1. #1
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    geronnenes Mondblut

    Ein dezenter Hauch von Angst
    Umschließt den schwachen Geist
    In den vereinsamten Gedanken
    Zwischen den kleinen Schnitten

    Das Netz gesponnen aus Scham
    Verfängt sich in der Dunkelheit
    Gegen den verletzlichen Willen
    Von brechenden Seelensplittern

    Und im geronnenen Monatsblut
    Spiegelt sich der kalte Vollmond
    Vielleicht zur letzten Dekade
    In diesem verwahrlosten Leben
    Um durch die Welt zu kommen, ist es zweckmäßig, einen großen Vorrat von Vorsicht und Nachsicht mitzunehmen.

    Arthur Schopenhauer


  2. #2
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    Hallo!
    Das ist ja ein zutiefst trauriges Gedicht! Vom ersten Vers an diese Melancholie..wunderschön. Ich kann richtig mitfühlen, es ist irgendwie für mich maßgeschneidert!
    In der letzten Strophe spielt das LI mit dem Gedanken von Selbstmord..das ganze wert ist irgendwie wie ein persönliches Fazit.
    Ein wahrhaft großartiges Werk mit extrem passenden Bildern, keine Spur von irgendeinem kitsch, hier kann keiner die Gefühle des Lyrischen Ichs bezweifeln, obwohl von denselbigen nur selten die Rede ist..

    Die Fehlenden Satzzeichen, sind vlt ein minimaler Schönheitsfehler, ansonsten:
    Danke Hierfür!

    lg
    C~K
    Der Boden unter meinen Füßen bewegt sich wie Treibsand;
    Aus keiner Ecke leuchtet mir mehr ein Licht.
    Ich muss den Sand der Zeit aus meinen Augen reiben.
    von Dornenrose in "Schwarzes Licht"

  3. #3
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    Hallo und vielen Dank für deinen Kommentar mood.on.paper.

    Ich wage es zu bezweifeln, dass dieses Gedicht auf irgendwen maßgeschneidert zu sein scheint, aber ich lasse mich - sollte es so sein - auch vom Gegenteil überzeugen.

    So far

    Silver Starlight
    Um durch die Welt zu kommen, ist es zweckmäßig, einen großen Vorrat von Vorsicht und Nachsicht mitzunehmen.

    Arthur Schopenhauer


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