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  1. #1
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    Bin jetzt ein Wand'rer

    Ich weiß nicht, ob
    der Weg,
    den ich genommen hab,
    der einzig wahre ist,
    er ist
    ein anderer.

    Es schaun verschreckt
    mich
    Augenpaare an,
    ich winke nur,
    bin jetzt
    ein Wanderer.
    Geändert von Dana (16.10.2006 um 21:31 Uhr)
    Die Seele ist kein Wasser, dessen Tiefe gemessen werden kann. (ind. Sprichwort)

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  2. #2
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    Wanderer

    Liebe Dana,

    dein LI wandelt auf Wanderers Spuren.
    Will und wird sich verändern - wie auch immer.
    Seine Umwelt, die Mitmenschen kommen oft damit nicht klar und reagieren verständnislos.

    Kleiner Punkt
    "und ziehn zurück" - hier passt m.E. besser "ziehn sich zurück".
    Und "Wanderer" hätte ich ruhig ausgeschrieben, das nimmt der schönen Sprachmelodie nicht den Klang.

    Lieben Gruß,
    katzi
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    ~WÖRTERWUNDERTÜTE~

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  3. #3
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    Bin jetzt ein Wanderer

    Liebe Katzi,
    huch, hab ich mich erschreckt. Es war doch schon versunken.
    Die Interpretation ist stimmig, Katzi.
    Die verschreckten Augenpaare sollen auf die nahestehenden Personen deuten. Sie ziehen das lyr. Ich zurück, darum würde dein Vorschlag den Inhalt verändern.
    Einverstanden?
    Liebe Grüße
    Dana
    Die Seele ist kein Wasser, dessen Tiefe gemessen werden kann. (ind. Sprichwort)

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  4. #4
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    Danaschatz,
    wenn die Augenpaare das LI zurückziehen, dann ist es doch kein Wanderer mehr....
    dann vielleicht "ziehn mich zurück"

    Salü
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  5. #5
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    Bin jetzt ein Wanderer

    Ach, Katzi, du bist wirklich sehr aufmerksam. Hast mich überzeugt. Ist bereits geändert.
    (Da siehst du, welch ein Wanderer das lyr. Ich ist )
    Liebe Grüße
    Dana
    Die Seele ist kein Wasser, dessen Tiefe gemessen werden kann. (ind. Sprichwort)

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  6. #6
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    Liebe Dana,

    und wieder ein ganz anderes Werk als der Vorgänger, diesmal wieder spröder, angerissener.
    Ich sehe dein lyr. Ich fast noch an der Weggabelung stehen, aber es ist ja schon weitergegangen auf einem Pfad, den es noch nicht kennt. Hoffentlich fällt Licht darauf, dass man immer zumindest bis zur nächsten Biegung schauen kann beim Wandern .
    In der zweiten Strophe zeigst du auf, aus welchem Zwiespalt das lyr. Ich aufgebrochen ist: nahstehende Menschen, die nicht wussten, und alle bestimmt auch nicht ahnen konnten, dass ein Abschied bevorsteht, möchten das Ich natürlich nicht ziehen lassen, weil sie es ins Herz geschlossen haben. So geht das Ich zögerlich, mit einer Träne im Knopfloch, aber nochmal zurücklächelnd. Mit einem Winken - vielleicht bis wieder einmal, aber erstmal ist dieser Weg nicht mehr meiner.
    Gut, dass deine Zeilen viel auslösen können, habe sie wieder gerne gelesen .

    Lieben Gruß,
    Malle

  7. #7
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    Bin jetzt ein Wanderer

    Liebe Malle,
    (mir hat Katzis Idee der Anrede sehr gefallen, darf ich auch?)
    es stimmt, mein Gedicht ist spröder und angerissener. Ich gebe auch zu, dass es nur so ausbrach und ich es einfach hinstellte. Ich wollte daran nicht mehr "schnörkeln".
    Mit deinem Kommentar hast du es allerdings wunderbar eingefaßt und herausgelesen - als hättest du gesiebt (oder gegründelt ) Das Wasser ist jetzt ein wenig trübe, aber das legt sich wieder.
    Liebe Grüße
    Dana
    Die Seele ist kein Wasser, dessen Tiefe gemessen werden kann. (ind. Sprichwort)

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  8. #8
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    Liebste Dana,

    ich mag dein kleines Gedicht. Weshalb? Nun weil mich die Stimmung gefangen nimmt. Verbinde damit etwas sehr persönliches. Von daher verzichte ich diesmal auf eine Analyse, ich möchte mir den Zauber nicht auseinandernehmen.

    Gerne gelesen und sicherlich noch eine lange Zeit im Kopf mit sich tragend,
    Flo
    Neustes Werk aus meiner Feder:
    Liebe und Romantik - Schlaflied (für L.), Ein Leiserwerden, ohne Titel
    Verzweiflung schreit nicht, Verzweiflung schweigt.

    Die Melancholie des Seins - Fortsetzungsgeschichte
    Die Melancholie des Seins - Gesammelte Werke

  9. #9
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    Hallo Dana!
    Das Bild ist sehr klar und deutlich, welches man beim lesen deiner Zeilen vor Augen hat. Einzig stört mich die zweite Strophe. Nicht vom Inhalt, sondern vom Lese- und Sprachfluss. Du hast die erste Strophe in einen wunderschönen zusammenhängenden Satz geformt und bei der Zweiten hat man das Gefühl einer Aufzählung der Geschehnisse. Es wirkt wie ein Abbruch, oder vielmehr ein Umbruch.
    Ich denke beim lesen, dass das LI genug davon hat, den vorbereiteten Weg der Eltern/Freunden/Gott? oder dergleichen zu gehen und geht ins Ungewisse. Einen Weg, den das LI nicht kennt und auch nicht weiß, ob es recht oder richtig ist. Aber gerade die Neugier eines jeden Menschen treibt es voran und so geht es auf Wanderschaft. Auf seinen eigenen Weg. Eine sehr schöne Aussage für mich. Vielleicht bekommst du das ja noch mit der zweiten Strophe besser hin, dann wäre es m.E. perfekt.
    Liebe Grüße vom Strassenreimer
    (Du wärest nicht der Strassenreimer,
    wenn am Ende noch ein Vogelzwitschern zu hören gewesen wäre,
    eher hätte dir der fliegende Freund auf den Kopf gemacht.) Tessa

    Stolpersteine (alles aus Reimerhand)

  10. #10
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    Liebe Dana,
    aber irgendwie macht der unterbrechende Stil in der 2 S. auch einen Sinn, weg vom festgefahrenen ewig gleich gleitenden Wegen, das Neue ist immer unbekannt, ängstigt uns auch ein bischen und macht uns atemlos ob der getroffenen Entscheidungen.Wir alle haben einen bestimmten Platz im Leben der allzuoft von anderen bestimmt wird. Fangen wir dann ans uns zu bewegen, entsteht Unruhe denn nur das LI will sich ja veränderen und nicht die anderen die aber durch die entstehenden Kreise mit gestört werden. Schmeißt man einen Stein ins Wasser zieht er ruhig seine Kreise bis ans Ufer, wirft man mehrere ist das glatte Bild als Betrug entlarvt.

    Liebe Grüß
    Babsi

  11. #11
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    Bin jetzt ein Wanderer

    Liebster EnsiFlo,
    dein Kommentar ist so anrührend, trotz der melancholischtraurigen Stimmung im Gedicht, dass ich mich richtig freuen kann.
    Entweder kannst du gut nachvollziehen oder es ist auch für dich sehr persönlich.
    Ich danke dir,
    Dana

    Lieber Strassenreimer,
    deine Interpretation ist genial, auch dann, wenn sie das persönliche Sinnen oder Ansinnen des lyr. Ich nicht ganz erreicht. Das wird jedoch bei Gedichten nicht abgefordert.
    Deine Kritik macht mich ehrgeizig, aber so aus dem Stand funktioniert es nicht. Ich denke gern nach.
    Wäre es schon "verschlimmberssert" wenn ich: ""ziehn mich zurück" weglasse?
    Die verschreckten Augenpaare sagen eigentlich genug, oder?
    Dir ebenfalls lieben Dank,
    Dana

    Liebe Babsi,
    toll, wie du die 2. Str. verteidigst und die Begründung hat was.
    Dana versucht sich nun im Spagat.
    Danke für deine Zeilen,
    und liebe Grüße
    Die Seele ist kein Wasser, dessen Tiefe gemessen werden kann. (ind. Sprichwort)

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  12. #12
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    Das wäre besser, da man sich bei verschreckten Augen eh darauf beziehen kann. Ein guter Weg, den du da eingeschlagen hast.
    Grüße
    (Du wärest nicht der Strassenreimer,
    wenn am Ende noch ein Vogelzwitschern zu hören gewesen wäre,
    eher hätte dir der fliegende Freund auf den Kopf gemacht.) Tessa

    Stolpersteine (alles aus Reimerhand)

  13. #13
    Tessa Guest
    Liebste Dana,

    lese bewußt die Kommentare erst später, um mich ganz auf dein
    Gedicht zu konzentrieren.
    Diesmal schreibst du anders, gekonnt, mit Tiefe, doch anders.
    Knapp, kurz, entschlossen, der Weg scheint genommen.
    Das LI stand an einer Weggabelung, lange, bis es erkannte.
    Nun ist der Weg betreten, die Richtung klar und doch bleiben Zweifel.
    Nicht zuletzt wegen der Menschen, die dem LI nahe stehen,
    sie schauen und begreifen nicht.
    Sie werden urteilen, dass LI ist sich dessen bewußt.
    Dennoch geht das LI weiter und wird bald wissen, ob dieser Weg wahr und richtig ist und ob am Ende ein Licht wartet.

    Ich bin berührt, verstehe aus persönlicher Erfahrung.
    Ein kleines Werk, mit großem Anspruch.

    Mein Kompliment, Daumen ganz weit hoch,
    liebste Grüße Tessa

  14. #14
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    wir menschen gehen meist neue wege,
    wir schlagen sie bewusst oder unbewusst ein.
    jeder mensch wird somit zu einem wanderer,
    doch menschen die sich dessen nicht bewusst sind, gar neid erzeugen,
    stehen hier personifiziert für den nicht-aufgeklärten menschen.
    der kein wanderer sein will, da er angst vor seiner eigenen meinung hat...

    hihi.... interpretationsfreiheit...

    schönes gedicht

  15. #15
    Falderwald Guest
    Liebe Dana,

    ein kurzes Gedicht nur, aber eine große Aussage.

    Ich weiß nicht, ob
    der Weg,
    den ich genommen hab,
    der einzig wahre ist,
    er ist
    ein anderer.
    Das LI hat also einen neuen Weg eingeschlagen. Nicht wissend, ob es einen besseren oder "wahreren" gibt. Es ist auch kein Zweifel daran zu erkennen, sondern lediglich die nüchterne Tatsache, daß LI eben einen anderen Weg gegangen ist.

    Es schaun verschreckt
    mich
    Augenpaare an,
    ich winke nur,
    bin jetzt
    ein Wanderer.
    Da LI sich jetzt auf einem anderen Weg als dem Gewohnten befindet, wird es von den Außenstehenden verwundert, bzw. verschreckt angestarrt. Vielleicht aus Unverständnis oder aber weil sie diesen Weg nicht billigen können und dies niemals vom LI erwartet hätten.
    Doch LI geht seinen Weg unbeirrt weiter, läßt sich nicht aufhalten und geht eben wie ein Wanderer weiter. Und ein Wanderer hat nicht unbedingt ein bestimmtes Ziel, sondern geht halt oft nur seinen Weg um des Weges Willen.

    Man könnte jetzt viele Situationen in dein Gedicht hineininterpretieren.
    Z.B. eine berufliche Veränderung, die vielleicht keinen finanziellen Vorteil bringt, aber eben aus ideellen Gründen vorgenommen wurde.
    Ebenso könnte es sich um eine private, gesellschaftliche oder religiöse Angelegenheit handeln.
    Da du aber hier keinen näheren Hinweis auf die Situation gegeben hast, bleibt diese Frage eben offen und es geht hier nur um den neuen Weg.

    Ein positives Gedicht, ohne die üblichen Ängste und Sorgen, die eine solche Thematik normalerweise mit sich bringt. Denn Veränderungen werden oft als unangenehm empfunden, weil die Angst vor dem Neuen beherrschend ist.
    In diesem Sinne also ein sehr selbstbewußtes LI, das genau weiß, was es will, was auch immer das sein mag.

    Gerne gelesen, sehr schönes Gedicht, Daumen hoch.

    Liebe Grüße

    Bis bald

    Falderwald

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