Thema: Erntezeit...

  1. #1
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    Erntezeit...

    Erntezeit


    Auf dem Acker meiner Sehnsucht,
    säht’ ich Träume die dort schliefen.
    Ja, auch in des Sturmes Ausbruch
    zwang mich raus, um sie zu gießen.
    Ich ließ zurück das Heim, die Lieben.

    Auch nach Seen Schweiß und Tränen,
    welch ich auf der Erd vergossen,
    sah ich in ihr kein neu Leben.
    Zweifelte nun an dem Hoffen.
    Bin ich ertaubt an Kirchenglocken?

    Eines Abends, ratlos, müde
    ersucht ich Antwort im Gebet:
    Wieso keine einzig Blüte
    meine selbstlos’ Arbeit trägt
    ohne das Gefühl, dass wer mich versteht.

    Völlig dem Acker abgewandt,
    sucht’ ich Heil in neuen Weiten.
    Dort fand ich dich und hab erkannt,
    du hast Stärke, sahst mein Leiden.
    Wolltest mich liebevoll begleiten.

    Du gabst neue Kraft zum Träumen
    und Gott sei Dank hast du zugleich
    reich bestellt das Feld mit Bäumen
    an denen es so sprießt und treibt,
    dass nun die Frucht der Liebe reift.

    Dass ein Gebet man doch erhört
    und man uns ein Engel sendet,
    dass die Sehnsucht nicht verdörrt,
    bis das Glück die Dürr’ beendet,
    Darauf vertrau ich ohne Ende!

    Ich habe dieses Gedicht bereits in der Kategorie "Liebe / Romantisches" gepostet und bin mir nicht bewusst, ob ich gegen ernste Regeln des Forums verstoße, wenn ich es auch hier erscheinen lasse...
    Dennoch finde ich, es ist ein Gedicht, das sich genau auf dem schmalen Grad zwischen romantischer Gefühle und dem Hoffen und Träumen bewegt.
    Vielleicht findet es hier etwas vermehrt und vielleicht auch anderswillige Resonanz, also würdet ihr mir einen Gefallen tun, kurz und knapp einen kritischen Kommentar zu posten bzw. Verbesserungen vorzuschlagen.
    Danke... NoZ . L
    Geändert von NoizeOfZilence (19.10.2006 um 17:24 Uhr)
    Denken war mir stets eine mühsame und reizlose Beschäftigung
    Rousseau

  2. #2
    yaira Guest
    Hallo NoZ,

    erstmal: Willkommen hier. Leider muss ich dir sagen, dass du sehr wohl gegen eine Regel des Forums verstößt. Du darfst täglich nur ein Gedicht in einer Rubrik posten. Lösche doch bitte eins wieder. Verstehst du, jeder hier möchte gelesen werden, da ist es einfach nicht besonders fair, ein und dasselbe Gedicht doppelt zu posten und damit andere zu verdrängen.

    Zum Gedicht:
    Was mir wirklich negativ aufgefallen ist sind die unheimlich vielen Elisionen, die du verwendest. Sie sind zulässig, v.a. um ein Metrum zu halten, aber in so großer Zahl sind sie doch eher störend als hilfreich.
    Auch deine Reime sind an vielen Stellen sehr unsauber. das Reimschem allerdings gefällt mir an sich.
    Thematisch finde ich deinen Text interessant.
    Falls du was mit einer Metrikanalyse anfangen kannst, sag bescheid.

    Viele Grüße
    yaira

  3. #3
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    Alles klar...

    He Yaira,

    ich habe nun eins gelöscht und kann verstehen, dass es in gewisser Weise unfair erscheint, jedoch habe ich auf den Post i.d. Kategorie "Liebe..." sowieso keine Antwort erhalten, deswegen kam mir der Verdacht, ich hätte es vielleicht nur in der falschen Kategorie veröffentlicht... aber nochmal zum Verständnis, ich kann am Tag eins oder eins pro Kategorie veröffentlichen? Trotzdem danke ich dir für deinen Hinweis...
    Im Bezug auf die Reime und Elisionen hast du selbstverständlich recht, aber dies ist einer meiner ersten längeren Versuchen ein Gedicht zu schreiben, i.d. ich versuche ein Metrum einzuhalten (was mir, wie mir bewusst ist, ab und zu zwischen 4 hebigen Trochäen und Jamben wechselt [ausser jeweils im 5.V], teils gewollt, teils nicht) und ein festes Reimschema zu verwenden (Betonung liegt auf: 'Versuch').
    Ich danke dir auch für deine hilfreiche Kritik und wäre äusserst interessiert an einer kurzen Metrikanalyse.

    Grüße,
    NoZ - L
    Denken war mir stets eine mühsame und reizlose Beschäftigung
    Rousseau

  4. #4
    yaira Guest
    Hallo NoZ,

    also, du darfst nur ein Gedicht pro Tag einstellen. Wie es sich mir Gedicht un Kurzgeschichten verhält, weiß ich nicht.
    Metrikanalyse wird geliefert, obwohl es so klingt, als könntest du das selbst

    Auf dem Acker meiner Sehnsucht,
    säht’ ich Träume, die dort schliefen.
    Ja, auch in des Sturmes Ausbruch
    zwang mich raus, um sie zu gießen.
    Ich ließ zurück das Heim, die Lieben.
    XxXxXxXx
    XxXxXxXx
    XxXxXxXx
    XxXxXxXx
    xXxXxXxXx

    Auch nach Seen Schweiß und Tränen,
    welch ich auf der Erd vergossen,
    sah ich in ihr kein neu Leben.
    Zweifelte nun an dem Hoffen.
    Bin ich ertaubt an Kirchenglocken?
    XxXxXxXx (Seen spricht man doch Se-en, oder?)
    XxXxXxXx
    XxXxXxXx
    XxXxXxXx
    xXxXxXxXx

    Eines Abends, ratlos, müde
    ersucht ich Antwort im Gebet:
    Wieso keine einzig Blüte
    meine selbstlos’ Arbeit trägt
    ohne das Gefühl, dass wer mich versteht.
    XxXxXxXx
    xXxXxXxX (gewollt?)
    XxXxXxXx
    XxXxXxX
    XxXxXxXxxX (der liest sich furchtbar)

    Völlig dem Acker abgewandt,
    sucht’ ich Heil in neuen Weiten.
    Dort fand ich dich und hab erkannt,
    du hast Stärke, sahst mein Leiden.
    Wolltest mich liebevoll begleiten
    XxxXxXxX
    XxXxXxXx
    xXxXxXxX
    XxXxXxXx
    XxxXxXxXx

    Du gabst neue Kraft zum Träumen
    und Gott sei Dank hast du zugleich
    reich bestellt das Feld mit Bäumen
    an denen es so sprießt und treibt,
    dass nun die Frucht der Liebe reift.
    XxXxXxXx
    xXxXxXxX
    XxXxXxXx
    xXxXxXxX
    xXxXxXxX

    Dass ein Gebet man doch erhört
    und man uns ein Engel sendet,
    dass die Sehnsucht nicht verdörrt,
    bis das Glück die Dürr’ beendet,
    Darauf vertrau ich ohne Ende!
    xXxXxXxX
    XxXxXxXx
    XxXxXxX
    XxXxXxXx
    xXxXxXxXx

    Wie du siehst, sind da schon noch ein paar Stolpersteine drin und ab und an überreizt du das Mittel der Elisionen wirklich. Aber das wird noch, bin ich mir sicher.

    Viele Grüße
    yaira

  5. #5
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    Danke...

    He, Yaira,

    Ich danke dir vielmals für deine ausführliche Metrikanalyse.
    Der Wechsel in S3V2, ist absichtlich angelegt, wegen des Gebetes.
    Ansonsten kann ich natürlich all deine entdeckten Stolpersteine nachvollziehen, aber so kann ich wenigsten an meiner Technik feilen. Ist aber besser ausgefallen als ihr ursprünglich erwartet hatte . Also - Dankeschön.

    NoZ - L
    Denken war mir stets eine mühsame und reizlose Beschäftigung
    Rousseau

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