1. #1
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    Wo sind unsere Brüder?

    wo sind unsere Brüder?
    ihr seid längst gefallen
    man ließ euch keine Chance
    niemand konnte fliehen

    wir wollten euch suchen
    nur ein paar sind weggelaufen
    sie kamen im Morgengrauen
    es waren einfach zu viele

    wie gelähmt stehen wir da
    und begraben unsere Toten
    wir wandeln über die Felder
    einem Meer aus rotem Gras

    es gibt keinen Ausweg mehr
    wir versuchen zu entkommen
    wenn wir heut nicht sterben
    kämpfen wir morgen weiter

  2. #2
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    Hallo downset

    Leider kann mich dein Text nicht wirklich überzeugen.
    Für die Schwere des Themas ist mir die Sprache zu unbedarft, und die Bilder sind, obwohl alle passen, doch recht willkürlich durcheinander geworfen, das schmeckt mir nicht wirklich.
    ZB strophe 3: Wenn noch Zeit war, die Toten zu begraben, ist es, sehr, sehr zynisch gesagt, noch nicht Matthäi am letzten. Und dann wären auch die Felder nicht mehr rot - den rot zeugt von frischem Blut.

    Seltsam ist auch das 'sie', das immer wieder kommt, ohne dass du es nähre spezifizierts - also mal sind es die Brüder, ein anderes Mal sind wohl die feindlichen Soldaten gemeint - man hangelt sich so von Zeile zu Zeile und hängt im leeren. Natürlich kann man die Lücken einigermassen füllen, es ist aber nicht gelungen, dass der Leser das hier selber tun muss...

    Der Text hat meiner Meinung nach noch eine Überarbeitung nötig - er hat sie aber auch verdient

    LG
    yarasa
    Saitenweise Ideen
    aber vielleicht leckt das Gehirn so sehr, dass ich auch mal wieder dichtend unterwegs sein werde

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    yarasas Fingerübungen

    Die Frederick-Maus hat mich schon als Kind nachhaltig verdorben. Von da an wollte ich Dichterin sein.

  3. #3
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    also

    Hey yarasa,
    vielen lieben dank für dein Kommentar.
    wie ich merke, kommt durch den Text nicht das rüber was ich eigentlich aussagen wollte. ich denke ich hab wohl zuviel zwischen die zeilen geschrieben.
    das tut mir leid, aber ich werde den text mal erklären. vllt versteht man es dann besser:

    wo sind unsere Brüder? - wo sind unsere Freunde...
    ihr seid längst gefallen - sie sind alle tot
    man ließ euch keine Chance - man ließ ihnen keine Chance
    niemand konnte fliehen - niemand konnte fliehen in dem Kampf wo sie fielen

    wir wollten euch suchen - wir wollten sie suchen gehen
    nur ein paar sind weggelaufen - aber wir wurden angegriffen (feinde)und
    nur ein paar von uns konnten weglaufen

    sie kamen im Morgengrauen - die Feinde kamen im Morgengrauen
    es waren einfach zu viele - und es waren halt zuviele

    wie gelähmt stehen wir da - wir, die die überlebt haben
    und begraben unsere Toten - begraben jetzt unsere toten
    wir wandeln über die Felder - wir laufen über, durch die schlacht,
    einem Meer aus rotem Gras - blutgetränkte felder

    es gibt keinen Ausweg mehr - wir können uns dem krieg nicht mehr entziehen
    wir versuchen zu entkommen - wir werden versuchen diesen ort zu verlassen
    wenn wir heut nicht sterben - und wenn wir dabei nicht draufgehen
    kämpfen wir morgen weiter - kämpfen wir morgen woanders weiter


    ich hoffe das macht das Gedicht etwas transparenter
    liebe grüße
    Geändert von downset (14.10.2006 um 11:32 Uhr)

  4. #4
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    Die Aussage war in dem Sinn schon transparent - aber wenn man einen Text erklären muss, wie du es hier getan hast, verliert er doch deutlich.

    Mir gefallen die Aussagen hinter den Gedichtzeilen besser.
    Das ist genau das, was ich meinte - Überarbeitung würde nicht schaden, so das die Aussage auch beim ersten Durchlesen genauso transparent und feinfühlig rüberkommt wie jetz in deiner Erklärung.

    Die Kritik war nicht auf Unverständnis aufgebaut

    LG
    yarasa
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    aber vielleicht leckt das Gehirn so sehr, dass ich auch mal wieder dichtend unterwegs sein werde

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  5. #5
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    hm

    hmm ja, du hast ja recht. vllt versuch ich das mal, vielen dank.
    liebe grüße downset

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