Sie flüchteten in großer Hoffnung,
sie flüchteten vor ihrem Herrn,
zu ihrer Heimat in den Süden,
als Kompaß nur den Nordenstern.

Das Schiff, das sie sich angeeignet,
war klein, doch sie voll Tatendrang,
sie waren endlich freie Menschen
und trällerten den Freigesang.

Das Meer war klar, die Winde günstig,
sie segelten wie von allein.
Doch plötzlich schlug’n die Wellen höher
und Stürme peitschten auf sie ein.

Es hagelte, als wär’ns Geschosse
und Blitze trafen wie gezielt.
Sie waren nicht mehr Herr der Lage,
ihr Freiheitstraum war ausgespielt.

Das Schiff versank und gute Seelen
schwebten hinauf in Gottes Reich,
doch als sie durch die Pforte wollten,
da sprach der Himmelswächter gleich:

„Ihr könnt nicht rein. Gott ist beschäftigt!
Habt Einsicht meine lieben Leut’!
Kommt morgen wieder, seit geduldig:
Denn Schiff-versenken spielt er heut.“