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Thema: Verlage

  1. #1
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    Verlage

    Hallo alle weiterhin bewanderten Mitschreiber....
    Da war irgendwo mal ein Faden, aber ich habe ihn nicht gefunden.

    Mich würde interessieren, bei welchen deutschsprachigen Verlägen eine seriöse Möglichkeit besteht, Gedichte zu veröffentlichen. Denn ich trage schon eine Weile den Gedanken, den Versuch zu wagen, fühle mich aber im google-Treffer-Jungle schlichtweg überfordert.

    Wäre jemand bereit, sein Wissen mit mir zu teilen?

    Lg
    yarasa
    Saitenweise Ideen
    aber vielleicht leckt das Gehirn so sehr, dass ich auch mal wieder dichtend unterwegs sein werde

    Eine Art Grundsatzpapier zu meinen Kritiken
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    Die Frederick-Maus hat mich schon als Kind nachhaltig verdorben. Von da an wollte ich Dichterin sein.

  2. #2
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    Was bezeichnest Du als seriös?

    An die großen, etablierten Verlage wird unabhängig davon im Allgemeinen kaum ein Herankommen sein, wenn man da nicht schon den einen oder anderen Wettbewerb gewonnen hat und zudem ein paar Veröffentlichungen hinter sich, werden die wohl kaum mit einem Auge zucken. Naja, man könnte vielleicht mit dem Vorstand schlafen, für mich aber eher keine Option ...

    Bei den kleineren würde ich vor allem danach gehen, wer was von wem will. Die Verlage, die sich die Veröffentlichung von Dir vorfinanzieren lassen wollen sind mir ebenso suspekt wie diejenigen, die auf ewig die ausschließlichen Verwertungsrechte einfordern. Klar, es gibt auch günstige Verlage, der Engelsdorfer Verlag wird in diesem Zusammenhang ja immer gerne genannt. Aber irgendwie wirkt eine Veröffentlichung, die ich selbst bezahlt habe, auf mich immer wenig überzeugend oder seriös. Wenn ich schon kein Geld mit Lyrik verdienen kann, will ich aber doch wenigstens nichts draufzahlen.

    Warum gehts Du nicht erst einmal den Weg über Wettbewerbe und Auschreibungen? Ich kenne Deine Gedichte nicht "näher", bei einem kurzen Blick meinerseits wirkte das doch aber alles sehr sauber und gut gemacht, da dürfte es Dir nicht schwer fallen, Dich in die eine oder andere Anthologie zu schmuggeln. So kannst Du vielleicht einige Gedichte in Büchern platzieren - und womöglich ergibt sich daraus ja etwas weiteres. Unabhängig davon macht es sicher für einen Verlag auch einen besseren Eindruck, wenn Du schon ein paar kleinere Veröffentlichungen hast.

    Don

    P.S.: Sagt man in der Schweiz Verläge? Süß !

  3. #3
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    Hallo Don

    erst einmal danke für deine Ausführungen.
    Mit seriös meine ich gerade eben, dass ich etwas nicht vorfinanzieren muss.
    Was die Veröffentlichungen anbelangt, habe ich zwar keine Gedichte vorzuweisen, aber immerhin ein Theaterstück, wenn auch nur ein Schultheater.

    Und wegen der Verläge - ja, im Dialekt würde ich so sagen. Aber ich fand's echt selber ein wenig seltsam, als ich dann im Bett lag. Und da ihr ganz offensichtlich anders sagt, hab ich es geändert.

    LG
    yarasa
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  4. #4
    Glorfindel Guest

    Verlag

    Hallo yarasa,

    http://www.gedichte.com/showthread.php?t=58695

    ...könnte es der sein, dort fallen ein paar Verlagsnamen
    und es wir von Kostenfallen gesprochen

    Du kannst ja mal schauen.

    lg
    vom
    Tagschatten

  5. #5
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    Liebe Yarasa,

    die Suche nach einem seriösen Verlag kann unter Umständen ermüdend sein. Damit man nicht - wie es dir anscheinend passier ist - im google-Treffer-Jungle unter geht, sollte man die Suchanfrage deutlich formulieren und am besten nach einer "Lyrik-Ausschreibung" suchen. Du sirst feststellen, dass solche Ausschreibungen zwar selten zu finden sind (Lyrik wird zwar im Augenblick für die Verlage wieder attraktiver, aber Prosa und Sachbücher sind eben nicht zu toppen) aber solche Ausschreibungen für den Autor in vielen Fällen keine Kosten verursachen. Allerding behalten sich die Verlage vor die GEdichte selbst auszusuchen und man bekommt kein Recht auf Veröffentlichung zugesprochen. Eine solche Ausschreibung findest zu z.B beim Horst Fesseler Verlag.
    Viele laufen gerade aus, aber Anfang 2007 wirds mit Sicherheit neue geben.
    Ich weiß nicht, ob eine Ausschreibung das ist, was du dir vorstellst, aber ich denke, man hat trotzt der Wettbewerbsartigkeit gute Chancen die ersten Schritte zur Veröffentlichung seiner Gedichte zu machen.

    WICHTIG: Das Internet gilt in jedem Fall als Veröffentlichungmedium und Gedichte, die man hier im Forum bereits eingestellt hat, kann man nicht mehr einreichen - aber das wusstest du sicherlich schon und hast deine besten vorausschauend gehortet

    Gruß
    -falcon-

  6. #6
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    häh??? wieso geht das denn nicht?? versteh ich nicht. hab doch ein copyright drauf...darf doch keiner klauen. oder gehts darum, dass keiner ein buch kauft mit werken die er schon gelesen haben könnte??
    wie kann man das umgehen?? gibts da ne möglichkeit( z.B. alle werke kopieren mit eingangsstempel und dann löschen?? )
    wissen zerstört... denken befreit

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  7. #7
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    an die heimliche und momentan verwirrte Feder:

    oder gehts darum, dass keiner ein buch kauft mit werken die er schon gelesen haben könnte??
    Genau aus diesem Grund
    Hab' erst letzten Freitag bei einem Verlag wegen der nicht wirklich vielsagenden Klausel "...bisher in keiner Form veröffentlicht" nachgefragt. Wenn sie im Internet stehen, können die Gedichte problemlos über Google gefunden und gelesen werden - kostenlos. Also, warum dann noch ein Gedichtband kaufen?
    Der Verlag muss eben auch Abnehmer finden, das kann ich nachvollziehen

    Wie man das umgehen kann, weiß ich nicht. Wenn du alle deine Einträge hier löschst, sind sie dann auch innerhalb angemessener Zeit aus Google verschwunden? Ich weiß es nicht, veilleicht fragst du mal einen Mod oder Admin.

  8. #8
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    Das stimmt so nicht ganz: Wiesenburg hat einen Gedichtband mit meinen Texten gemacht, die zu 70 % schon im Internet zu finden waren. Das Medium Internet hat den Buchmarkt noch nicht platt gemacht und ein Buch ist immer etwas anderes als ein ein Text auf dem Bildschirm. Witzig finde ich, dass gerade die kleinsten und am ehesten den Druckkostenzuschussverlagen zuzuordnenden Verlagshäuschen die höchsten Ansprüche stellen in Bezug auf Internetpublikationen, Format des Textes, Einreichbestimmungen pipapo.

    lg/Peter

  9. #9
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    Ich finde das ist nicht so einfach zu beantworten.

    Die Frage ist was will ich?

    Will ich damit zumindest mal einen ersten guten Schritt als Autor, wagen ohne BOD zu nutzen und ohne 2.000 bis 3000 Euro Druckkosten zu zahlen.
    Oder will ich einen Traum verwirklichen und bin dann zufrieden?
    Will ich die Wertschätzung bekommen keinen Cent zu zahlen? Oder bin ich bereit f. einen fairen Vertrag als Anfänger auch einen kleinen Teil beizusteuern?

    Da gibt es sicher ein paar ganz gute Anbieter, die ein paar Bücher zum Autorenpreis als Abnahme vereinbaren, was ich persönlich f. fair halte.

    weil:

    1. Muss man selber wirklich Werbung machen weil sonst wohl gar nix geht.

    2. Kann ich das f. den Verlag als kleine Absicherung gut verstehen.

    3. Zu nem ganz großen Verlag zu kommen erfordert m. A. erhebliches Glück - vielleicht auch Beziehungen. Gerade mit Lyrik ist das sauschwer.

    4. Ist es gut nach Lesungen ein paar Bücher zu verkaufen.

    Ich denke, diese Überlegung wäre als Vorüberlegung ganz gut. Nach dem Schritt, ist ein kleinerer Verlag durchaus zu finden.

    Ich würde zum Beispiel beim 2. Buch natürlich versuchen einen etwas größeren Verlag zu finden, der mehr Möglichkeiten verspricht. Mein 1. Verlag war/ist aber z.B. ne gute Sache gewesen. Vor kurzem erschien z.B. in einem Gedichtesammelband ein Text von mir. Rein so just for fun. Dieser Verlag arbeitet grundsätzlich auf der Basis, dass man bei denen sein Buch selbst bezahlt. Angebote ein Manuskript einzusenden halte ich daher f. suspekt. Daher sende ich dort auch kein Manuskript f. mein 2. Buch dort ein, da es f. mich keinen Sinn machen würde und ein Rückschritt wäre.

    Yarasa - dazu gern aber telefonisch mehr Auskünfte. Wäre einfacher.

    Gruß Stefan
    Geändert von Kerlchen40 (16.10.2006 um 16:27 Uhr)

  10. #10
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    Vielen Dank für euer doch aufschlussreichen Antworten.

    Vielleicht muss ich das 'seriös' noch ein wenig näher umschreiben.
    Es geht mir nicht um die Genugtuung, keinen Rappen bezahlen zu müssen, obwohl das natürlich toll wäre.

    Auch finde ich z.B. das 'print on command' Prinzip völlig in Ordnung, es hat ja keinen Sinn, dass da Bücher eingestampft werden, weil sie niemand lesen möchte.

    Ich habe einfach in anderen Fäden erfahren, dass es Publikationsmöglichkeiten gibt, die einen als Autor abqualifizieren und somit kontraproduktiv sind. Und ich möchte nicht in diese Falle tappen, da ich doch ein wenig 'Blut geleckt' habe.

    Konkret dachte ich eigentlich auch an die Schweizer Verlage, aber dort hab ich auch keine grosse Erfahrung - nur, dass man dort als Schweizerin wohl ein wenig 'Heimatschutz' geniessen kann.
    Hat jemand von den Schweizern hier Erfahrungen?

    LG
    yarasa
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    aber vielleicht leckt das Gehirn so sehr, dass ich auch mal wieder dichtend unterwegs sein werde

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  11. #11
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    Hallo, Yarasa

    Ich hab mal meine "Kontakte" spielen lassen.
    Ich garantiere dir für nichts, aber die folgenden Verlage könnten deine Kriterien erfüllen

    -Elfenbein-Verlag
    -Frieling & Huffmann
    -Heyne
    -Bertelsmann/Randomhouse
    -fouque Verlag

    Ave
    Weisheit bedeutet, keine Angst und keine Absicht zu haben.

  12. #12
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    Nach meinem Kenntnisstand ist der Fouqué Verlag Teil der Frankfurter-Verlagsgruppe, die sehr "merkwürdig" vorgeht, siehe http://www.gedichte.com/showthread.php?t=79168. Ich wäre bei diesem Verlag eher vorsichtig, sollte ich je veröffentlichen wollen.

    LG Anke

  13. #13
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    Ja, den Link kenn ich...ist mir gar nicht aufgefallen...kenn mich da auch nicht sonderlich aus. Ich hoffe mal, die anderen sind zu gebrauchen.

    Ave
    Weisheit bedeutet, keine Angst und keine Absicht zu haben.

  14. #14
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    Ich werd mich morgen mal über die ersten beiden schlau machen, ich kenn noch wenig über diese. Die beiden anderen haben einen Ruf (jaaaa, auch Bertelsmann) zu verlieren, da denk ich, liegst Du richtig.

    Mitglied des "Ich-geh-jetzt-mal-ins-Bett-Threads"
    Anke

  15. #15
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    Zitat Zitat von yarasa
    Konkret dachte ich eigentlich auch an die Schweizer Verlage, aber dort hab ich auch keine grosse Erfahrung - nur, dass man dort als Schweizerin wohl ein wenig 'Heimatschutz' geniessen kann.
    Nein, das geniesst Du nicht. Im eigenen Land zählt der Dichter praktisch noch weniger, als sonst. Wenn Du kein Vitamin-B oder wahnsinniges Glück hast, werden „grosse“ Verlage Deine Lyrik nicht verlegen. Lyrik verkauft sich nicht und Lyrik eines Neulings noch weniger.
    Welchen Weg Du aber beschreiten kannst ist dieser. Du suchst Dir aus dem Branchenbuch kleine Verlage heraus und schreibst die an. Sende aber nicht gleich Dein ganzes Dossier, sondern stelle Dich kurz vor und beschreibe, welche Stilrichtung Deine Texte haben. Bitte darum, ihnen ein paar Texte zusenden zu dürfen (Ich weiss, das klingt alles sehr unterwürfig, aber schliesslich willst Du etwas von ihnen.) Und erst, wenn sie Dir antworten, schicke Mustertexte. Mach Dich aber auf viele Absagen gefasst. Niemand wartet auf Lyriker.

    Kleinverlage sind ein gutes Sprungbrett, um ein wenig bekannt zu werden. Bei manchen Wettbewerben, bei denen es um etwas mehr als eine blosse Veröffentlichung geht, sind manchmal Fremveröffentlichungen (also keine Bod oder Ähnliches) Voraussetzung. Es gibt aber auch Ausschreibungen, wo explizit nur Unbekannte gesucht werden. Da würdest Du dann nicht mehr daran teilnehmen können.

    Ich selber fungiere manchmal als Herausgeberin für Lyrikanthologien oder, wenn mir ein Schreiber besonders gut gefällt, mache ich schon mal ein eigenes Buch mit dessen Texten.
    Da man mich aber auf com mit allen Mitteln versucht zu vertreiben (das ist jetzt sicher wieder eine Schmähung *g), habe ich schon seit längerer Zeit keinen Überblick mehr, wer und wie gut jemand schreibt. Ich erinnere mich aber an ein Gedicht von Dir, da ging es um Horoskope, n’est-ce-pas? Wenn Du willst, dann kannst Du mir gerne mal ein paar Deiner Texte zusenden und ich gebe Dir ein feedback. Der Kleinverlag ist aber bereits bis Ende 2007 ausgebucht. Also wenn es Dir „pressiert“ sind wir sicher die Falschen. Ich kann Dir auch nichts versprechen und/oder eine Zusage erteilen, aber versuchen kann man/Du es alleweil.

    Niemand wird dadurch aber reich und berühmt, das muss man sich immer vor Augen halten. Ansonsten sind grosse Enttäuschungen, auch mit einer Veröffentlichung, vorprogrammiert. Doch nur wer selber etwas unternimmt, wird wahrgenommen und hat letztendlich die Chance, auf sein eigenes Buch.

    Gruss
    Margot

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