1. #1
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    Zum Schweigen gezwungen

    Meine Lippen sind versiegelt,
    Kein Laut kann über sie gelangen;
    Und das, was meine Gefühle spiegelt,
    Ist in meiner Seele gefangen.

    Stumm muss ich den Schmerz ertragen,
    Der mich von innen zerfrisst,
    Denn ich kann niemandem sagen,
    Wie schlimm das Ganze für mich ist.

    Der Wahnsinn hüllt mich langsam ein
    In sein seidenes Tuch
    Egal, was ich tu', ich kann nicht schrei'n;
    Als läge über mir ein Fluch.

    ...

    So will ich nicht leben.

    ...

    Dieser Fluch verließ sie nie,
    er hat ihren Willen gebrochen,
    man fand ihr Gedicht- und man fand sie
    die Adern zerschnitten, die Lippen zerstochen.


    Hm, diesmal nicht so lang.
    Ich habe versucht mehr auf den Textfluss zu achten, ich hoffe das ist mir wenigstens ansatzweise gelungen ^-^
    Ja, die letzte Strophe macht das Gedciht ja eigentlich irgendwo zu experimenteller Lyrik XD" Abe rich habe es trotzdem hier rein gestellt, da mir eher die Bedeutung wichtiger war, als eine "experimentelle" Strophe.
    Vielleicht kann es jemand richtig deuten (?)
    Wie immer freu ich mich über Verbesserungen etc. ^^
    Bye bye
    die
    SumseBine
    Geändert von SumseBine (14.10.2006 um 14:56 Uhr)

  2. #2
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    Wink

    Hallo fleißiges Bienchen...

    Also erstmal der Textfluss ist dir meiner Meinung nach recht gut gelungen, und dieser
    Abstand zur letzten Strophe gefällt mir sehr.

    Kleinigkeiten sind mir aufgefallen... aber ich gestehe, wirkliche Verbesserung weiß ich im Moment eher nicht...
    Kein Laut kann über sie entlangen;
    kein Laut entlangen.... ist für mich eher unverständlich... ich weiß schon was du aussagen
    willst, aber ich denke nicht, dass dieses Wort nur dem Reim dient..
    gelangen wäre in Ordnung

    Der Wahnsinn hüllt mich langsam ein
    In sein seidenes Tuch
    mit einem seidenen Tuch verbinde ich eher etwas schönes, angenehmes... nicht Wahnsinn...
    *schwarzes* Tuch vl ... oder eine andere Bezeichnung in diese Richtung...

    Ansonsten gefällt mir dein Gedicht recht gut... das Ding mit der Metrik hab ich nicht
    versucht, da kommen wieder die Profis dran

    lg... Shadow...
    neu: Düsteres Tal
    Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche bleibt den Augen verborgen.
    ( Der kleine Prinz, Saint Exupéry )


  3. #3
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    Vielen Dank für deinen Kommentar, shadowlady.
    Ich habe ziemlich lange überlegt, was ich statt entlangen verwenden könnte, danke für den Vorschlag Hab ich gleich übernommen.
    "Seidenes" Tuch hab eich bewusst genommen, um darzustellen (oder es zu versuchen), wie der Wahnsinn sozusagen lockt.
    Ach ja, die liebe Metrik, ich kann mich nur noch dunkel an Begrife wie "Trochäus" und "Jambus" erinnern, habe das Thema nicht für lebensnotwendig gehalten *hust* Als dann noch so ein Spruch von wegen "Im Pentagramm steigt des Sprinquell's flüssige Säule, im Hexameter drauf fällt sie melodisch herab" kam, habe ich ganz abgeschaltet...
    Die SumseBine

  4. #4
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    Hi Bine...

    Freut mich, dass mein Vorschlag brauchbar war...
    Das mit dem seidenen Tuch ist dann ok, wenn du das mit Bedacht gewählt hast... gg
    (obwohls soooo kitschig klingt gg)

    Ahja ... und das mit den Hexametern und so ... Gott ist das lang her, dass ich diesen
    Spruch gehört hab... ( und das war mein ich in Latein... igitt !! )
    Bin ich froh, dass ich mich nur mehr mit dem beschäftigen muss, was ich auch will...

    lg... Shadow...
    neu: Düsteres Tal
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  5. #5
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    Hallo ihr zwei

    Wenn ihr euch da schon über die Metrik unterhaltet, muss ich mich doch noch einschalten... grins.
    Ich kenn zwar den Spruch nicht, habe aber ein gutes Metrikgefühl, und das sagt mir, dass hier einiges holpert. Ich versuche es dir aufzuxen...
    (X=betonte Silbe/x=unbetonte Silbe)

    Meine Lippen sind versiegelt,
    Kein Laut kann über sie gelangen;
    Und das, was meine Gefühle spiegelt,
    Ist in meiner Seele gefangen.
    XxXxXxXx
    xXxXxXxXx
    xXxXxxXxXx
    XxXxXxxXx
    Du siehst, dass nicht alle Zeilen gleich beginnen - und dann hat es zweimal eine unbetonte Silbe zu viel.


    Stumm muss ich den Schmerz ertragen,
    Der mich von innen zerfrisst,
    Denn ich kann niemandem sagen,
    Wie schlimm das Ganze für mich ist.
    XxXxXxXx
    xXxXxxX (oder auch XxxXxxX)
    XxXxXxXx (niemand liest sich hier gegen gezwungen mit dem Metrum, eigentlich: xXxXxxXx)
    xXxXxXxX

    Der Wahnsinn hüllt mich langsam ein
    In sein seidenes Tuch
    Egal, was ich tu', ich kann nicht schrei'n;
    Als läge über mir ein Fluch.
    xXxXxXxX
    XxXxxX
    xX,XxX,xXxX
    xXxXxXxX

    ...

    So will ich nicht leben.
    xXxxXx
    ...

    Dieser Fluch verließ sie nie,
    er hat ihren Willen gebrochen,
    man fand ihr Gedicht- und man fand sie
    die Adern zerschnitten, die Lippen zerstochen.
    XxXxXxX
    xXxxXxxXx
    xXxxX -xxXx
    xXxxXxxXxxXx

    Das problematische an der Metrik deines Textes ist, das du zwischen drei- und zweischlägigen Versfüssen wild wechselst. Das ist so wie marschieren zu Walzerklängen - oder aber walzern zu Marschmusik. Funktioniert beides nicht.
    Da müsstest du einen Grundsatzentscheid fällen. Entweder zwei- oder aber dreischlägig. Mischen gelingt fast nie

    LG
    yarasa
    Saitenweise Ideen
    aber vielleicht leckt das Gehirn so sehr, dass ich auch mal wieder dichtend unterwegs sein werde

    Eine Art Grundsatzpapier zu meinen Kritiken
    yarasas Fingerübungen

    Die Frederick-Maus hat mich schon als Kind nachhaltig verdorben. Von da an wollte ich Dichterin sein.

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