Thema: Rittermythen

  1. #1
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    Rittermythen

    Rittermythen…

    Du hast mir so viel versprochen,
    mein Schloss aus Glas erst recht gebrochen,
    hast mir Kraft gegeben in dieser wirren Nacht.
    Ein Feuer in der kalten Burg entfacht.

    Meine Rosenrankenmauer ist für dich gestürzt
    Deinen Ritterschutz den wollt ich haben,
    wollt mir deiner sicher sein,
    nach kurzem sitz ich hier – allein.

    Was machst du nur mit mir?
    Was wirst du mit ihr tun?
    Du musst doch wissen was du willst
    In deinem Rittertum…

    Im Namen aller Rittersagen,
    aller Mythen aller Klagen,
    wahre Ritter gibt es nicht,
    sehen nicht einmal wenn man zerbricht.

    Glassplitter, sie klirren leise,
    wenn du meine Welt mit Füßen trittst.
    Das zarte Klirren macht dir Freude,
    denn du merkst nicht dass es meine Scherben sind.

    Seid nicht allzu streng mit mir, es ist mein erstes Gedicht, aber ich will gerne lernen und mich verbessern!

    LG
    Es ist einsam ohne dich, ohne dich mein Freund - ich vermisse dich
    Du kehrst wieder als mein Traum, nur für die Dauer eines Augenblicks bist du real für mich
    Eines Tages folg ich dir in die Ewigkeit - gib mir Zeit
    Ich pflücke Rosen für dein Grab
    Du bist nicht mehr hier
    Doch du lebst in mir


    ***Wie oft sind es erst die Ruinen,
    die den Blick freigegeben auf den Himmel***

  2. #2
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    115
    hi kolibri,

    ich mag dein Gedicht. Ein gelungenes Bild, die Schieflage beim Geben und Nehmen der Liebe am eisernen Ritter und dem Glasschloss zu illustieren. Die letzte Strophe gefällt mir besonders:

    Glassplitter, sie klirren leise,
    wenn du meine Welt mit Füßen trittst.
    Das zarte Klirren macht dir Freude,
    denn du merkst nicht dass es meine Scherben sind.
    Zu kritisieren hätte ich, dass du kein einheitliches Reimschema verwendest. Ich sehe Kreuzreime (etwa Vers 3 Zeile 2/4), Paarreime im ersten Vers und gar keine Reime. Hier würde ich den Tipp geben, sich für eine Form zu entscheiden und diese dann konsequent einzuhalten. Dass dein Gedicht für Reimen und auch nicht Reimen zugänglich ist, lässt sich an deinen Zeilen gut ablesen.

    Viele Grüße
    Wenningter

  3. #3
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    Also mal von irgendwelchen "technischen" Sachen abgesehen,
    muss ich sagen dass dein Gedicht wirklich wahnsinnig viel Gefühl hat und das wunderbar rüber bringt! Du erzählst eine kleine Geschichte, man meint fühlen zu können was passiert ist....es ist schön! Und traurig...verlier nicht den Glauben!

  4. #4
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    Vielen Dank ihr beiden, ich freu mich dass es gefällt.

    Das mit dem einheitlichen Reimschema werd ich mir merken, es ist mir mittlerweile sogar selbst aufgefallen. Das nächste mal werd ich versuchen es umzusetzten.

    LG
    Es ist einsam ohne dich, ohne dich mein Freund - ich vermisse dich
    Du kehrst wieder als mein Traum, nur für die Dauer eines Augenblicks bist du real für mich
    Eines Tages folg ich dir in die Ewigkeit - gib mir Zeit
    Ich pflücke Rosen für dein Grab
    Du bist nicht mehr hier
    Doch du lebst in mir


    ***Wie oft sind es erst die Ruinen,
    die den Blick freigegeben auf den Himmel***

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