1. #1
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    Kampfansage an die Einsamkeit

    Mein zweiter Versuch überhaupt, ich hoffe diesmal ist es etwas "mehr Gedicht":



    Aus dir schöpfte ich mir mein ganzes Leiden,
    Dir gab ich ein Zuhause, mein Meer aus Angst,
    Aus dir suchte ich einen Weg Schlechtes zu meiden,
    Mir Schmerzen zufügen, das ist alles was du kannst.

    Gekostet von dir habe ich eine lange Zeit,
    Deine schönen Seiten aber sah ich verfliegen,
    Gekostet von dir habe ich viel in Hilfslosigkeit,
    Meine Illusionen aber konntest du nicht besiegen.

    In den Strom des Zweifelns ziehst du mich hinein,
    Treibst mich still und langsam in die Resignation,
    In den Schattenwelten meines Seins lässt du mich allein,
    Sag mir, für meine Mühe ist das jetzt der Lohn?

    Nun habe ich es endgültig Satt ein Nest für dich zu sein,
    Jetzt ist Schluß mit dem Dasein als Schatten meiner Selbst,
    Nun ist das Fass voll und keine Träne passt mehr rein,
    Bald wird dieser Albtraum beendet, möglichst schnellst'.



    Vielen Dank, falls sich jemand die Mühe macht.
    Geändert von hydronic (18.10.2006 um 02:56 Uhr)

  2. #2
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    huhu!

    der titel gefaellt mir sehr gut, das gedicht eher weniger wenn ich ehrlich bin...
    denn neben grammatikalisch eher gewagten konstruktionen ( "moeglichst schnellst' selbst fuer die dichterische freiheit zu frei) kann ich den verlauf des gedichtes, das ende und den titel nicht zusammen fuegen.

    der verlauf drueckt wut ueber eine person aus, der schluss ist offen weil man nicht weiss was der erzaehler tuten wird und der titel laesst auf reintigration in die gesellschafft schliessen.

    meine einzige interpretation ist, das eine einsame person von jemanden zurueckgelassen worden ist und nun seine ruckkehr in die gesellschaft beschliesst. aber sollte dann das gedicht nicht ueber selbsthass kunde tun weil der erzaehler nicht ueber eine gewisse person hinwegkommt?

    ich schaetze ich brauch hilfe...
    nicht boes gemeint...

    vieleicht bin ich ja nur einfach blind

    grusss
    "Die groessten Kritiker der Elche,
    waren frueher selber welche!"
    -F. W. Bernstein

  3. #3
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    @QoN: Erstmal vielen Dank für Deine Kritik. Meinen grammatikalischen Patzer (ich hoffe doch es ist nur einer?) habe ich bisher noch garnicht wahrgenommen, ist ja auch schon spät.

    Wenn mir ein anderes passendes Wort einfällt, womit ich den Kreuzreim komplettieren kann, werde ich es dann berichtigen.

    Zum Inhaltlichem: Es geht mir in diesem Gedicht nicht um Wut über eine Person, vielmehr soll es eine Kampfansage an die (personifizierte) Einsamkeit darstellen. Am Ende wollte ich absichtlich Interpretationsspielraum lassen, so kann es einerseits ein positives Ende nehmen, wie von dir schon angedeutet die Reintegration zurück in die Gesellschaft, oder ein negatives - sei es jetzt mal dahin gestellt, ob man darin sogar den Selbstmord sehen soll.

    Klarer geworden?
    Geändert von hydronic (18.10.2006 um 03:13 Uhr)

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