Thema: Reigen

  1. #1
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    Reigen

    Reigen

    Vereist die Gefühle
    blockiert der Verstand
    blind wie der Nebel
    ziellos wie der Wind
    ausgebrannte Seele
    War hilflos wie ein Kind.

    Ich entschlüpfe der Finsternis
    Lass mich von der Sonne berühren
    Verlier meinen Verstand
    Lass mich von Rosen verführen.

    Irgend etwas zeiht mich Richtung Eden
    Eine geheimnisvolle Macht
    Ein Spiel mit dem Feuer
    Und sei es nur eine Nacht

    Ich bin nur ein Nichts
    In diesen Weltenraum
    Aber ich liebe die Blüten
    Die Sonne den Traum

    Ich liebe das tanzen, das schweben
    Phantasie und süßes Leben
    Ich kenne das Geheimnis
    Reich mir deine Hand
    Ich will dir auch etwas geben

    Geborgen in der Mächtigkeit
    und Reinheit des Waldes
    sehe ich einen Käfer kriechen
    ich küsse deinen Körper
    man kann ihn fühlen, schmecken, riechen

    Der Geist löst sich aus dem Körper
    Gefühle blockieren das Gehirn
    Zärtlich wie ein Kind
    wild wie ein Tiger
    gebe ich mich hin

    Versetzt in der Trance
    Erreichen wir den Punkt
    Zerfließen die Körper
    Bäumen sich auf
    Fallen ins sich hinein
    Kein Gefühl für Zeit und Raum
    Ein Liebeskampf
    Nicht Märchen nicht böser Traum

    Und wenn die Welt einmal dunkel wird
    Die Augen trüb
    Die Schritte klein
    Dann lächele
    erinnere dich an Reigen
    Auch du trankst einmal süßen Wein.
    ...
    ..
    .
    Geändert von horstgrosse2 (22.01.2009 um 08:57 Uhr)

  2. #2
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    Also ich fang mal mit dem negativen an.
    Die Interpunktion ist sehr schwach...da hättest du dir die paar Kommas auch sparen können^^ (Passiert mir aber auch oft)
    Ach und teilweise die Groß- und Kleinschreibung...(Bsp.:"Ich liebe das Tanzen...."usw)
    Ansonsten fand ich den Sprung von den kriechenden Käfern zum leidenschaftlichen Kuss etwas seltsam...ich hätte eher ein etwas weniger "krabbeliges" Tier gewählt wenn überhaupt. Das kommt so wie "Ich sehe die Maden sich winden, ich küsse ihren Körper" also wenn du weißt was ich meine.
    "Gefühle blockieren das Gehirn"
    Das wird mir persönlich zu sachlich, ich hätte eher irgendwie geschrieben wie "Die Gedanken schwinden dem Liebesrausch" sowas halt eher.
    Das Erreichen des "Punktes" ist mir zu deutlich...irgendwie....ist vielleicht Geschmackssache...

    Ansonsten gefällt es mir ganz gut. Sex im Wald ist sowieso ein tolles Szenario! Zwar nur halb so bequem wie es klingt aber trotzdem....
    Das Entdecken der Lust hast du ganz schön beschrieben, das gefällt mir auch. Also wirklich ganz nett
    FSV 3:1

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  3. #3
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    Mann, lernt nie aus.

  4. #4
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    Hallo gedankenspringer!

    Ein sehr verwirrtes Werk, nein, blöder Ausdruck, ein sehr sich selber suchendes Werk das zum Ende hin aufblüht und dann doch wieder ins nachdenkliche trifftet.. Das sehnen nach Zweisamkeit, hast du hier in einem Stil präsentiert denn ich so von dir noch nicht kannte. Wenn ich auf das Datum schaue und auf die Handschrift deiner Zeilen, so erkenne ich dich kaum wieder.. Aussage ist wunderschön, wenn auch wie Anfangs schon erwähnt sehr nachdenklich und teileweise wehmütig. In der Mitte wirds warm, und die Natur gibt deinem Werk einen eigenwilligen Stil, aber einen schönen.
    Metrisch wohl sehr wackelig auf den Beinen, aber zählt das, wenn der Kopf mehr sagen möchte als die Metrik es erlaubt? Wohl nicht. Ich glaube nicht dass nach all den Jahren es sinnvoll wäre daran rumzudrehen, denn es ist die Erinnerung die bleibt, ein Reigen der soviel ich vermute sein goldenes Ende gefunden hat.

    Behutsames grüßt herzlichst...
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  5. #5
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    @behutsalem

    Es ist wohl eins meiner längsten Gedichte, den Atem hätt ich jetzt nicht mehr. Die Metrik wackelt? Mal schauen bei „Regenwetter“ ob es arg holpert. Den unterschiedlichen Auftakt habe ich schon bemerkt, sorry. Eigentlich ist das Teil noch viel Älter, so 2000 rum ist es entstanden und erst 2006 eingestellt. Aber das Gedicht ist Vergangenheit, mit ihr die damals bestehende Innere Psyche. (Eine schlimme Zeit) Richtig, der seltsame aber gewollte Aufbau. Vielleicht einer der vielen Wege der Liebe. In denen man sich manchmal zurück erinnert?
    Strophe ein und zwei, beschreibt doch gut eine innere Stimmung. Naja, was soll ich da „sagen“ es ist vermutlich eine Episode……….. Und Möglich, das nicht alle inneren Stimmungen hier mit einfließen, hier meint ich die negativen. Vergangenheit, zurück.
    So danke, schon seltsam wie sich die eigenen „Schriftzüge“ verändern, bis später.

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