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  1. #1
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    herbstgewitterhimmelblau

    Könnt ich ein letztes Mal darin ertrinken,
    in deinem herbstgewitterhimmelblauen Blick.
    Und ziehst du dich dann wieder still zurück...
    Es ist zu spät, in Träumen zu versinken

    So lang ist's her, dass ich den Blick erkannte.
    Die Fragen liegen heute auf der Hand:
    Ich liebte dich in meinem Unverstand...
    Was war es bloss, dass ich an dir verbrannte?

    Und träum ich heute, dass ich bei dir liege,
    komm ich dir doch dabei nicht allzu nah -
    warst du doch meist weit weg und selten da.
    Noch rätsle ich, was echt war und was Lüge...
    Geändert von yarasa (13.10.2006 um 22:51 Uhr)
    Saitenweise Ideen
    aber vielleicht leckt das Gehirn so sehr, dass ich auch mal wieder dichtend unterwegs sein werde

    Eine Art Grundsatzpapier zu meinen Kritiken
    yarasas Fingerübungen

    Die Frederick-Maus hat mich schon als Kind nachhaltig verdorben. Von da an wollte ich Dichterin sein.

  2. #2
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    Könnt ich ein letztes Mal darin ertrinken
    In deinem herbstgewitterhimmelblauen Blick
    Und ziehst du dich dann wieder still zurück...
    Es ist zu spät, in Träumen zu versinken
    XxXxxXXxxXx
    xXxXxXxXxXxX
    xXxXxXxXxX
    xXxXxXxXxXx

    So lang ist's her, dass ich den Blick erkannte
    Die Fragen liegen heute auf der Hand
    Ich liebte dich in meinem Unverstand
    Was war es bloss, dass ich an dir verbrannte?
    XxXxXxxXxXx
    xXxXxXxXxX
    XxxXxXxXxX
    xXxXxXxXxXx

    Und träum ich heute, dass ich bei dir liege
    Komm ich dir doch dabei nicht allzu nah
    Warst du doch meist weit weg und selten da
    Noch rätsle ich, was echt war und was Lüge
    xXxXxXxXxXx
    xXxXxXxXxx
    XxXxXXxxXXx

    puhh - ich hab das bestimmt verkehrt gemacht...
    Hallo yarasa, mich reizte jetzt die Ixserei
    Vielleicht sagt mir einer, ob ich es richtig gemacht habe...

    Zum Inhalt:
    Das LI hängt gedankenversunken Träumen nach, die sie mit dem geliebten LD verbindet.
    Es fragt sich, was diese Liebe hat bestehen lassen einige Zeit lang.
    Und es versucht zu ergründen, was diese Liebe ausgemacht hat - bestand sie doch meist in der Ferne.
    Dadurch kommen Zweifel auf an der Echtheit der Beziehung.

    Liebe yarasa,
    auch wenn ich meilenweit daneben liege, es hat Spaß gemacht zu kommentieren.

    Lieben Gruß,
    Katzi
    Nickänderung: supikatzi wurde zu Chavali


    ~WÖRTERWUNDERTÜTE~

    Werkeverzeichnis (unvollständig - ruft nach Aktualisierung): Katzenspuren

    ©
    auf alle meine Texte!

  3. #3
    Falderwald Guest
    Liebe yarasa,

    ich versuch mich auch mal, denn ich glaube, das unsere Katzi nicht ganz richtig gext hat:

    Könnt ich ein letztes Mal darin ertrinken,
    in deinem herbstgewitterhimmelblauen Blick.
    Und ziehst du dich dann wieder still zurück...
    Es ist zu spät, in Träumen zu versinken

    xXxXxXxXxXx
    xXxXxXxXxXxX
    xXxXxXxXxX
    xXxXxXxXxXx


    So lang ist's her, dass ich den Blick erkannte.
    Die Fragen liegen heute auf der Hand:
    Ich liebte dich in meinem Unverstand...
    Was war es bloss, dass ich an dir verbrannte?

    xXxXxXxXxXx
    xXxXxXxXxX
    xXxXxXxXxX
    xXxXxXxXxXx


    Und träum ich heute, dass ich bei dir liege,
    komm ich dir doch dabei nicht allzu nah -
    warst du doch meist weit weg und selten da.
    Noch rätsle ich, was echt war und was Lüge...

    xXxXxXxXxXx
    xXxXXxXxXx
    xXxXxXxXxX (mit Wohlwollen)
    xXxXxXxXxXx


    Nun ich denke, so sieht es aus. Allerdings muß man sich m. E. in S3 Z3 die Metrik etwas gezwungen schön lesen, denn da ist die einzige Stelle, über die ich doch ein wenig aufgrund der seltsamen Wortstellung gestolpert bin.
    Es würde sich m .E. besser anhören bzw. lesen wenn du schriebst: warst du doch meistens weg und selten da.

    Könnt ich ein letztes Mal darin ertrinken,
    in deinem herbstgewitterhimmelblauen Blick.
    Und ziehst du dich dann wieder still zurück...
    Es ist zu spät, in Träumen zu versinken

    LI hat wohl den Wunsch noch ein einziges Mal in die schönen Augen eines verflossenen LD's zu blicken. Doch dafür scheint es halt zu spät zu sein, dieser Wunsch wird wohl nicht mehr wahr.

    So lang ist's her, dass ich den Blick erkannte.
    Die Fragen liegen heute auf der Hand:
    Ich liebte dich in meinem Unverstand...
    Was war es bloss, dass ich an dir verbrannte?

    Vor langer Zeit war dieser Blick in die Augen des LD's noch erfüllend und glücksbringend. Doch heute fragt sie ( ich gehe mal bei LI von einer sie aus) sich, wie sie sich nur hat an LD verlieren können. Das scheint aus derzeitiger Sicht kaum mehr nachvollziehbar.

    Und träum ich heute, dass ich bei dir liege,
    komm ich dir doch dabei nicht allzu nah -
    warst du doch meist weit weg und selten da.
    Noch rätsle ich, was echt war und was Lüge...

    Und wenn heute noch einmal Träume an die einst vertraute Zweisamkeit aufkommen, dann kann sie das nicht mehr nachvollziehen, sie bleibt auf Distanz zu ihm. Und zwar weil er vielleicht körperlich, aber selten nur seelisch anwesend war. Und hinter allen seinen einstigen Liebesbekundungen steht inzwischen ein dickes Fragezeichen.

    Es könnte sich hier z. B. um einen Rückblick auf eine ehemalige Liebesbeziehung handeln, in der LI die Geliebte eines verheirateten Mannes gewesen ist, der ihr alles versprochen und nichts gehalten hat.

    Ein schönes Gedicht, nicht sehr verschlüsselt, aber relativ gut umgesetzt in netten Bildern.

    Gerne gelesen und kommentiert.

    Liebe Grüße

    Bis bald

    Falderwald

  4. #4
    Taurus ist offline L' Héautontimorouménos
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    Hallo yarasa

    ich wollte dir unbedingt auf dises Gedicht antworten, weil ich es auserordentlich interessant fand nach dem ersten Lesen.

    Also die metrikanalyse will ich mal sein lassen, weil ich ehrlich gesagt sie etwas schwerfällig finde (was nicht heißen soll das es falsch ist, sondern dass ich es sogar passend finde zu dem text)

    Auf eine Interpretation will ich auch nicht näher eingehen, da ich den Text, vom inhalt her recht, klar finde und ich es deshalb für zeitverschwendung halte etwas, was schon gut und verständlich formuliert ist, nochmals zu wiederholen. (<- Fauler Sack)

    Könnt ich ein letztes Mal darin ertrinken,
    in deinem herbstgewitterhimmelblauen Blick.
    Finde ich fast schon genial. Zumindest beim ersten Lesen. Möchte aber daran erinnern, das ein Gewitter immer mit schwarz/grauen Wolken einher geht, und deshalb eine falsche Assosation aufkommen kann
    Aber ich glaube zu verstehen was du meinst, weil mir dieser Blick (gottseidank) vertraut ist...pardon.. war.

    Und ziehst du dich dann wieder still zurück...
    Passt nicht in den Inhalt der ersten Strophe rein, weil der erste und der Letzte Vers dem Leser ein "versinken" vermitteln wollen, und dabei der zweite Vers als "Hilfe" gedacht ist, um ihm zu verstehen zu geben, worin das lyr. Ich versinkt.
    Plötzlich erscheint ein fast zusammenhangloses
    Und ziehst du dich dann wieder still zurück...
    Und dann gehts grad weiter mit der "versinken" Nummer.
    Wenn du schon so provozierend "Und" schreibst, dann erwartet der Leser ein "dann". Sonst fehlt einfach irgendetwas. Dieses "dann" fehlt, und deshlab klingt es ein wenig zwischen die Verse gequetscht.

    Mehrere Logikfehler in der zweiten Strophe!

    So lang ist's her, dass ich den Blick erkannte.
    Das "So lang" klingt wie eine Schlußvolgerung. Diese Konotation erfolgt durch die verschiebung des "so" zum anfang des Satzes. Eigentlich woltest du ja "Es ist so lang her, das ich den Blick erkannte" sagen. So klingt es (zumindest nach meiner Meinung) nicht.
    Deine Variante passt irgendwie nicht zum Inhalt der ersten Strophe. Das meine ich so:
    Zu "solang ist's her" müsste vorher eine Zeitbeschreibung kommen die dem Leser klar macht, wie lang es den nun her ist.
    Z.B.:

    Wir haben uns bestimmt drei Jahre lang nicht mehr gesehen...
    So lang ist's her, dass ich den Blick erkannte.


    Der Plural Fragen ist hier ein wenig falsch am Platz. Denn ich erwarte bei fragen nun mal als Leser mindestens zwei Fragen, aber es kommt nur eine!
    Da ist man ein wenig verdutzt.

    Strophe 3 würde ich nicht mit "Und" anfangen da eine Frage die zweite S. abgeschlossen hat. "und" passt besser zum fortführen einer Aussage.
    Vllt wäre "Nun" oder "jetzt" passender. Selbstverständlich hast du versucht eine Elipse zu erzeugen. (Man müsste das "wenn" einfügen um auf den Beabsichten Sinn zu kommen)
    Aber da dieses wenn bei der vorhandenen Satzkonstruktion nicht notwendig ist, könnte man es falsch verstehen, deshalb empfehle ich den Satz zu ändern.

    warst du doch meist weit weg und selten da.
    Noch rätsle ich, was echt war und was Lüge...


    Ein relativ schwacher Abschluß für einen so guten Anfang.
    Z.3.S.3. finde ich komisch , da es sich wie eine Begründung anhört für Zeile zwei (in der dritten Strophe). Ist es aber nicht so gemeint, gell? Sonst ergäbe es recht wenig Sinn.

    Noch rätsle ich, was echt war und was Lüge...
    Komisch. Klingt nicht wirklich. Ich denke mir persönlich fehlt hier der konsenshafte Schluß der einen größeren Zusammenhang hat zu dem Vorhergesagten.

    Sry, dass ich ich mal wieder mehr zu meckern habe, als zu loben :'(
    Aber ich musste mich hier jetzt veröffentlichen da ich beim ersten Lesen einen recht possitiven eindruck hatte, aber trotzem ein gefühl, dass noch nicht wirklich alles picobello sauber ist.

    Naja, wie dem auch sei: Ich ahbe mich gefreut dieses werk zu noch so später Stunde vorzufinden

    lg
    dein immersturer Stier
    Geändert von Taurus (14.10.2006 um 03:46 Uhr)
    ..........(___)...............................Im Moment ist mir aber diese Masse von Dichtern zuwider,
    ...........|Oo|...............................die weder Innovatives noch Attraktives produziert
    .... /```` OO)...Tauri are fine!........und wo sich hinter jedem Satz ein
    .../ |____-- ................................"Was mach ich hier eigentlich?" versteckt.
    .*...L....L....................................-AiAiAwa-

  5. #5
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    Liebe yarasa,

    da ich ja nun (etwas priveligierter) weiß, wann du dieses traurig-schöne Gedicht geschrieben hast, psst, verrate nix, bin ich umso erstaunter über seine hohe dichterische Qualität, obwohl ich dem guten Taurus hinsichtlich seines Einwands, S1-Z3 betreffend, insofern beipflichten muss, als auch ich an dieser Stelle ein wenig stutzte. Da du im Konjunktiv beginnst und in Z3 diesen abrupt verlässt, entsteht der Eindruck einer leichten Inhomogenität. Vielleicht könnte man es wie folgt umgehen:

    Könnt ich ein letztes Mal darin ertrinken,
    in deinem herbstgewitterhimmelblauen Blick,
    Und ziehst du dich dann wieder still zurück...
    ich gäbe viel darum, doch führt kein Weg zurück
    Es ist zu spät, in Träumen zu versinken

    Eine grundsolide yarasa, die offensichtlich schon sehr früh mit dem gehobenen Reim tanzte, und zwar erstaunlich gut.

    Liebe Grüße
    crux

  6. #6
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    herbstgewitterhimmelblau

    Liebe yarasa,
    crux hat es auf Reime bezogen - ich auf die Poetin yarasa - ein grundsolides yarasaGedicht, das hinterfragt. Dennoch bin ich ganz sicher, dass eine eindeutige Antwort nicht erwartet wird, das Denken darin macht das Gedicht aus.
    Eine Liebe, die nicht mehr ist aber auch nicht mit "Fluch und Zorn" beendet wurde, behält immer den Zauber der Fragen und der Gültigkeit zu ihrer Zeit.
    Sie bleibt erhalten, im Gedicht und in Erinnerungen - eigentlich schön
    Liebe Grüße
    Dana
    Die Seele ist kein Wasser, dessen Tiefe gemessen werden kann. (ind. Sprichwort)

    - Ich bin umgezogen. Meine neue Zuhause-Seite ist in meinem Profil zu finden -

  7. #7
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    Herbstgewitterblau????

    Hallo Yarasa!

    Auf solch ein Wort muss man erst mal kommen. Irgendwie seh ich da eher ein Veilchen blühen, und zwar ein ganz dickes. Hat wohl wieder ein Donnerwetter gegeben und das lyr.Ich muss an die verabreichten Schläge lange noch denken. Und diese furchtbaren Albträume, die es plagen, schrecklich. Der Unverstand soll wahrscheinlich bedeuten, dass das LI die rosarote Brille aufhatte und gar nichts geschnallt hatte, erst an dem Tag wo Veilchen blühen.

    Ich hoffe diesesmal, dass ich falsch liege mit meiner Interpretation. Ich hoffe nämlich, dass du dem lyr. Du eine verpasst hast....

    Grüße aus Potsdam
    (Du wärest nicht der Strassenreimer,
    wenn am Ende noch ein Vogelzwitschern zu hören gewesen wäre,
    eher hätte dir der fliegende Freund auf den Kopf gemacht.) Tessa

    Stolpersteine (alles aus Reimerhand)

  8. #8
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    Hallo ihr lieben alle

    Da muss ich doch gleich hinten anfangen:

    @Strassenreimer
    Ein Veilchen? Ach Gott, nein, keine Veilchen - nur seltsam dunkelblaugraue Augen. Ich hatte schon immer eine Schwäche dafür, die Augenfarben 'meiner' Männer möglichst genau in Worte zu fassen - und da kommt ganz erstaunliches raus, eben auch herbstgewitterhimmelblau; oder auch Herbstmoos und ähnliches...
    Und der Unverstand ist auch nicht gewatltätig, nur eben so dumm und rosarotblind, wie das nur das Verliebtsein sein kann...

    @Dana
    Und wie lange diese lieben Gedanken anhalten... *lächel*
    Der Text ist ca. 14 Jahre alt - einfach mal eingestellt zum Schauen, was da für Reaktionen kommen. Aber ja, in Liebe - und ein wenig unverständnis zurückblicken und staunen: Wie konnte ich...

    @crux
    Die bekrittelte Stelle - nunja, es geht ja auch in diesem Gedicht um den ständigen (seelischen) Rückzug des Lyr. Du. Daher hadere ich noch etwas mit deinem Vorschlag, weil ihm etwas fehlt, das mir wichtig war in der Aussage,
    aber

    @Taurus
    da du ja auch einiges zu bemängeln hast (das habe ich natürlich auch, nach dieser langen Zeit), muss ich wohl eine komplete Überarbeitung ins Auge fassen. Denn einfach ein wenig an diesem Gedicht kitten will ich nicht, dazu ist es zu sehr auch Zeitdokument.
    Aber ich werde mich noch einmal möglichst unvoreingenommen daran setzen und eure Vorschläge und Kritikpunkte (auch den von Faldi) aufnehmen.

    Eine Bemerkung noch zum so lang... Für mein Sprachgefühl ist es eigentlich nur der Ausdruck einer sehr langen, im Rückblick 'unfassbaren' Zeit - und daher muss dort auch keine genauere Zeitangabe hin. Aber wer weiss, vielleicht ist eine Umstellung doch besser.
    Zum die Fragen liegen heute auf der Hand:
    Es stellen sich dem Lyr. Ich natürlich sehr viele verschiedene Fragen, die, wie Dana richtig gelesen hat, gar nicht beantworten werden können (wohl auch nicht sollen), sondern die einfach das Schwebende der Beziehung tragen.
    Die abschliessende Frage dieser Strophe ist dann eine Art Quintessenz...
    Übrigens steht ja am Schluss des Gedichts noch einmal eine Frage, was sogar grammatikalisch die Mehrzahl rechtfertigen würde.
    Da du aber den Schluss nicht magst, naja...

    @Faldi und Katzi
    Vielen Dank für die x-erei und die Interpretation. Dies ist eine durchaus plausible Leseart, auch wenn nicht für jede unklare, nicht greifbare Beziehung eine 'Drittperson' verantwortlich ist

    LG
    yarasa
    Saitenweise Ideen
    aber vielleicht leckt das Gehirn so sehr, dass ich auch mal wieder dichtend unterwegs sein werde

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  9. #9
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    Sorry!

    Mein Kommentar war auch eher als Nonsens zu verstehen mit einem großen Augenzwinkern.

    'meiner' Männer
    meine Güte, da tun sich jetzt aber Sachen auf, da fehlen einem doch glatt die Worte. Wieviele brauchst du denn? Jetzt lass sie aber nicht warten und gute Nacht!
    (Du wärest nicht der Strassenreimer,
    wenn am Ende noch ein Vogelzwitschern zu hören gewesen wäre,
    eher hätte dir der fliegende Freund auf den Kopf gemacht.) Tessa

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  10. #10
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    oh - ich bin seriell monogam
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    aber vielleicht leckt das Gehirn so sehr, dass ich auch mal wieder dichtend unterwegs sein werde

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  11. #11
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    was soll man zu einem meisterlichen gedicht noch sagen ausser meisterwerk??
    also auf mich wirkt es auch ( man merke sich das wörtchen "wirkt" ) äusserst stimmig, sehr schönes fealing beim lesen...etwas zwischen nachdenklich und traurig, dabei aber doch sehr aufgeklärt ( echt toll geraten ) und wirklich schönen worten wie deinem herbstgewitterhimmelblau

    wirklich sehr sehr gern gelesen.

    da ich aber dennoch fast nie ohne kritik verschwinde, möchte ich auch hier etwas loswerden. in deiner 2. strophe letzte zeile, schreibst du " was war es blos, dass ich an dir verbrannte?" . was WIRKTE blos, fänd ich irgendwie runder von der sinnigkeit her. deine ausführung hat mich beim ersten lesen gedanklich etwas aus der bahn geworfen, da man erstmal dahinter kommen muss, dass es etwas war, was wirkt und wenn man dahinter gekommen ist, muss man ja noch nachdenken was es ist. also für mich ein schritt zu viel, da du sonst doch sehr direkt schreibst in diesem werk

    lieben gruss und danke für die inspirationen
    Geändert von heimlicheFeder (14.10.2006 um 22:07 Uhr)
    wissen zerstört... denken befreit

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  12. #12
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    Hallo heimliche Feder

    Danke, dass du die Stimmung in diesem Gedicht einfach als solche nimmst - denn die Semantischen Zweifel, die Taurus anmerkte, sind durchaus legitim.

    Zu deinem Vorschlag:
    Ich verstehe dein missbehagen dieser Zeile gegenüber, aber deine Lösung empfinde ich nicht als stimmiger.
    Aber: Da ich den Text wohl eh komplett neu überarbeite, wird sich auch dort eine Lösung finden...

    LG
    yarasa
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  13. #13
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    Hallo yarasa,

    wieder mal ein echter Hingucker, den du uns hier beschert hast. Allerdings ist mir aufgefallen, dass du aufgrund der relativ langen Zeilen auch ziemlich viele Füllwörter verwendest/verwenden musst, um der Metrik Genüge zu tun. Besonders in der dritten Strophe ist das der Fall, wie ich finde. Aber das ist nur ein klitzekleiner Schönheitsfehler, der den sonst so positiven Gesamteindruck nicht wirklich schmälern kann. Ein typisches Yarasa-Gedicht in deiner so eigenen und wunderbaren Sprache geschrieben.

    Sehr gern gelesen.

    Viele Grüße

    Thomas
    "Man schreibt nicht, was man schreiben möchte, sondern was man zu schreiben fähig ist."
    Jorge Luis Borges


    Mein Wiedereinstiegsgedicht nach all der Zeit: So ist mein Herz ein dunkler Teich

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    Freiwillige Selbstverpflichtung 3:1

    Und hier noch auf Wunsch von Nachteule etwas von ihm (als Dank für die Hilfe im Mod-Faden): Nachteule

  14. #14
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    Liebe Yarasa,

    für mich liest sich dein Gedicht flüssig. Noch flüssiger fällt der Inhalt aus, 1:1 meine Situation, leider noch immer....
    Ich danke für diese wahren Worte, besser könnte man es nicht beschreiben!
    Ganz Liebe Grüße,
    Stafilia

  15. #15
    zuckerschnäuzchen ist offline DroElfteEdeLyrikProstiStuTante
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    Herbstgewitterhimmelblau

    augenscheinlich ein okkassionalismus welcher sich aus mehreren worten zusammensetzt, in anbetracht auf naturbezogenes wäre es gleichzustellen mit dem himmelsgrau

    als neologismus ist er dennoch schlüssig da du dich ja auf die augenfarbe deiner männer beziehst wie du sagst, das war mir gar nicht aufgefallen, ich dachte du redest von einem naturereignis oder so da ich nur das wort oberflächlich betrachtet hatte
    die wortneuschöpfung in dem sinne ist dir gut gelungen, ich nahm an es wäre ein okkassionalismus und kein neologismus, in dem bezug habe ich das wort wirklich noch nicht gehört und muss sagen, eine schöne neuschöpfung
    glg pringles
    Oh,was das Verzeichnerisches?

    Für angehende Dichter und Kritiker Erste Schritte von Levampyre

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