verfolge sie .
    Ich sehe eine alte Dame (kann auch ein Herr sein) -wegen Herbstmund- die ihr Leben gelebt hat (tränenreich) und weiß, dass sie die letzten Tage lebt.
    Sie trinkt ihr letztes Glas und braucht es nicht mehr.
    Enthäutete Ahnung deutet auf den Tod.

    Immer wieder spannend, wie du ganze Leben in wenigen Worten verdichtest.
    Liebe Grüße
    Dana
    Die Seele ist kein Wasser, dessen Tiefe gemessen werden kann. (ind. Sprichwort)

    - Ich bin umgezogen. Meine neue Zuhause-Seite ist in meinem Profil zu finden -

  6. #6
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    Na, da darf ich ja nicht fehlen...

    ...wenn's um's Entkrypten geht..., aber musst du es einem denn gleich wieder sooo schwer machen, mein geschätztes Schattenkräutli? Der mutige Kajn liegt ja offensichtlich völlig daneben, während mir Danas Interpreti schon sehr zusagt.

    Aber mal schau'n, ob es nicht noch eine andere Sichtweise darauf gibt:

    Dein LI scheint eine ziemlich verhärmte Person zu sein, obwohl man "schmalgesichtig" auch als eingeengtes Gesichts- oder Sehfeld interpretieren könnte.

    Die "enthäutete Ahnung" sehe ich als eingetroffene Vision einer äußerst misslichen Lage. Könnte sich dabei durchaus um Krankheit oder gar den Tod handeln, aber eher wohl den Zustand der Agonie treffend.

    Das "Trinken" steht für die Akzeptanz des Unvermeidlichen und das "Tränenglas" wohl für Erkenntnis, während die wellenfreie Wasserhaut eben den Zustand der Leblosigkeit bzw. das Ausbleiben der alpha-Wellen (Übergang auf Strich) auf dem Monitor einer Intensivstation verkörpern könnte.

    Oh, oh, auch daneben? zitterfrag...

    Liebe Grüße
    crux

  7. #7
    Schattenblume ist offline Etwas mit den Scherenhänden
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    hallo liebe Dana,
    deine Int. finde ich wirklich interessant. sie gefällt mir auch,
    obwohl sie nicht meiner ursprünglichen Intension folgt.
    Ich überlege mir grade, ob ich sie wirklich offenlegen sollte (?)
    und denke, lieber noch ein wenig zu warten, um neue Gedanken über das,
    was ich da fabriziert habe zu finden.
    nur soviel: es geht um Erkenntnis und daraus folgende Kompromisslosigkeit

    liebes kreuzchen,
    der mutige Kajn hat mein Bild mehr erfasst, als du und er zu glauben meint...
    du liegst aber auch nicht völlig daneben. allerdings handelt es sich weder um eine ´verhärmte Person´, noch um jemanden, dessen Gesichtsfeld eingeschränkt zu sein scheint. das ´Gesicht´ kann auch eine nicht physische Bedeutung haben.

    also: weiterzittern !
    Geändert von Schattenblume (29.10.2006 um 17:05 Uhr)
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  8. #8
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    Hallo Schattenblume!
    Nun will ich dir meine Interpretation mitteilen, da es mich sehr angesprochen hat mit seiner Kürze und doch tiefgründigen Hintergedanken. Die werde ich versuchen zu entschlüsseln.
    schmalgesichtig trinke ich
    enthäutete Ahnung
    aus einem Tränenglas,
    bis auf der Wasserhaut
    kein Wellenring mehr treibt
    Bei "schmalgesichtig" ruft sich als Gegenteil eines "normalen Gesicht/Individuum/Persönlichkeit" in mir hervor.Hier aber tendiere ich zu der Redensart "Mach doch nicht so ein langes Gesicht!" und verdeutlicht eine Betrübtheit und Traurigkeit.
    "enthäutete Ahnung" - eine Vorgefühl/Vorstellung, die nicht mehr ver-,umhüllt,sondern klar und nackt vor Augen ist. Dieses Gefühl liegt wohl zwischen den Grenzen von Ahnen und Wissen.
    Dieses ahnende Wissen(ich nenne es einfach mal so) wird getrunken aus einem Behälter, das die früheren Tränen/Schicksalsschläge aufgefangen hat.
    Das frühere Leid wird runtergeschluckt "bis auf die Wasserhaut". Wasserhaut verstehe ich als etwas Oberflächliches aber auch Schützendes vor der Materie der Qualen.Hier jedoch wird jene Oberflächligkeit/ jener Schutzmantel bewusst zurückgelassen. Askese?
    Wenn keine Wellenringe mehr treiben, dann bekommt das Wasser keine neugeordnete Struktur mehr im übertragenen Sinne. Die Probleme wollen nicht geordnet oder überdacht werden, sondern verinnerlicht.
    Keine leichte Kost, Schattenblume. Und auch wenn meine Auffassung nicht deiner Intention entspricht, empfinde ich dein Werk als sehr interessant und tiefgründig. Und gerade wegen seiner vielen Facetten habe ich es sehr gerne gelesen und kommentiert.
    Liebe Grüße,
    Kügelchen
    "Kunst ohne Ethik ist Kosmetik"
    (Marina Abramovic)

  9. #9
    Schattenblume ist offline Etwas mit den Scherenhänden
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    KugelImGesicht, du bist ein helles Köpfchen !
    ich frag mich soeben, ob ich´s bedauern soll,
    dass du bei der Schlüsselsuche ins richtige Eck geschlichen bist...

    du hast das schmale Gesicht der Trauer zugesprochen,
    und dabei ins Schwarze getroffen - es will eine lange Zeit der Trauer beschreiben. die ´enthäutete Ahnung´ gibt eine Erkenntnis wieder, die zwar schmerzt, doch in ihrer Klarheit auch bewirkt, dass sich das lyrI von der Lähmung, die die Trauer in ihm verursachte endlich lösen kann.
    Das Tränenglas hast du so beschrieben, wie ich es im Sinn hatte.
    Es diente in vielen Kulturen als Grabbeigabe, die dem Sterbenden die Trauer und Anteilnahme bekunden sollte; wurde aber meines Wissens auch unter Liebenden verwendet, in Zeiten der Trennung, als symbolischer Beweis für das schmerzliche Vermissen des Anderen. Diesen ´Beweis´ vernichtet das lyrI,
    in dem es alle Tränen selbst trinkt. Was bleibt, ist nur noch die Wasserhaut. eine Hülle, Oberflächlichkeit...nichts regt sich mehr im Inneren...

    hups! ich glaube, du bist die/der Erste, der mich freiwillig zu einer Interpretation verleiten konnte, und das gerne

    bleib blos weg von mir !

    lieber gruss

    Schatti
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  10. #10
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    Liebe Fluggefährtin!

    Dieses Gedicht hat mich lange beschäftigt.
    Ich weiß nicht, wie oft ich es gelesen habe, jedes Wort, langsamer und immer wieder von vorne.
    Und allmählich habe ich auch eine Ahnung, worum es geht.

    Vom Trinken wird erzählt, genauer gesagt vom Leertrinken, denn zum Schluss bleibt nichts mehr ("kein Wellenring"), noch nicht einmal Tränen.
    Wasser ist etwas Lebensnotwendiges - wie die Luft zum Atmen, ohne es geht nichts.
    Bei der "enthäuteten Ahnung" bin ich mir noch etwas unsicher.
    "Enthäutet" - sie hat ihren Schutz verloren, die Ahnung ist viel mehr zur nackten Tatsache geworden.

    Und je länger ich mir dein Gedicht anschaue, desto stärker drängt sich mir ein bestimmtes Bild, genauer gesagt ein Zustand auf: die Luft ist draußen.
    Da ist nichts mehr und man sieht das Leben plötzlich schrecklich kalt und nackt mit einer seltsamen Gewissheit, die fast schon wieder Ruhe in sich trägt.
    Und da bleibt auch nichts, kein Gefühl hat da Platz, weil es, weil alles leer ist.

    Das ist meiner Meinung nach mit Abstand das beste deiner "neuen" Gedichte (ich zähle hier ab Leichtsinn).
    Erschreckend klar, fast schonungslos und ich glaube, fast jeder kann sich mit diesem "Gefühl", das keines ist, ein Stück weit identifizieren.

    Danke dafür.

    Mit liebsten Grüßen
    Anja
    The doctor says, I´ll be alright
    but I´m feelin blue
    Tom Waits

  11. #11
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    liebe Anja,
    von dir lesen zu können, dass dieses Werk ´mit Abstand das beste meiner "neuen" Gedichte´ ist, stellt für mich ein Riesenkompliment dar,
    vor allem, da ich weiss, wie schonungslos deine Kritiken ausfallen können

    was mich jedoch verwundert, dass du hier an `Wassertrinken´ denkst.
    Wäre in dem Glas Wasser, bekäme das Gedicht einen völlig anderen Sinn.
    Das lyrI trinkt, und nimmt sich damit nicht das, was für seine Existenz lebensnotwendig ist,
    sondern das, was ihm zuvor den Atem raubte. (s.u.)

    Und da bleibt auch nichts, kein Gefühl hat da Platz, weil es, weil alles leer ist.
    doch, denn das Glas ist leer - es ist also in ihm neuer Raum entstanden.

    hmmm, ich frag mich grade, ob das wirklich so unverständlich geschrieben ist (?)

    du wirst es mich sicher wissen lassen...

    bis dahin - und dorthin

    + hlGruss

    Judith
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  12. #12
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    Liebe Judith!

    Falls du denkst, ich hätte die Antwort auf dieses Gedicht vergessen, dann irrst du dich zum Glück.
    Ich habe mir bewusst Zeit gelassen damit, denn meiner Meinung nach bringt es im Hinblick auf manche Gedichte wenig, sich unter zeitlichen Druck zu setzen, und dieses ist wohl eindeutig eins von ihnen.
    Damit du aber nicht allzu lange warten musst, wollte ich der Antwort spätestens meinen 1000. Beitrag widmen - er gehört dir.

    Vielleicht sollte ich am besten mit der Erklärung der Leere anfangen.
    Und da bleibt auch nichts, kein Gefühl hat da Platz, weil es, weil alles leer ist.
    doch, denn das Glas ist leer - es ist also in ihm neuer Raum entstanden.
    Ich differenziere zwischen der räumlichen Leere und der "seelischen", um es jetzt etwas vereinfacht auszudrücken.
    Natürlich ist es logisch, dass in einem Glas Platz ist, wenn es leer - ausgetrunken - ist.
    Aber im Gefühl der Leere, das Gefühl von Nichts, da ist kein Raum für irgendetwas, weil man einfach nichts fühlt.
    Innerliche Leere verbinde ich fast mit einer Art Völlegefühl - das Nichts hat etwas Körperliches, das einen genauso ausfüllen kann wie Glück, Freude, Trauer etc.
    Das mag sehr subjektiv sein, und vielleicht nicht für jeden ganz nachvollziehbar, aber vielleicht bekommst du dann eine Ahnung davon, warum ich die Leere in diesem Gedicht so verstehe.

    was mich jedoch verwundert, dass du hier an `Wassertrinken´ denkst.
    Wäre in dem Glas Wasser, bekäme das Gedicht einen völlig anderen Sinn.
    Bekommt denn nicht jedes Gedicht durch jeden Leser einen anderen Sinn?
    Mich hat die Wasserhaut irritiert - Wasserhaut kann es doch nur auf Wasser geben.

    Das lyrI trinkt, und nimmt sich damit nicht das, was für seine Existenz lebensnotwendig ist,
    sondern das, was ihm zuvor den Atem raubte. (s.u.)
    Das ist wohl der Knackpunkt des ganzen - und der Teil deiner Antwort, der sich bei mir erstmal setzen musste.
    Das lyr. Ich nimmt die "enthäutete Ahnung" (erkannte Gewissheit) in sich auf?
    Tränenglas als Zeichen der Trauer, des Schmerzes, etwas spezifischer vielleicht auch Abschied?
    Und doch scheinen alle diese Gefühle zum Schluss hin eleminiert worden zu sein, und zwar vom lyr. Ich selbst. Solange hat es die Gewissheit in sich aufgenommen, bis es keine Regung ("kein Wellenring") auch auf der Oberfläche mehr verspürt.

    Etwas distanzierter betrachte, ist es wohl so eine Art Schlussstrich, jedenfalls halten deine Bilder etwas Endgültiges inne.
    Sogesehen wird auch das "schmalgesichtig" klar - Bitterkeit, Trauer und schmerzliche Gewissheit, dass etwas niemals wieder sein wird, und es daher am besten ist, es auch innerlich zu beenden.
    An dieser Stelle laden mich deine Zeilen wieder zu neuen Assoziationen ein, ich könnte jetzt noch einiges mehr schreiben (was aber zu persönlich werden würde), aber ich denke (bzw. hoffe zumindest), dass ich den Grundgedanken des Gedichtes nun auch in deinem Sinne verstanden habe.
    Und selbst, wenn es nicht so ist, hat es doch nun ganz andere, neue Bilder erhalten - nicht weniger faszinierende als die ersten.

    Eben ganz kaleidoskopisch.


    Mit allerliebsten (und auch ein wenig erleichterten) Grüßen
    Anja
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  13. #13
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    liebe Anja,

    natürlich bin ich nicht davon ausgegangen, dass du vergessen hast,
    mir zu antworten, ist es mir ja selbst nicht ganz fremd, mit Reaktionen so lange zu warten, bis sie mir entsprechend erscheinen.

    Dass es mir nicht absolut darauf ankommt,
    eigene Werke vom Leser in meinem Sinne verstanden zu wissen, dürfte dir auch klar sein
    Bei diesem hier ist es zudem noch so, dass ich selbst noch Vieles darin nicht ergründet habe. Gerade darum begrüsse ich die Gedanken besonders, die dazu von ´aussen´ kommen - so scheint es mir manchmal, als würde ein Gedicht sich ´verformen´ und Gestalt annehmen können. Das ist spannend.

    Innerliche Leere verbinde ich fast mit einer Art Völlegefühl - das Nichts hat etwas Körperliches, das einen genauso ausfüllen kann wie Glück, Freude, Trauer etc.
    auch wenn dieses Empfinden sehr subjektiv sein mag, kann ich es vollkommen begreifen und auch als wahr für mich annehmen - das trifft absolut meinen Nerv. Ich denke, ich werde dich doch noch engagieren, um meine eigenen Texte für mich verständlicher zu machen ...

    damit wäre ja dann alles gesagt (?)

    hzl. Grüsse aus dem südlichen Flugschatten
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