Thema: Herbstbild

  1. #1
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    Herbstbild

    Golden scheinen Sonnenstrahlen,
    durch das bunte Blätterdach,
    Tropfen fallen in die Schalen,
    doch die Blätter sind schon schwach,
    langsam sinken sie hernieder,
    auf die Erde - in das Gras,
    so wie alle Jahre wieder,
    filigrane Bilder - wie aus Glas.
    Nebelschleier nun umrunden
    Strauch und Baum,
    hüllen Welt in Dunst für Stunden
    und auch das Eichhorn - dort am Wegessaum.
    Geändert von Eileen la Faye (21.10.2006 um 20:22 Uhr)

  2. #2
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    Ich finde das Gedicht sehr schön. Es gibt ein sehr idyllisches Bild ab. ES zeig so den Kreis des Lebens einfach gut.
    Auch gefallene Engel haben Flügel...

  3. #3
    yaira Guest
    Hallo Eileen,
    tatsächlich malst du ein idyllisches Herbstbild. Allerdings sind mir ein paar Unstimmigkeiten ins Auge gefallen:

    Golden scheinen Sonnenstrahlen,
    durch das bunte Blätterdach;
    Tropfen fallen in die Schalen,
    doch die Blätter sind schon schwach,
    langsam sinken sie hernieder,
    auf die Erde - in das Gras,
    so wie alle Jahre wieder,
    filigrane Bilder - wie aus Glas.
    Nebelschleier nun umrunden,
    Strauch und Baum,
    hüllen Welt in Dunst für Stunden
    und auch das Eichhorn - dort am Wegessaum.
    XxXxXxXx
    XxXxXxX
    XxXxXxXx
    XxXxXxX
    XxXxXxXx
    XxXxXxX
    XxXxXxXx
    XxXxXxXxX Diesen Vers muss ich persönlich sehr wohlwollend lesen, um ihn in das vorherrschende Metrum einzufügen, da ich filigrane xxXx (allerdings liegt das wahrscheinlich an mir. Trotzdem fällt die veränderte Zeilenlänge unangenehm beim Lesen auf.
    XxXxXxXx
    XxX ai, was ist denn hier plötzlich los? Wo ist der Rest des Verses? *g*
    XxXxXxXx
    xXxXxXxXxX

    Ich finde es stört den Lesefluss doch erheblich, dass du so plötzlich mit deinem Schema brichst, da man sich schon in diesen angenehmen Singsang eingelesen hatte und plötzlich herauspurzelt.

    durch das bunte Blätterdach;
    Tropfen fallen in die Schalen,
    Hier verbindest du 2 Metaphern (Blätter als Dach und Blätter als Schalen), die nicht wirklich miteinander harmonieren.

    filigrane Bilder - wie aus Glas.
    Auch dieses Bild scheint mir nicht 100%ig zu funktionieren. Ich bringe Blätter auf dem Boden und Glas in meiner Vorstellung einfch nicht zusammen. Der Glas-Vergleich hätte besser zu den Tropfen gepasst.

    Nebelschleier nun umrunden,
    Strauch und Baum,
    hüllen Welt in Dunst für Stunden
    Nach "umrunden" muss unbedingt das Komma weg, sonst sind die Bezüge nicht ganz klar. "Umrunden" scheint mir auch sehr dem Reim geschuldet, da das Bild doch etwas seltsam wirkt...

    Ich würde an deiner Stelle noch ein bisschen daran feilen, da du eigentlich ganz nette Ansätze in deinem Herbstgedicht hast, obwohl die Beschreibungen nichts wirklich Neues bergen.

    Viele Grüße
    yaira

  4. #4
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    Danke für den Tipp! Also das Komma nach "umrunden", da gebe ich Dir vollkommen recht, zumal ich in der letzten Zeile mit Gedankenstrich gearbeitet habe.

    Nun das herauspurzeln ist gewollt.

    "Umrunden" weil es besser zu "Stunden" passt, wird hier aber im Sinne von "einhüllen" benutzt.
    Geändert von Eileen la Faye (21.10.2006 um 21:02 Uhr)

  5. #5
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    Nun das herauspurzeln ist gewollt.

    "Umrunden" weil es besser zu "Stunden" passt, wird hier aber im Sinne von "einhüllen" benutzt.

  6. #6
    yaira Guest
    Hallo Eileen,

    bitte verwende den "Ändern-Button", um Doppelposts zu vermeiden, die mag die Moderation nämlich gar nicht.
    Ich verstehe, was das "umrunden" bedeuten soll. Gefallen kann es mir aber trotzdem nicht, da ich es - wie gesagt - nicht für stimmig halte und man sehr stark merkt, dass die Verwendung des Wortes auf Kosten des Bild-Sinnes für den Reim eingesetzt wurde.
    Grüße
    yaira
    Geändert von yaira (22.10.2006 um 13:00 Uhr)

  7. #7
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    Okay, dass mit dem Ändern-Button ging nicht anders, weils offenbar für den Strang zu viel war, bin dauernd rausgeflogen un mein Beitrag war weg.

    Man kann da gar nix merken, weil dieses Gedicht nicht im üblichen Sinne ausgearbeitet wurde - bei mir geht sowas über Thema verinnerlichen und dann aus dem Herzen fließen lassen - manchmal kommt da was, ein andermal kommt nix.
    Probier es mal wie ich, lies es mal laut vor Dich hin, damit Du auch die Text-Melodie bekommst, erst dann wird es schlüssig.
    Geändert von Eileen la Faye (21.10.2006 um 21:01 Uhr)

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