Thema: im Nebel

  1. #1
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    im Nebel

    Die nassen Blätter rauschen leise,
    die Bäume zittern und frier'n.
    Zwei kleine Tropfen malen Kreise,
    als sie das Wasser berühr'n.

    Sacht wogt der Nebel durch die Zweige
    im Windhauch, eiskalt und feucht.
    So geht auch dieser Tag zuneige,
    die Nacht wird langsam erreicht.

    Der weiße Schleier zeigt Konturen,
    wo ihn die Äste zerteil'n.
    So formt er flüchtige Figuren,
    die still die Lüfte durcheil'n.

    Die Kleidung klebt mir nass am Leibe,
    ich blick' in trüb-fahles Licht,
    am Horizont die blasse Scheibe,
    die nicht den Nebel durchbricht.

    Ich darf mich nicht zuviel bewegen:
    ich steh' auf sumpfigem Grund
    und vor mir reckt sich mir entgegen
    der Dämm'rung offener Schlund.

    Die Kälte wetzt an mir die Krallen.
    Ich lehn' an uraltem Holz.
    Der morsche Baum lässt mich fast fallen,
    ihn beugt gebrochener Stolz.

    Die rauhe Rinde an der Wange,
    als Schemen vor mir der Teich;
    derselbe Ort, schon ach wie lange,
    so karg und macht mich doch reich.

    Die Seele schwebt in weiter Ferne.
    Die Kälte spüre ich kaum.
    Dort oben streif' ich durch die Sterne;
    still stehen Zeit und auch Raum.

    Die Nabelschnur ist durchgerissen,
    die Hoffnung fest an mich band,
    doch bin ich überzeugt, zu wissen,
    wohin die Hoffnung verschwand.

    Weil die Gedanken bei Dir schweben,
    fällt jetzt das Leben nicht schwer.
    So kann ich Kälte überleben,
    die sicher sonst tödlich wär'.

    Der Augenblick soll niemals enden.
    Ich sehe dich hell und klar.
    Niemals könnt' ich mich von Dir wenden,
    dies' Bild ist zu wunderbar.

    Bei Dir steht mir der Himmel offen.
    Von Lieb' und Sehnsucht erfasst
    hab' Deine Seele ich getroffen
    fernab vom schwarzen Morast.

    Wir schweben durch des Weltalls Weiten.
    So nah' sind wir uns nur hier.
    Mein Herz will ewig Dich begleiten;
    wann kommst Du endlich zu mir?

    Ich merke nicht, ob Tränen fließen,
    ob's etwa Tautropfen war'n.
    Was könnt' die Liebe mehr versüßen
    als selber Liebe erfahr'n?

    Ich kehr' zurück von meiner Reise,
    vom Segen dies' Augenblicks.
    Zwei kleine Tropfen malen Kreise:
    es sind die Tränen des Glücks.
    Geändert von Y~shark (13.02.2007 um 19:11 Uhr)
    Ich versuche auch nur, zu sagen, wovon ich glaube, es seien meine Gedanken, in der Hoffnung, meine Meinung beruhe nicht einfach nur auf Irrtümern.
    Liebe macht blind - nicht blöd!

  2. #2
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    Puhh, langes Ding....
    An sich sehr schön mit Bildern gespielt und die Gefühle ausgedrückt.
    Aber zwei Dinge, so finde ich, sind nicht so gelungen.

    1. Die Länge: Nicht nur der erste Anblickerschlägt es einen fast.
    Sondern auch beim lesen wirds sehr langatmig...
    2. Die Metrik : Oft stolpert man, meist bei Zeile 3-4, und der Lesefluss ist unterbrochen. Weil es einfach nicht ganz aufgeht.
    Obwohl es metrisch zwar stimmt. (Habs mal ge-xX-t) Aber irgendwie stolpere ich doch.
    Vielleicht kanns ein Profi besser beschreiben.

    Aber im allgemeinen sehr gern gelesen und kommentiert.
    Copyrigth by ALF23176
    Gruss aus der schönen Schweiz !

    NEVER EVER GIVE UP !!!

    Auf was ich noch hinweisen wollte:
    Dein Sonnenschein; Die Welt; In Love;
    Elfchen; Du bist mein kleiner Stern;
    Alleine in der dunklen Welt; Feelings(Englisch);

  3. #3
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    139
    Möglicherweise wird dies niemand mehr lesen. Dennoch konnte und wollte ich meine ursprünglichen, von Mangel an Weisheit geprägten Worte hier nicht stehen lassen. Wer das ehemals hier vorzufindene, unerträgliche Geschwafel gelesen hat, möge mir bitte verzeihen. Ich will den kläglichen Versuch unternehmen, es in bessere Worte zu fassen:

    Hallo ALF23176! Daß du dich als Alien Life Form no.23176 zu erkennen gibst bestätigt meinen lang gehegten Verdacht, die Schweiz sei von außerirdischen Replikanten bewohnt.

    Erstmal Danke für's Lesen und Kommentieren. Es freut mich natürlich, wenn jemandem die verwendeten Bilder und dargestellten Gefühle zu gefallen vermögen. Was die Kritik angeht:
    1. Ich gebe zu, daß es sehr langatmig ist. Wahrscheinlich ließe sich die eine oder andere Strophe auch einfach weglassen, ich konnte mich bisher jedoch einfach nicht dazu durchringen. (Schließlich ist es unter meinen eigene Gedichten aus unerfindlichen Gründen bislang mein liebstes Kind.) Aber ich gelobe Besserung und will in Zukunft versuchen, alles etwas mehr zu verdichten.
    2. Obwohl es so schwer zu lesen war, hast du alle 60 Zeilen ge-xX-t?? Respekt, man! Auch hier muß ich zugeben: die Metrik ist wohl ziemlich gewöhnungsbedürftig. Der unbefangene Leser wird vermutlich ein wenig üben müssen, bevor es ohne Stolpern läuft. (Daß es mir selbst schon lange nicht mehr schwerfällt ist ja kaum ein Maßstab.) Ich wage nicht zu beurteilen, ob sich die Mühe des Übens lohnt, aber für alle, die es dennoch versuchen wollen, zur Sicherheit hier noch der Versuch einer möglichst genauen Wiedergabe meines Lese-Rhytmus:
    xXxXxXxXx
    xXxXxxX
    xXxXxXxXx
    xXxXxxX



    Vielleicht kanns ein Profi besser beschreiben.
    Schade eigentlich, daß das bislang ausgeblieben ist. (Ich würde gerne weitere Meinungen zu diesem Versuch eines Gedichts hören. Wer davor zurückscheut, ein altes Thema durch öffentlichen Kommentar neu aufzuwecken, ist herzlich eingeladen, mir stattdessen eine private Nachricht zu schicken.)

    Auf jeden Fall noch einmal Dankeschön für die Aufmerksamkeit und herzliche Grüße in die schöne Schweiz vom Y~shark
    Geändert von Y~shark (13.02.2007 um 19:13 Uhr)
    Ich versuche auch nur, zu sagen, wovon ich glaube, es seien meine Gedanken, in der Hoffnung, meine Meinung beruhe nicht einfach nur auf Irrtümern.
    Liebe macht blind - nicht blöd!

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