Thema: Das Lied

  1. #1
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    Das Lied

    Das Lied

    Mit Musik in den Ohren geh ich die Straße entlang
    Die Dämmerung holt mich ein,
    ich lausche dem ungewöhnlichen Gesang
    und entfliehe dem Sinn des SEINS.

    Der Schnee um mich färbt sich langsam rot,
    ich rieche den Geruch von gewaltsamem Tod.

    Leichen liegen auf dem Boden,
    ein Schlachtfeld aus vergessenen Zeiten,
    die starren Körper sind mit Schnee überzogen.
    Ich lasse mich von den Klängen leiten.

    Ein kleines Mädchen mit weißem Haar
    geht barfuß durch die Totenschar.
    Der Anblick lässt sie lachen vor Glück,
    sie fasst einen Geist und tanzt ein Stück.
    Dann, aus einem nur ihr bekannten Grund,
    verschlingt sie das Seichte mit ihrem Mund.
    Kaum hat sie ihre Seele mit der seinen verbunden,
    fühlt sich ihr Körper an wie zerschunden.
    Ihr Haar wird grau,
    ihre Hände rau.

    Mit jedem tanzt sie den Tanz seiner Seele,
    bevor sie sich vereinigen.
    Ein Schrei entringt ihrer trockenen Kehle,
    denn Schmerzen beginnen sie zu peinigen.

    Ein schwarze Träne rinnt über ihr Gesicht,
    doch sie dient nur dem unbekannten Licht.
    Toter für Toter altert sie,
    in ihrem Kopf verschwimmen "immer" und "nie".

    Als sie das Ende der Straße erreicht,
    ist sie gezeichnet von tiefen Falten.
    Endlich wird auch ihr Körper leicht,
    der schnelle Tod lässt sie erkalten.

    Die Klänge haben sich gelegt
    und weiter geh ich meinen Weg.
    Geändert von Zimtstern (18.10.2006 um 21:56 Uhr)

  2. #2
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    wow. ich finds super! wirklich. sowas von gut. ein oder zwei reime, die ich nicht so gut finde, aber der gesamteindruck machts.

  3. #3
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    hey vielen dank!
    ist mein erstes gedicht das ich hier reinstelle, habe mich sehr über deinen kommentar gefreut.
    welche reime meinst du könnte man noch verbessern?
    lg zimtstern
    Geändert von Zimtstern (18.10.2006 um 14:50 Uhr)

  4. #4
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    hey zimtstern, das ist echt überwältigend! wie hast du das hingekriegt, wunderbar, wie schon erwähnt einige Reime sind nochmal zu überdenken aber im gesamten einfach super mach weiter so!

  5. #5
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    hallo zimtstern
    also inhaltlich gefällt mir dein gedicht auch ganz gut, auch wenn ich ihn nicht ganz verstehe...willst du ihn mir vielleicht erklären?

    naja...aber ein wow kommt dazu nicht wirklich über die lippen und von den socken reißt es mich auch nicht unbedingt.
    kurz: ich kann mich mich meinen vorrednern nicht unbedingt anschließen

    zunächst mal unterscheiden sich deine strophen ziemlich in ihrer länge.
    mal haben sie vier verse, dann nur zwei und dann sind es plötzlich zehn.
    es ist einfach keine regelmäßigkeit zu erkennen.

    was ebebfalls ins auge fällt ist, dass du in der vierten strophe einfach das reimschema wechselst.
    so hast du die ersten drei strophen alle im kreuzreim verfasst und die vierte steht plötzlich im paarreim.
    die folgenden strophen stehen dann wieder im kreuzreim.
    ??? gibt es da einen bestimmten grund dafür, oder wie darf ich das verstehen?

    in der ersten Strophe hast du dann im letzten vers auch noch einen kleinen grammatikfehler eingebaut.
    müsste es nicht eigentlich sinn des SEINS heißen und nicht wie du geschriebenhast sinn des SEIN?

    auch von der metrik bin ich nicht wirklich überzeugt
    es holpert an manchen stellen noch ziemlich beim lesen.

    aber ich denke, wenn du es noch mal überarbeitest, könnte sicher ein schhönes gedicht daraus entstehen

    lg
    rose
    Zum Schwarzen Rosengarten (Werkeverzeichnis)


    frisch aus meiner Feder Seelenbrand im Stundenschlaf, Göttertanz, Seelenduett,
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben
    Hermann Hesse

    *schwarzeRose*

  6. #6
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    @ katt
    ich kann nur nochmal danke sagen

    @ rose

    erstmal vielen lieben dank für deine kritik.

    zum inhalt des gedichts:
    ich beschreibe darin eigendlich nur eine szene die in mir hoch gekommen ist alles ich ein lied gehört habe. wie genau sie entstanden ist kann ich nicht erklären, aber sie war da und das hat mich einfach so überwältigt das ich ein gedicht darüber schreiben musst.

    also wie man merkt wechsel ich in dem gedicht zwischen paarreim und kreuzreim. eine strophe besteht immer aus den aufeinanderfolgenden, gleichen reimarten (ist das jetzt der richtige ausdruck?).
    ich habe beim schreiben des gedichts nicht darauf geachtet, welche reimarten ich benutze, sondern eher so geschrieben wie es mir gekommen ist, woraus sich die unterschiedlichen längen der strophen ergeben haben.

    ich hab mir das mit dem grammatikfehler nochmal angeschaut und muss dir zustimmen, ich werde das gleich ändern.

    ich muss zugeben, dass man beim lesen wirklich manchmal über ein paar zeilen stolpert, das liegt denk ich manchmal auch an der unterschiedlichen länge der zeilen.

    ich überlege mir, ob ich ein paar sachen noch ändere, möchte das gedicht aber so wie es jetzt ist hier stehen lassen, da es etwas her ist, dass ich es geschrieben habe und die emotionen von damals nicht verfälschen möchte.

    du hast mir sehr geholfen, auch für meine zukünftigen gedichte (die hoffentlich bald schreibe =).

    liebe grüße
    zimtstern
    Geändert von Zimtstern (18.10.2006 um 22:00 Uhr)

  7. #7
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    es freut mich, wenn dir meine kritik weiterhilft.
    es ist auch völlig in ordnung, wenn du die emotionen nicht verfälschen willst. das kann ich sehr gut verstehen. es sollten lediglich ein paar hinweise sein, auf die du nicht alle einzugehen brauchst, wenn du das nicht möchtest.
    ich hoffe, dass ich bald wieder ein gedicht von dir lesen werde

    lg
    rose
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  8. #8
    yaira Guest
    Hallo Zimtstern,

    da ich lese, dass du an diesem Gedicht eigentlich nichts mehr ändern möchtest, was die Essenz des Textes verändert, möchte ich hier nur ein paar rein formale Anmerkungen zu Grammatik, Interpunktion etc. machen, weil ich es für recht störend halte, auf Fehler in Gedichten zu stoßen.

    Das Lied

    Mit Musik in den Ohren geh ich die Straße entlang.
    Die Dämmerung holt mich ein,
    ich lausche dem ungewöhnlichen Gesang
    und entfliehe dem Sinn des SEINS.

    Der Schnee um mich färbt sich langsam rot,
    ich rieche den Geruch von gewaltsamem Tod.

    Leichen liegen auf dem Boden,
    ein Schlachtfeld aus vergessenen Zeiten,
    die starren Körper sind mit Schnee überzogen.
    Ich lasse mich von den Klängen leiten.

    Ein kleines Mädchen mit weißem Haar
    geht barfuß durch die Totenscharr. ein "r" zuviel
    Der Anblick lässt sie lachen vor Glück,
    sie fasst einen Geist und tanzt ein Stück.
    Dann, aus einem nur ihr bekannten Grund,
    verschlingt sie das Seichte mit ihrem Mund.
    Kaum hat sie ihre Seele mit der seinen verbunden,
    fühlt sich ihr Körper an wie zerschunden.
    Ihr Haar wird grau,
    ihre Hände rau.

    Mit jedem tanzt sie den Tanz seiner Seele,
    bevor sie sich vereinigen.
    Ein Schrei entringt (entringen wird laut Duden und laut meinem Sprachgefühl nur reflexiv, also in Verbindung mit "sich" gebraucht)ihrer trockenen Kehle,
    denn Schmerzen beginnen sie zu peinigen.

    Ein schwarze Träne rinnt über ihr Gesicht,
    doch sie dient nur dem unbekannten Licht.
    Toter für Toter altert sie,
    in ihrem Kopf verschwimmen "immer" und "nie".

    Als sie das Ende der Straße erreicht,
    ist sie gezeichnet von tiefen Falten.
    Endlich wird auch ihr Körper leicht,
    der schnelle Tod lässt sie erkalten.

    Die Klänge haben sich gelegt
    und weiter geh ich meinen Weg.

    Wie du siehst, ist vor allem die Zeichensetzung ziemlich schief. Solltest du noch ändern.

    Grüße
    yaira

  9. #9
    Registriert seit
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    @ yaira
    danke, dass du dir die mühe gemacht hast die ganzen fehler rauszusuchen.
    lg zimtstern

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