1. #1
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    Und wir lieben...

    Wir lieben das Schwache und werden schwach dabei,
    wir geben uns auf,
    uns in anderen zu finden,
    die für uns Spiegel und Wände sind im Labyrinth des Lebens.







    P.S.: Reimloses Gedicht! Kreidet mir also bitte keine fehlende Reime ein!

  2. #2
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    ich finde es echt schön
    und es spricht nur wahre worte...
    es ist kurz und knap drückt aber trotzdem total viel aus
    gefällt mir richtig gut
    Zum Schwarzen Rosengarten (Werkeverzeichnis)


    frisch aus meiner Feder Seelenbrand im Stundenschlaf, Göttertanz, Seelenduett,
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben
    Hermann Hesse

    *schwarzeRose*

  3. #3
    yaira Guest
    hallo Wolf,

    zuerst zu deiner Bemerkung: Hältst du die Leser auf dieser Seite für ein bisschen minderbemittelt?

    Zum Gedicht:
    Aus der Idee in V4 hätte man was machen können, mit ein wenig Arbeit. Aber das ist wirklich ein bisschen zu wenig für meinen Geschmack.
    Noch dazu scheint mir, als hätte sich ein Fehler eingeschlichen: Müsste es nicht heißen:
    Wir lieben das Schwache und werden schwach dabei,
    wir geben es auf,
    uns in anderen zu finden,
    die für uns Spiegel und Wände sind im Labyrinth des Lebens. ?

    Grüße
    yaira

  4. #4
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    Keine Sorge, ich halte euch nicht für unterbemittelt

    Es heißt richtig: "Wir geben uns auf..." Bezieht sich nämlich auf die Selbstaufgabe, einer Qualität, die immer weniger "Liebende" zeigen...

    @schwarzeRose: thx *verbeug*

  5. #5
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    Hallo Wolf...

    Wenn es *wir geben uns auf* heißt, was heißt dann *uns in anderen zu finden* ?
    Ich hätte es auch eher so gelesen

    wir geben es auf, uns in anderen zu finden....

    Ich denke, wenn du das ein wenig überarbeiten und ausbauen würdest, dann käme
    da was recht Gutes raus... die Ansätze gefallen mir.

    lg... Shadow...
    neu: Düsteres Tal
    Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche bleibt den Augen verborgen.
    ( Der kleine Prinz, Saint Exupéry )


  6. #6
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    hmm... Leute, dass ist Dichter-Deutsch, dass Wörtchen "um" auzulassen ist keine Erfindung von mir...

  7. #7
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    Hmmm ok ... gibt nun Sinn, aber ist nicht mein Ding diese Raterei...

    lg... Shadow...
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  8. #8
    yaira Guest
    *räusper* Dichter-Deutsch also... interessant. Das Problem an der Auslassung in diesem Fall ist einfach, dass die Lesart nicht eindeutig ist, und zu Missverständnissen führt und so etwas sollte man, denke ich, auch im Dichter-Deutsch bedenken.

  9. #9
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    Mein lieber Wolf

    eine Auslassung ist durchaus in der Lyrik gestattet, jedoch sollte bedacht werden, dass der Leser dann anhand des Kontextes in die richtige Richtung gelenkt wird, oder aber absichtlich auch falsch gelenkt werden kann. Solch sprachliche Spielerein sollten allerdings wohl überlegt sein. Hier wirkt es für mich nicht gut.

    Gruß
    Neustes Werk aus meiner Feder:
    Liebe und Romantik - Schlaflied (für L.), Ein Leiserwerden, ohne Titel
    Verzweiflung schreit nicht, Verzweiflung schweigt.

    Die Melancholie des Seins - Fortsetzungsgeschichte
    Die Melancholie des Seins - Gesammelte Werke

  10. #10
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    Abgesehen von grammatikalischen Fehler in der falschen Deutung, ist die "falsche" Deutung nicht zwangsweise falsch... auch wenn die richtige "eher" gemeint war... *euchverwirr*

    Übrigens ein Prominentes Beispiel für die Auslassung des "um":

    "Ein Ring sie zu knechten,
    Sie alle zu finden..."

  11. #11
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    Schlechtes beispiel, denn hier ist ein Missverständnis fast ausgeschlossen, denn hier wir mit dem Prinzip sowohl im ersten als auch im zweiten Teil des Satzes gearbeitet.
    Neustes Werk aus meiner Feder:
    Liebe und Romantik - Schlaflied (für L.), Ein Leiserwerden, ohne Titel
    Verzweiflung schreit nicht, Verzweiflung schweigt.

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  12. #12
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    Sowas zu verstehen, habe ich dann wieder keine Probleme, da ich ja selbst gern mal für den Rest der Welt unverständlich schreibe.
    So, jetzt zum Gedicht, Wolf.
    Ich kopier das Objekt der Begiere mal dreist hier hinein
    Wir lieben das Schwache und werden schwach dabei,
    wir geben uns auf,
    uns in anderen zu finden,
    die für uns Spiegel und Wände sind im Labyrinth des Lebens.
    Als erstes muss ich sagen; ich mag's.
    Aber durchaus hab ich auch was zu bemängeln.
    Ich kann mir vorstellen, dass du dir was gedacht hast bei der Länge der Verse, doch bei einem so kurzen Gedicht bietet es sich an, eine ansprechende Form zu behalten.
    Mein Vorschlag, es umzuschreiben, sähe wie folgt aus
    (ich weiß nicht, ob's deinen Vorstellungen gerecht werden kann)

    Wir lieben das Schwache,
    werden schwach dabei,
    wir geben uns auf,
    uns in anderen zu finden,
    sie sind unsere Spiegel und Wände
    in dem Labyrinth des Lebens.

    Ansonsten muss ich sagen, dass Spiegel und Wände für jeden von uns sicherlich manch geliebte Menschen darstellen in unserem Leben.

    Ave
    Weisheit bedeutet, keine Angst und keine Absicht zu haben.

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