1. #1
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    Meeresrauschen

    sanft erhebt sich
    ein leichter Wind.

    Wellengleich
    fallen deine Locken,
    umspielen
    dein zärtliches Gesicht.

    Atemhauch
    trägt unser Verlangen
    sacht über
    die See aus Leidenschaft.

    Meerestief
    versinken wir in uns,
    schwerelos
    im Rausch der Zärtlichkeit

    Spiegelmeer
    wogt silbern über uns,
    aufgewühlt
    von unserm Liebesspiel.

    Windgepeitscht
    zucken unsre Leiber,
    stemmen sich
    gegen Wellen aus Lust

    Sturmgebrüll
    bricht durch unsre Körper,
    befreit sich
    im extatischen Schrei.

    Stumm zerfließen
    Wasserberge.
    Geändert von Garahn (18.10.2006 um 11:46 Uhr)
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  2. #2
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    die idee mit den verschiedenen eigenarten gefällt mir

    aber ist mir dieses gedicht zu zusammenhangslos und teilweise wirk es auch ein wenig erzwungen

    was für mich ein manko ist das die strophen so zusammenhangslos wirken
    für mcih fehlt da die verbindung so wie es jetzt ist kann man sie nehmen und tauschen wie man lustig ist

    das andere was mich stört ist die willkürliche kleinschreibung der ersten udn letzten strophe dir mir weder inhaltlich noch metrisch was erklären kann

    und es einfach nur so der optik oder des auffallens wegen zu gestalten gefällt mir gar nicht

    für mich beinhaltet es gute ansätze die ausarbeitung liegt aber noch weit entfernt

    liebe grüße alexa
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  3. #3
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    Hallo fairy19,

    die Kleinschreinung der 1 S ist beabsichtigt. Der Satz greift ein unbekanntes Bild abrupt auf (wo erhebt sich der Wind???). Die Erklärung erfolgt dann im Verlauf des Gedichtes. Durch die Kleinschreibung wollte ich einen ruhigen und langsamen Einstieg markieren. Ich hoffe, das nicht alle dieses als willkürlich interpretieren. Haben mir nämlich wirklich mal Gedanken dazu gemacht
    Bei der letzten S ist es allerdings ein Versehen. Das werde ich sogleich berichtigen.

    Das die S zusammenhangslos sind, empfinde ich nicht so. M.E. lassen sie sich inhaltlich definitiv nicht willkürlich vertauschen. Sie folgen schon einem bestimmten Muster. Bevor ich das offenlege, will ich aber gerne noch anderen die Möglichkeit dazu geben.

    Welche Stellen erscheinen dir denn so erzwungen? Da ich jetzt sehr lange an dem Text gearbeitet habe, bin ich da wohl schon etwas "erblindet"

    Gruß

    Garahn
    Geändert von Garahn (17.10.2006 um 13:43 Uhr)
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  4. #4
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    Hi Garahn...

    Also ich muss sagen, ich finde nichts Erzwungenes an deinem Gedicht.
    Die Worte schweben fast, lesen sich weich und flüssig bis zum Höhepunkt, um dann
    wieder abzufallen...
    Also den Höhepunkt mit Meeresrauschen zu vergleichen finde ich, so wie du es
    hier getan hast, gut gelungen. Die Metrik denke ich nicht, dass man nachzukontrollieren
    braucht, so wie es sich liest, wäre selbst ein Metrikfehler egal ( was ich ohnehin
    nicht glaube, dass einer da ist !)
    Zusammenhanglos... nein finde ich absolut nicht,
    dass sich die Strophen willkürlich vertauschen lassen würden, ganz im Gegenteil,
    es baut sich auf... Ich gestehe, dass mir der Sinn der Kleinschreibung am Anfang verborgen
    bleibt, aber wenn du es so willst, dann sei es so, auf jeden Fall ist erkennbar, dass
    es mit Absicht geschieht.

    Ich finde dein Werk im Ganzen sehr gelungen !

    Was mich sehr verwunderte, war dein Erscheinen gerade in meinem eher Text als
    Gedicht, aber vl schaust du auch mal in die anderen rein. Da ist Besseres, vor
    allem weniger persönliches dabei

    lg... Shadow...
    neu: Düsteres Tal
    Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche bleibt den Augen verborgen.
    ( Der kleine Prinz, Saint Exupéry )


  5. #5
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    Hallo Shadow,

    danke für deine lobenden Worte.
    Ja, die S bauen aufeinander auf, wie ein aufkommender Sturm, der dann an seinem Höhepunkt plötzlich wieder abflaut.

    Wie gesagt, die Kleinschreibung zu Beginn erschien mir angebracht. Ich werde es auch dabei belassen.
    Das "Abfallen" zum Ende des Gedichtes ist hoffentlich auch positiv rübergekommen!? Die letzten Zeilen (Stumm zerfließen/Wasserberge) verbinde ich persönlich mit einem speziellen Bild/Gefühl, dass dem ganzen einen ruhigen Ausklang gibt.
    Ich hoffe, dass das dem ein oder anderen Leser ebenfalls so ergeht?

    Auf die Metrik habe ich jetzt nicht so besonders geachtet, es könnten/müssten also schon ein paar Fehler drinne sein

    Bei deinen Gedichten habe ich bereits mal reingesehen. Leider im Moment keine Zeit/Geduld, mich näher damit zu beschäftigen. Sorry.
    Hol ich aber mal nach!

    Gruß

    Garahn
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  6. #6
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    Hallo Garahn,

    eine nette Idee, Wind, Wellen und Wasser in eine erotische Situation einzubinden, was dir auch allgemein gelungen ist.

    Der Aufbau überzeugt mich auch.
    Eins habe ich aber trotzdem:
    Mir will das "Gebrüll..." nicht gefallen, ich denk da immer an eine Kuh auf der Almwiese

    Wie wäre es mit:

    "Sturmgetose
    bricht durch unsre Körper, --->ohne Häkchen
    befreit sich
    im lustvollen Schrei. ---> oder "durch..."

    Lieben Gruß,
    katzi
    Nickänderung: supikatzi wurde zu Chavali


    ~WÖRTERWUNDERTÜTE~

    Werkeverzeichnis (unvollständig - ruft nach Aktualisierung): Katzenspuren

    ©
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  7. #7
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    Hallo Katzi,

    gute Ideen von dir.
    Allerdings bin ich hier etwas Silbenfetischistisch gewesen. Müsste mir dass dann unter dem Gescihtspunkt noch etwas umbauen.

    Werd' mich aber mal ransetzen.

    Im Übrigen habe ich Gebrüll und extatisch absichtlich verwendet. Ich dachte, damit ließe sich der wilde, ungezügelte Höhepunkt von Sturm und Liebesakt gut verdeutlichen. Evtl. bin ich da etwas übers Ziel hinausgeschossen!?
    Wäre toll, wenn's dazu noch andere Meinungen gebe.

    Danke.

    Gruß

    Garahn
    Geändert von Garahn (19.10.2006 um 10:24 Uhr)
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