Thema: Gefallen

  1. #1
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    Gefallen

    Bin gefallen, - doch wofür?
    Für mein Volk, mein Vaterland?
    Oder den Heldentod ich fand?

    Kann sein, ich habe mich geirrt,
    war durch die Reden so verwirrt,
    das ich getötet andrer Kinder Väter?
    Auch wenn’s befohlen, - bleib ich allein der Täter!

    Was bringt den Menschen nur dazu mit Blut die Hände zu besuhlen?
    Um des Andren Hab und Gut zu buhlen.
    Selbst wenn der Glaube mich geleitet,
    die Hand zum letzten Schlag zu heben,
    ist niemand hier der mich begleitet,
    mir Schuld und Buße abzunehmen.

    Wann ist’s gescheh’n? In welchem Krieg?
    Versuch mich in Erinnerung zu wiegen.
    Seh’, während ich durch Zeiten flieg,
    gestorben bin in tausend Kriegen.

    Weiß nicht, was mich erwartet nun,
    weiß nicht ob’s Recht ob Unrecht war.
    Weiß nur, ich bräucht’s nie wieder tun,
    wär’ Aug’ und Herz der Menschen klar.
    Geändert von Berger (13.10.2006 um 12:31 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Berger,

    ohne auf den Inhalt einzugehen (bei Kriegsinhalten tu ich mich immer schwer),
    interessiert mich, warum die Form deines Textes so wie er jetzt ist, gewählt hast, er sieht aus wie ein Schuh.

    Anhand deiner Wortwahl denke ich, dass du kein Anfänger bist.
    Das Gedicht liest sich gut, noch besser wäre eine Abschnittseinteileung, so etwa

    Bin gefallen, - doch wofür?
    Für mein Volk, mein Vaterland?
    Oder den Heldentod ich fand?
    Kann sein, ich habe mich geirrt,
    war durch die Reden so verwirrt,
    das ich getötet andrer Kinder Väter?

    Auch wenn’s befohlen, -
    bleib ich allein der Täter!
    Was bringt den Menschen nur dazu
    mit Blut die Hände zu besuhlen?
    Um des Andren Hab und Gut zu buhlen?

    Selbst wenn der Glaube mich geleitet,
    die Hand zum letzten Schlag zu heben,
    ist niemand hier der mich begleitet,
    mir Schuld und Buße abzunehmen.

    Wann ist’s gescheh’n? In welchem Krieg?
    Versuch mich in Erinnerung zu wiegen.
    Seh’, während ich durch Zeiten flieg,
    gestorben bin in tausend Kriegen.

    Weiß nicht, was mich erwartet nun,
    weiß nicht ob’s Recht, ob Unrecht war.
    Weiß nur, ich bräucht’s nie wieder tun,
    wär’ Aug’ und Herz der Menschen klar.


    Habe auch in S3 Z2 die Worte mich in eingefügt, so liest es sich runder.

    Mit Gruß,
    Katzi
    Geändert von Chavali (13.10.2006 um 11:36 Uhr) Grund: Schreibfehler
    Nickänderung: supikatzi wurde zu Chavali


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  3. #3
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    Thumbs up Danke

    Danke für Deine Reaktion.

    Das Thema Krieg war für mich auch nie Grundlage eines Gedichtes, allein die Bitte der Dorfgemeinschaft, einen Beitrag zum Volkstrauertag zu geben hat mich dazu bewegt.

    Anfänger, nein, da hast Du Recht, das bin ich nicht. In meinen Schubladen liegen Seitenweise Verse und Gedicht in nachdenklicher und unterhaltender Art, sowie einer Menge gefühlvoller Kurzgeschichten, die zu Weihnachtsveranstaltungen zum Vortrag kamen.

    Eine Gliederung, wie sie von Dir vorgeschlagen, ist natürlich durchaus in Ordnung und die Einfügung der Worte "mich in" kann ich nur gutheißen, allerdings würde ich die Stelle S1 und S2 nicht in dieser Form trennen, weil ein unmittelbarer Zusammenhang der letzten 3 und ersten 2 Zeilen verloren geht.

    MfG
    Berger

  4. #4
    zuckerschnäuzchen ist offline DroElfteEdeLyrikProstiStuTante
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    supikatz ich find eher das das gedicht aussieht wie ein rollender panzer, zufall?

    ich möchte auch mal gucken
    im großen und ganzen gebe supikatz recht, die worte sind gewählt, allerdings klingen sie an manchen worten etwas gewollt und satzverdreht, daran sollte man arbeiten können denke ich

    ich drück dir das mal in fettschrift auf die nase was ich meine ^^

    Bin gefallen, - doch wofür?
    Für mein Volk, mein Vaterland?
    Oder den Heldentod ich fand?

    Kann sein, ich habe mich geirrt,
    war durch die Reden so verwirrt,
    das ich getötet andrer Kinder Väter? obwohls doch passend scheint
    Auch wenn’s befohlen, - bleib ich allein der Täter!

    Was bringt den Menschen nur dazu mit Blut die Hände zu besuhlen? (Kanonenrohr?)
    Um des Andren Hab und Gut zu buhlen.
    Selbst wenn der Glaube mich geleitet,
    die Hand zum letzten Schlag zu heben,
    ist niemand hier der mich begleitet,
    mir Schuld und Buße abzunehmen.

    Wann ist’s gescheh’n? In welchem Krieg?
    Versuch mich in Erinnerung zu wiegen.
    Seh’, während ich durch Zeiten flieg,
    gestorben bin in tausend Kriegen.

    Weiß nicht, was mich erwartet nun,
    weiß nicht ob’s Recht ob Unrecht war.
    Weiß nur, ich bräucht’s nie wieder tun,
    wär’ Aug’ und Herz der Menschen klar.


    eine schöne erkenntnis
    nur leider wie so oft kommt diese zu spät, geschehenes ist nicht rückgängig zu machen, kinder haben ihre väter verloren, väter ihre söhne, lyr.ich weiß das es fehler gemacht hat und litt in der damaligen zeit tausend tode

    die schlusserkenntnis finde ich schlüssig und gut gewählt, man tat etwas und hinterfragt sich, war es recht, war es falsch? war es im sinne von gott? denn das lese ich heraus, die angst vor gott gerichtet zu werden für die eigenen fehltaten, aber man ist sich auch bewusst das man nicht die alleinige schuld trägt, es liegt am menschen selbst ob er früher oder später für fehler gerade stehen möchte, er bräuchte sie nur nicht machen
    ich muss aber sagen das ich denke das dieses ziel leider unmöglich ist, dafür bräuchte man ein einheitsdenken und die menschliche individuität behält sich vor für sich zu entscheiden oder blind zu folgen

    ein schönes freies gedicht, ausbaufähig, aber gerne gelesen
    glg pringles
    Oh,was das Verzeichnerisches?

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  5. #5
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    Zitat Zitat von pringles
    supikatz ich find eher das das gedicht aussieht wie ein rollender panzer, zufall?
    glg pringles
    Berger hat es ein wenig verändert, pringles

    Gruß an dich
    Nickänderung: supikatzi wurde zu Chavali


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  6. #6
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    tja, auf der welt passieren schon immer solche dinge, die man nicht verstehen muß.
    wenn alle menschen ein bisschen mehr mit herz und verstand handeln würden, gäbe es keine attentäter, keine gefängnisse voll von tätern, die morden, vergewaltigen, quälen, oder anderes...
    was muß noch alles geschehen, daß die menschheit das begreift.-.
    der mensch ist das schlimmste tier

  7. #7
    zuckerschnäuzchen ist offline DroElfteEdeLyrikProstiStuTante
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    Zitat Zitat von supikatzi
    Berger hat es ein wenig verändert, pringles

    Gruß an dich
    und ich hatte mich schon gewundert ^^
    glg auch an dich
    Oh,was das Verzeichnerisches?

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  8. #8
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    Hallo supikatzi und pringels,

    hätte nicht gedacht das es jemandem auffällt, aber ich habe das Erscheiningsbild vom Militärstiefel versucht in einen stilisierten Panzer umzuformen.
    Aber das ist ja das gute an diesem Forum. Hier "trifft" man wirklich interessierte und hilfreiche Mitlyriker.

    lg... Berger
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    Liebe, Verzweiflung, Hoffnung und Humor heißen meine Musen.

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