1. #1
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    Heut Nacht lieg ich bei dir

    Heut nacht lieg ich bei dir

    Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht. Es hämmerte, es dröhnte. Laut und lauter, schnell und schneller und hektisch, zereißend, schreiend. Ihr Kopf nickte im Takt der Musik. Die Ohren erfüllt vom Bass und sich in den harten Gitarrenklängen wiegend saß sie in ihrem Zimmer. Der Teppich war grau-weiß gefleckt, beschmutzt von Zigarettenasche. Die Augen geschlossen und trunken von den aggressiven Tönen nahm sie nichts um sich herum wahr.
    Schwarze Haare folgten den Bewegungen ihres Kopfes und schlugen ihr immer wieder in das nasse Gesicht. Nass von Tränen, nass von Schweiß, Schweiß von Angst. Wie lange hatte sie dort gesessen? Eine Stunde oder zwei vielleicht. Die Flammen der schwarzen Kerzen um sie herum schienen auch von der Härte der Musik beeindruckt und zuckten nervös hin und her.
    Ihr Kopf war völlig gedankenfrei, wie in Trance, als würden andere ihre Bewegungen lenken wie eine hilflose Marionette.
    Ihre kalten Hände lagen in ihrem Schoß, auf dem Stoff ihrer schwarzen Hose, gespickt mit Löchern, zerrissen und kaputt wie ihre Seele. Die Rasierklinge lag noch neben ihr. Blutgetränkt, rotgefärbt, purpurn getuscht. Die tote Lebensflüssigkeit hatte sich auch über den Teppich ergossen und mischte sich mit der darauf verteilten Asche zu einer furchtbaren Substanz.
    Ruckartig öffnete sie die Augen, die Pupillen geweitet starrte sie in den düsteren Raum. Der Atem ging flach und hektisch, hektisch wie die Musik, deren Lautstärke sind an die Wände presste, als wollte sie sie sprengen.
    Sie stand auf, dabei fiel die Kette mit einem dumpfen Geräusch auf den Boden. Sie hatte sie die ganze Zeit im Schoß gehabt. Aber sie schien es nicht zu merken, obwohl sie dieses Schmuckstück sonst immer behütet hatte, wie einen wertvollen Schatz.
    Sie wankte auf nackten Füßen durch den engen Raum zum Tisch und stützte sich ab. Sie betrachtete ihre Arme. Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht Narben zählte sie darauf. Sie kreuzten sich, bildeten ein Muster, ein Schema. Jetzt brannten auch die frischen Schnitte. Sie lächelte. Sie lächelte immer, wenn die Schmerzen endlich stärker wurden. Von dem Moment, in dem sie die stumpfe Klinge ansetzte und sich das Blut am Metall vorbeidrängte und bis die Wunden brannten, da war sie glücklich. Da war sie frei. Ihre Art zu spüren, dass sie lebte. Dann fühlte sie sich nicht wie eine leere Hülle; sie füllte sich lebendig wenn sie sah, wie das dunkle Rot ihre Haut streichelte.
    Warum nur er? Er war doch nicht betrunken gewesen. Es war der andere, der im Rausch des Alkohols in ihn hineingerast war. Verzerrte Bilder bauten sich schwermütig in ihrem Kopf auf. Der Lack meliert. Die Scheiben zerbrochen in Tausende kleine Splitter. Alles was sie je liebte war ihr innerhalb von Tausendsteln einer Sekunde genommen worden.
    "Er war sofort tot. Er hat nichts gespürt. Der Aufprall brach ihm das Genick" Das hatte der Polizeibeamte zu ihr gesagt. Monoton und ohne Gefühl, als hätte er diesen Satz auswendig gelernt, um ihn routiniert für sie aufzusagen. Sie war in sich zusammen gesackt. Der Aufprall war hart und der Asphalt kalt und übersät von kleinen Glassplittern...
    Und nun stand sie hier und war genau wie auf der Straße vor zwei Wochen ganz allein. Nächtelang hatte sie wachgelegen, weinte sich in den Schlaf, wachte schreiend auf und fiel wieder zurück in traumlosen schwarzen Schlaf.
    Heute Nacht nun wollte sie nicht mehr. Ihre Haut mit der Klinge zu schinden, verlor langsam seinen Reiz und seine Wirkung und das Leben in ihr schien doch stehen geblieben zu sein und stur gegen den Strom zu schwimmen ohne von der Stelle zu kommen.
    Sie ließ sich auf ihr weiches Bett fallen und zog die Decke über den Kopf. Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht. Noch immer schrie sie die Musik an. Ihre Beine zitterten im Rhythmus. Sie hatte jedes Zeitgefühl verloren in ihrer Traurigkeit und Verzweiflung.
    Es klopfte an der Tür. Sie hörte es nicht. Sie nahm ja auch sonst nichts wahr außer Musik und Schmerz.
    Jemand rüttelte sie, packte sie fest, schüttelte, zerrte. Zerrte sie sogar aus dem Bett.
    Plötzlich zerstoben die hitzigen Klänge und es würde still. Sie öffnete die Augen, sah den Eindringling an, der ihr Bewusstsein aufwirbelte.
    "Was?", krächzte sie. Sie hatte seit Wochen nicht gesprochen.
    "Du musst aufhören.", sagte die vertraute Stimme ihrer besten Freundin von irgendwo her.
    "Ja, das muss ich", flüsterte sie und stand auf. Sie wurde festgehalten. Mit letzter Kraft riss sie sich los.
    Sie rannte und rannte bis zur totalen Erschöpfung. Neben dem Baum lies sie sich nieder und sah gen Himmel. Die Sterne und der Mond lachten sie an und sie lächelte gequält zurück.
    "Heut nacht lieg ich bei dir". sagte sie. Shakespeare's Romeo und Julia hatte sie schon immer gemocht. Den Film mit Leonardo di Caprio hatte sie so oft gesehen. Mit ihm zusammen, so oft und dicht an dicht. Sie hatte seinen Duft in der Nase, sein Gesicht vor Augen und seine Stimme in ihren Ohren. "Ich liebe dich" hatte er immer gesagt. Sie hatte immer gewusst, dass es so war und immer gedacht, dass es ewig so bleiben würde.
    Doch nun war er fort. Für immer.
    "Heut nacht lieg ich bei dir."

    Samstag 26.10.1998

    Hamburg. Heute Morgen wurde in der Nähe des Stadtrandes im Park die Leiche einer 17-jährigen Schülerin gefunden. Laut Polizeiangaben hatte sie sich mit einer Überdosis Schlaftabletten selbst getötet. Sie wurde bereits von ihren Angehörigen identifiziert. Man vermutet als Motiv für den Selbstmord den Tod ihres Freundes. Er starb vor 2 Wochen bei einem Verkehrsunfall.

  2. #2
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    würde mich über kritik freune ..mi^^
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  3. #3
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    Hallo Elfenkind

    Was du tust, also das posten einer neuen Antwort ohne wesentlichen Grund (starke Veränderung am Text z.B.), um den Text aus der Versenkung zu holen, fällt unter spamming.

    Das wird nicht gern gesehen und in extremen Fällen wird der Faden geschlossen. Dann hättest du gar keine Möglichkeit mehr, Rückmeldungen zu erhalten.
    Lies doch die allgemeinen Nutzungsbedingungen durch.

    Es ist leider so, dass viele Texte im Forum unkommentiert untergehen. Wenn du dich selber in die Diskussion in anderen Fäden einbringst, Fremdes kommentierst und Interesse nicht nur an deinem eigenen zeigst, steigt die Chance, dass deine Gedichte gelesen und ev. auch kommentiert werden.


    LG
    yarasa/Moderatorin
    Saitenweise Ideen
    aber vielleicht leckt das Gehirn so sehr, dass ich auch mal wieder dichtend unterwegs sein werde

    Eine Art Grundsatzpapier zu meinen Kritiken
    yarasas Fingerübungen

    Die Frederick-Maus hat mich schon als Kind nachhaltig verdorben. Von da an wollte ich Dichterin sein.

  4. #4
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    auf die gefahr hin, dass das hier wieder als spam anerkannt wird (was dann nich meine absicht ist und nie war)

    zu meiner verteidigung: mach ich doch. bin aber erst seit gestern angemeldet und daher noch nich so aktiv. entschuldigung...das editieren ist leider schief gelaufen.
    Sinnlos ist ein Leben ohne Unsinn.

  5. #5
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    Hallo, Elfenkind,
    du hast Glück, ich stieß auf dein Werk und kann viel mit Prosa anfangen.

    Zuerst einmal muss ich yarasa Recht geben. Anmerkungen wie: "Würde mich über Kommentare freuen" (oder auch Korrekturen, Hinweise und Sonstiges) kannst du im selben Beitrag, etwas über- oder unterhalb des Textes, posten. Außerdem stehen andere Schriftarten und Einrückungen zur Verfügung. Das ist auch nachträglich möglich, indem du "Ändern" wählst. Nur ein Tipp.

    Eine Vorwarnung: Ich werde wahrscheinlich nicht auf das eingehen, was du dir erhoffst. Ich konzentriere mich hauptsächlich auf die handwerklichen Aspekte deiner Arbeit und hoffe, dir so auf lange Sicht nützliche Anstöße geben zu können. Jemand anders wird sich vielleicht auf der gefühlsmäßigen Schiene damit auseinander setzen, aber für mich als (schätzungsweise) ernsthafteren Autor ist es wichtig, dass du verstehst, wie entscheidend das Handwerk ist, wenn man gute Texte schreiben will, sicher wichtiger als das Gefühl (obwohl es ganz ohne Gefühl natürlich auch nicht geht ...)

    Der Einstieg deines Textes, so etwa bis zur Hälfte, hat mir gefallen. Ich bin zwar nicht total begeistert, aber mir sind an manchen Stellen deine sprachliche Differenziertheit (Wortwahl u. sprachl. Bilder) ...
    Der Lack meliert.*
    Musik, deren Lautstärke sich** an die Wände presste...
    ... und die Verwendung mancher Stilmittel aufgefallen, vor allem rhetorischer Art:
    Laut und lauter, schnell und schneller und hektisch, zerreißend***, schreiend.
    Nass von Tränen, nass von Schweiß, Schweiß von Angst.
    Sowas ist ganz gut, aber Vorsicht: Zu viele Wiederholungen nerven.
    Der Atem ging flach und hektisch, hektisch wie die Musik
    Sie kreuzten sich, bildeten ein Muster, ein Schema.
    Diese ganzen doppelten und dreifachen Wiederholungen (es gibt noch viel mehr!) sind wahrscheinlich zuviel des Guten, und mich überkommt der Verdacht, dass es zu einer guten Schilderung wohl noch nicht reichte. Ein Mangel, den die immer gleichen Sprachspielchen nicht überdecken können. An diesem Punkt habe ich noch auf die Handlung gehofft.

    Leider habe ich weitere negative Kritik hinzuzufügen, nämlich sprachliche und inhaltliche Schwächen, die den Gesamteindruck mitbestimmen.

    offensichtliches Konzept:
    Die häufige Betonung der Farbe Schwarz erscheint, entschuldige, ein Bisschen überflüssig. Du versuchtest sicher, den inneren Zustand der Hauptfigur durch ihr Äußeres
    Ihre kalten Hände lagen in ihrem Schoß, auf dem Stoff ihrer schwarzen Hose, gespickt mit Löchern, zerrissen und kaputt wie ihre Seele.
    bzw. durch ihre Umgebung
    Die Flammen der schwarzen Kerzen um sie herum schienen auch von der Härte der Musik beeindruckt und zuckten nervös hin und her.
    darzustellen, diese Passagen haben auch ihr Gutes, sind aber insgesamt doch etwas zu offensichtlich, würde ich meinen.

    In die Schilderung einer solchen Situation würde ich mehr Geheimnis legen, anstatt zu viel zu früh zu verraten.

    Das Motiv dieses anfänglichen Bildes, von der am Boden zerstörten jungen Frau, ist durchaus sehenswert - doch die Zeichnung bisher noch nichts Besonderes.

    Ein paar Beispiele für ungünstige Wortwahl:
    Blutgetränkt, rotgefärbt, purpurn getuscht.
    Vielleicht solltest du dich einfach für ein Adjektiv entscheiden. Purpur ist nicht blutrot.
    Alles, was dir gerade einfällt, möchte der Leser gar nicht hören; er will das richtige Wort.
    Letztendlich entscheidest du, welches richtig ist, aber die Entscheidung muss getroffen werden!
    Die tote Lebensflüssigkeit hatte sich auch über den Teppich ergossen und mischte sich mit der darauf verteilten Asche zu einer furchtbaren Substanz.
    Erst einmal "tote Lebensflüssigkeit": das ist ja ein netter Widerspruch, aber dieser ist schon seit Urzeiten niemandem mehr was Neues (Blut als Essenz des Lebens, und, wenn sichtbar, ein Zeichen von Schmerz, Verletzung, Tod ...). Daher würde ich das in dieser kurzen Wendung (ohne Vertiefen des Widerspruchs) nicht wirklich als Stilmittel werten, sondern eher als Klischee.
    Nun zu der "furchtbaren Substanz": Findest du diesen Ausdruck angemessen? Was genau ist denn an der Substanz so furchtbar? Die Beimengung von Blut? Heutzutage haben Fünfjährige schon literweise Blut gesehen! Das Furchtbare ... worin besteht es, und wie beschreibt man es am besten?

    Verwendung von Klischees (abgenutzte, weil massenhaft gebrauchte Strickmuster und sprachliche Elemente):
    Die Rasierklinge lag noch neben ihr.
    [u. v. m.]
    ... ab hier versinkt die Handlung nur noch mehr ins Klischeehafte, und mit ihr ist fast der gesamte Text betroffen.
    Nur der Anfang, wo alles noch unklar ist, vermag mit dem Aufbau von Spannung stellenweise zu überzeugen, und das Ende fällt auf, welches auf eine Irreführung des Lesers baut (der kurzzeitig mit einem Happy End rechnet).
    Die Doppeldeutigkeit des Titels erkennt man am Ende gut, das ist dir gelungen.
    Aber leider ist diese Idee (nebeneinander liegen, im Bett wie im Grab) auch nicht so ganz neu ... um genau zu sein, ist sie ähnlich in vielen Gedichten im Forum veröffentlicht worden (aber nicht unbedingt besser ...)

    Noch was: Ob der Nachrichtensprecher am Schluss wirklich nötig ist? Das kann man doch interessanter beschreiben als mit Hilfe dieses trockenen, sachlichen Sprechers. Der Leser versteht die Zusammenhänge auch so, sobald er erfährt, dass sich die Hauptfigur umgebracht hat. Ihr Motiv dafür ist nicht besonders schwer zu erraten, nachdem du vorher schon kein Geheimnis darum gemacht hast. Also ist der Nachrichtensprecher in meinen Augen nur für einen TV-Effekt gut, aber eigentlich nicht nötig, UND: Ein Ende neu zu schreiben ist immer eine hervorragende Übung!

    Naja, du willst bestimmt erstmal nichts mehr hören. Es ist ja nicht böse gemeint, dessen sei gewiss! Ich nehme, wie gesagt, das Handwerk sehr ernst, weil es die nötigste Voraussetzung für Perfektion ist. Mit manchen Beurteilungen liege ich vielleicht auch daneben, das werden die Reaktionen der anderen Leser zeigen.

    Was auch immer du damit anfängst, ist dir überlassen, ich wünsche Gute Nacht und viel Freude mit der Literatur für die Zukunft etc. bin ich müde ...

    Tschö!
    f@c@


    [*Interessant, dass du hier ganz kurz ins Präsens schwenkst. Dazu in einem sehr kurzen Satz, der zugleich eine Metapher sein soll. Interessant ist das, da es für diesen Wechsel der Zeitform (streng genommen falsch) vielleicht gute Gründe geben könnte ...]
    [**Rechtschreibung: sind --> sich]
    [***Rechtschreibung: zereißend --> zerreißend]
    Geändert von fatcat (29.10.2006 um 11:24 Uhr)
    fatcat's Zahmlose
    Es ist etwas an meinem Wort
    dran, das sticht.

    Tippsen: \_anamolie_/\_Flamme_/\_Anti Chris._/ ~ Bewegungsschule(fit for fun) ~

  6. #6
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    erstmal vielen lieben dank, dass du dich so intensiv mit dieser story auseinandersetzt.

    ich gebe dir im nachhinein in einigen punkten sehr wohl recht. z.b. beim argument, dass der leser DAS wort will und nich soviele. da sollt ich wirklich noch einmal ansetzen.

    ich muss zu dieser geschichte allerdings auch anmerken, dass dieses mädchen eine art spiegelbild meiner selbst ist bzw. war (die geschichte is älter)
    ich sehe so aus, habe schwarze haare und schwarze kerzen in meinem zimmer.
    sie führte für mich den schritt aus, den ich gehen wollte.
    die sache mit der selbstverletzung empfinde ich nicht als klischee. ich bin selber gefährdet in dieser hinsicht und kenne in meinem umfeld menschen, die sich auf diese weise lebendig machen. ich war in einer sehr schwierigen phase als ich das schrieb, natürlich ist die emotionale schiene dadurch sehr breit geworden. in dem moment war der text mein ventil.

    dass die idee der trauernden liebenden, die ihrem mann in den tod folgt alt ist, weiß ich. und der bezug zu shakespeare war bewusst gewählt.

    außerdem: purpurn getuscht...hast recht, passt vielleicht nich ganz. obwohl ich das tuschen gut fand.

    die furchtbare substanz. ich weiß nicht, ob du schonmal blut gesehen hast das sich mit asche mischt. ich schon, sieht grausam aus...zum rückwärtsfrühstücken...

    den zeitungsartikel am ende fand ich eigentlich ne recht gute idee. in dem fall halt ich es vielleicht sogar für geschmackssache.

    trotz der negativen kritik..vielen dank
    Sinnlos ist ein Leben ohne Unsinn.

  7. #7
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    Amnd, Elfenkind,

    schön, dass ich dir eine Anregung geben konnte. Da du ein paar meiner Punkte versuchst zu entkräften ... letzten Endes war meine Kritik nicht so negativ, wie es den Anschein hat. Ich habe mich mit deinem Werk nur vom literarischen Standpunkt aus beschäftigt und gleich zu Anfang das in meinen Augen viel Versprechende genannt. Der Rest ist, wie gesagt, deine Sache.

    Dass du eigene Erfahrungen verarbeitest, ist nur natürlich, wer macht das nicht? Auch ist Literatur wohl immer ein Ventil, für irgendwas.
    Aber vielleicht ist es besser, die eigenen Spuren (in einem Text an die Öffentlichkeit) zu verwischen, und dem Text eine allgemein anerkennbare Bedeutung zu geben.

    Ich wünsch dir viel Spaß hier im Forum,

    adieu bis auf Weiteres!

    f@c@

    Don't worry, be happy!
    Geändert von fatcat (29.10.2006 um 11:34 Uhr)
    fatcat's Zahmlose
    Es ist etwas an meinem Wort
    dran, das sticht.

    Tippsen: \_anamolie_/\_Flamme_/\_Anti Chris._/ ~ Bewegungsschule(fit for fun) ~

  8. #8
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    ist zwar vielleicht richtig..allerdings ist das internet anonym..zudem ist diese entwicklung nur in meinem inneren geschehen..davon wissen nur vereinzelt 2-3 leute...und von daher muss man nich darauf kommen, dass ich es selbst bin. zumal ich inzwischen anders aussehe,.
    Sinnlos ist ein Leben ohne Unsinn.

  9. #9
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    Hallo, Elfenkind,
    ich gebe meinem Vorredner in allen Punkten Recht. Und wenn zwei Leser die gleichen Kritikpunkte haben, dann sollte Dir das zu denken geben. Ich kann durchaus nachfühlen (aber mehr aus Gründen der Lebenserfahrung als aus der Lektüre Deiner Geschichte), wie es Dir (oder dem lit. Ich) ergangen sein muss. Dennoch: Die Verarbeitung in einer Geschichte darf sich nicht in stupiden Wiederholungen und sich widersprechenden Allgemeinplätzen erschöpfen.
    Liebe Grüße,
    heinzi

  10. #10
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    ich find es allerdings recht unfair in diesem zusammenhang von stupide zu reden, zumal ich zugegeben habe, dass die kritik berechtigt ist.
    vergiss bitte nicht, was mir dieser text bedeutet.
    mag ja sein, dass ihr mir helfen wollt. und ist auch gut..ich sehs auch ein, aber ich find deine worte beleidigend.
    (ich war jetzt nur so ehrlich wie ihr)
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  11. #11
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    Da wo du nich bist =)
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    Mir gefällt die Geschichte.
    Ich würde den schluss weglassen!! den "Bericht" über den Tod der Hauptfigur!! Es... macht das ganze zu einfach.

    Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht.
    Weg damit !! Weg damit !! tut mir leid aber -> Grässlich >.<
    Du zählst insgesamt 3x von 1-8, das gibt keinen guten effekt !!

    Als du angefangen hast mit Romeo & Julia... hatte der Text schlagartig keine Wirkung mehr.

    Sonst kann ich mich Größtenteils den kritikpunkten von f@c@ anschliessen.

    Weiter: du hast also(was man sehr oft sieht) ein schwieriges Erlebnis in einem Text verarbeitet, wodurch er dir viel bedeutet... nun gut, bedenke bitte dass andere mit deinem Text nichts erlebtes verknüpfen und sich ausschließlich damit befassen was du schreibst, nicht was du dabei denkst/fühlst.

    Letzendlich finde ich den Text relativ gut, nichts atemberaubendes, aber eben gut. Ich bitte dich trotzdem das ganze 1. ein wenig zu überarbeiten(kann ja nur besser werden^^) und 2. mit dem Satz:"Heut nacht lieg ich bei dir." das ganze zu beenden und einen somit einen offenen Schluss zu lassen!!

    MfG Das Daihatschi
    Wie viel Blut muss vergossen werden, um die Wolken rot zu färben?

  12. #12
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    Hallo Elfenkind!

    Deine Kurzgeschichte hat mir gefallen, man liest die Emotionen heraus, die der
    Verfasser dabei gefuehlt hat.
    Als Leser konnte ich mir den ganzen Ablauf gut vorstellen, die Bilder im Kopfkino sind gestochen scharf, von daher...ein Lob.

    Zur Umsetzung stimme ich f@c@ zu...weniger ist oft mehr und zuviel Dramatik in einer Zeile, z.B. 'blutgetraenkt, rotgefaerbt, purpurn getuscht'...das schlachtet eine Aussage mehr aus, als sie hervorzuheben und somit des Lesers Interesse gefangenzuhalten und seine Phantasie zu befluegeln.

    Ich bin kein erfahrener Kritiker in Prosatexten, daher kann ich auch nur beurteilen, was mir an einem solchen Werk gefaellt oder nicht.

    Dass es mir gefallen hat, hab ich schon gesagt, jedoch mit fundierter Kritik wie der von f@c@ kannst Du sicher mehr anfangen.

    Was ich mir beim Lesen Deiner Erzaehlung wuenschen wuerde, waeren ein paar Absaetze, die, wenn sie strategisch geschickt angebracht sind, durchaus zur Steigerung der Spannung beitragen.
    Der Lesefluss wird uebersichtlicher und angenehmer und es wird einem optisch die Moeglichkeit gegeben, Luft zu holen und mit gesteigertem Interesse den naechsten Absatz in Angriff zu nehmen

    Wenn Du Dich eine Weile in diesem Forum aufhaeltst und viel liest, auch die Kritiken zu guten UND schlechten Werken, dann wird Dir einiges auffallen, dem Du vorher keine Bedeutung beigemessen hast.
    Ich glaube, es ist uns allen so ergangen. Wenn ich mir das erste Gedicht jetzt ansehe, das ich hier eingestellt habe, dann bin ich aufs Hoechste erstaunt, wieviel ich hier schon gelernt habe.
    Von Kritik profitiert man am meisten, da man als Schreiber manchmal einfach den Baum im Wald nicht sieht.

    Lob ist sehr anspornend, aber man will sich ja auf den Lorbeeren net ausruhen..und der Ehrgeiz, es beim naechsten Mal besser zu machen, wird nur durch fundierte Kritik gefoerdert.

    Kritik ist auch nie persoenlich zu nehmen, sie bezieht sich ausschliesslich
    auf das Werk.
    Falls hier jemand einen Autor persoenlich angreift oder auch das Werk mit
    unangebrachten Worten niedermacht, kuemmern sich die Mods sehr verlaesslich darum.

    Liebes Elfenkind, lass es Dir nicht verdriessen, stell weiter Deine Werke hier ein. Dass sich User die Muehe machen, es zu zerpfluecken, ist positiv zu sehen, wenn jeder denken wuerde, der Aufwand lohne sich net, wuerdest Du keinen einzigen Kommi hier vorfinden.
    Summa summarum: Deine Kurzgeschichte ist in jedem Fall um Laengen besser als so manches, was man hier praesentiert bekommt..

    Herzliche Gruesse
    von Lailany

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