1. #1
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    Homo Hominis Lupus

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    Wo ist jetzt dein Hohn, Marie?
    Bin froh, dass ich dir nicht verzieh,
    Müsst ich doch jetzt auf dich verzichten
    Könnt` ich im Netz doch nichts berichten.

    Blass und weich war deine haut-
    Für mich die Braut, die sich nicht traut
    mit mir, dem König aller Männer!
    Dein Schicksal wollte ich verändern!

    Bitterlich hast du geweint-
    Ich habe mich mit dir vereint;
    Der König hat Tribut gefordert
    Und Er dich bald zu sich geordert.
    Geändert von mood.on.paper (19.11.2006 um 18:50 Uhr)
    Der Boden unter meinen Füßen bewegt sich wie Treibsand;
    Aus keiner Ecke leuchtet mir mehr ein Licht.
    Ich muss den Sand der Zeit aus meinen Augen reiben.
    von Dornenrose in "Schwarzes Licht"

  2. #2
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    hi MOody
    Irgendwie habe ich hier gerade so meine schwierigkeiten mit dem verstehn.
    zuerst habe ich geglaubt in diesem text eine verbindung zu humanitas zu sehen.
    in deiner nachricht hast du geschrieben, das es sich in diesem text um einen sehr kranken menschen geht.
    hm die frage ist jetzt wer Krank ist.
    Das LI oder Marie.
    Naja ich hoffe das du mich nicht auslachst, aber zuerst dachte ich, das es sich um eine Vergewaltigung gehen würde,
    Da du nach dem Hohn fragst.
    Viele Vergewaltiger fühlen sich durch Frauen verhöhnt und möchten sie durch eine vergewaltigung erniedrigen und demütigen,
    dazu würde ja auch passen, das er es marie nie verzieh.
    auch das nciht verzichten wollen stützt diese these, da er sie für sein recht ansieht.
    Auch würde ich es so sehen, das das LI seine "manneskraft"anschließend veröffentlich.
    Im Internet ausstellt oder auch nur damit prallt.
    weiter beschreibst du, blass und weich war deine haut.
    Blass interpretiere ich so das ihr die Farbe aus dem Gesicht gewischen ist vielleicht aus furcht.
    für mich die braut, die sich nicht traut.
    braut ruft bei mir die assziation Hochzeitsnacht -> Sex hervor
    und die sich nciht traut spiegelt für mich den Satz wieder den man auch so oft von vergewaltigern hört " Sie hat es doch auch gewollt und traut sich es aber nicht zuzugeben.
    Dazu würde auch die Überheblichkeit des mannes passen "mit mir dem König aller Männer"
    Er stellt sich selbst als die pure Männlichkeit da.
    wenn du schreibst dein schicksal wollte ich verändern,
    könnte das in dem fall bedeuten das er mit ihr vielleicht ein kind zeugen will und sie zur Mutter und zum beweis seiner Manneskraft machen.
    In der letzten strophe stellst du für mich die gefühle des opfers da.
    sie hat geweint.
    (schmerz, Trauer, demut?)
    das LI vollzieht den akt.
    hat die UNschuld des mädchens gefördert und sie dabei ermordert.
    Vielleicht hast du jetzt eine Idee wieso ich ich gefragt habe ob es eine Verbindung zu Humanitas gibt.
    Falls jetzt aber marie krank ist und nicht das LI macht das die ganze sache schwieriger.
    das nie verzieh könnte dann bedeuten, dass das LI Marie nie verzieh das sie krank geworden ist und starb.
    Es wollte Marie heiraten, dazu kam es aber durch diese Krankheit nicht
    und da Er in dem letzen vers würde denke ich dann für Gott stehen.
    so ich hoffe du bist nun zufreiden MOody dein gedicht hat mich vollkommen ratlos gemacht und ich habe dir nun meine Gedanken dazu mitgeteilt könntest du mich jetzt also bitte über das gedicht aufklären sonst werde ich noch wahnsinnig *g*
    lg mone
    Wer glücklich sein will, muss wissen was Traurigkeit bedeutet!

  3. #3
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    hey mone!
    da hast du mein gedicht gut erkannt, es handelt sich um eine art inner monolog eines vergewaltigers.
    er kversucht sich dafür zu rechtfertigen, was er getan hat, oder besser gesagt, er hat jeglichen sinn für recht und unrecht verloren, ist mehr tier als mann..
    ich wurde hierfür von einem buch inspiriert, das mir, wenn auch trivial, sehr gut gefallen hat!

    Es handelt sich eher um eine Hochzeit im kopfe des LI`s. es versteht nähmlich nicht, dass seine auserkorene kein interesse an ihm hat..
    er meint, krankhaft wie er ist, er kann ihr seine körperliche liebe aufzwingen, als das nicht funktioniert, bringt er sie um...und meint auch noch dass er das vor gott ("Er" im letzten vers) rechtfertigen kann, um mit seinem gewissen ins reine zu kommen...schrecklich, aber ich könnte es mir nur so vorstellen, dass man so handeln kann.

    ich habe deshalb gesagt, es hat für mich nur insofern verbindungen mit humanitas, dass auch der gewalttäter, ob rechtsradikal oder nicht, irgendwie an einer sozialen krankheit leidet, deshalb die lateinischen titel, die beide tragen. Nur glaube ich dass bei einem neonazi in manchen fällen noch hoffnung besteht, nicht aber bei einem vergwaltiger....

    auf jeden fall hast du alles gut erkannt, das bestätigt mich ^^

    Ach ja ehe ich es vergesse, ich sehe du hast noch einige andere dinge mithineininterpretiert, das freut mich umso mehr.. hatte nähmlich schon angst dass das gedicht zu kurz geraten ist..

    vielen lieben dank

    moody
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    von Dornenrose in "Schwarzes Licht"

  4. #4
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    du bist fies
    also lag ich ja doch nciht so verkehrt *g* mit meinen assoziation!!!!
    deine PN das es sich um einen kranken menschen handelt hat mcih voll in die irre geführt.
    gut das ich doch noch meine erste idee gepostet habe, es hätte sonst ja noch peinlich werden können *g*
    verwirr mich bitte nie wieder so in ordnung?
    jetzt wo ich weiß das ich richtig liege kann ich sagen, du hast deine sache gut gemacht und wie du siehst ist auch alles genauso angekommen wie du hoffentlich wolltest.
    das die hochzeit nur im kopf statt findet da hätte ich auch drauf kommen koönnen, wenn ich nicht gedacht hätte das ich mit meiner interpretationidee total auf dem holzweg gewesen wäre.
    dánke das du es mir jetzt noch mal erklärt hast.
    lg Dornenrose
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  5. #5
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    *gg* ich wollte dich doch nicht verwirren, es scheint nur ansichtssache zu sein, denn ich finde ja nach wie vor dass die beiden texte nicht so viel gemeinsam haben *lol* naja egal, alle sind glücklich
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    von Dornenrose in "Schwarzes Licht"

  6. #6
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    gemeinsam nicht
    nur themenübergreifend.
    knapp ausgedrückt
    gewalt an schwächeren

    mich hatte das mit dem krank sein irrietiert
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  7. #7
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    Ja da hast du recht, Gewalt kann mich immer wieder bewegen, nur das in gedichte umzusetzen gelingt mir noch nicht so ganz, wirklich ärgerlich, aber die hoffnung aufgeben werden wir niemals, oder?


    glg
    C*k
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  8. #8
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    nein natürlich nicht
    du kämpfst weiter mit dem thema und ich mit der form irgendwann wird es schon klappen, sonst verprügeln wir einfach die gedichte
    lg dornenrose
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  9. #9
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    also mOody
    jetzt musste ich mir auch mal eines deier werke anschauen
    wo du dich doch schon so fürsorglich um meine bemühst
    dieses hier hat mir besonders gut gefallen, also setz ich mich hier einfach mal frech drunter
    das thema finde ich sehr gut gewählt.
    und eine äußerst interessante umsetzung.
    ich muss leider zugeben, dass ich den sinn des gedichtes nicht so schnell verstanden habe wie dornenrose.
    aber als ich ihren beitreg gelesen habe, hab ichs mir gleich noch ein paar mal angeschaut und wenn mans weiß ist es natürlich klar
    kann natürlich auch sein, dass ich seltenblöd bin und auf so was einfach nicht komme...
    es gibt wirklich extrem kranke menschen und du hast den gedankengang eines solchen wirklich überzeugend dargestellt.
    da ihr bis jetzt nur über den inhalt diskutiert habt, schau ich mir mal die form an.
    ich würde ja x-en, aber das dauert bei mir immer ewig und ob es dann stimmt ist auch nich garantiert, also mach ichs einfach mal so

    Zitat Zitat von mood.on.paper
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    Müsst ich doch jetzt auf dich verzichten
    Hätte im netz nichts zu berichten.
    wie wäre es mit: könnte nichts im netz berichten

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    der reim ist ein wenig unsauber. stört aber nicht sonderlich


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    ansonsten finde ich es wirklich klasse.
    nicht mal der paarreim, der mir im normalfall nicht so gut gefälllt stört mich hier.
    er passt zu stimmung des gedichtes.

    gern gelesen und durchleuchtet

    lg
    rose
    Zum Schwarzen Rosengarten (Werkeverzeichnis)


    frisch aus meiner Feder Seelenbrand im Stundenschlaf, Göttertanz, Seelenduett,
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben
    Hermann Hesse

    *schwarzeRose*

  10. #10
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    Ach, ein Straus voller Rosen !

    wie wäre es mit: könnte nichts im netz berichten
    das geht deshalb nicht, weil dann das silbenschema 7,8,9,9 zerstört wird, aber du hast mir einen klasse denkanstoß gegeben, der mir glaube ich etwas weiterhalf (siehe oben!)
    schön dass es dir gefällt und dass du einig schwierigkeiten beim interpretieren hattest

    vielen lieben dank
    MoOdy
    Der Boden unter meinen Füßen bewegt sich wie Treibsand;
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  11. #11
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    ui da freu ich mich aber, dass ich dir trotzdem weiterhelfen konnte
    hast du gut gemacht *keks*
    jetzt stimmt das silbenschema und es ist trotzdem besser.
    lass dir den keks schmecken. ich backe nicht oft und nur zu besonderen anlässen

    lg
    rose (mit keks)
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    *schwarzeRose*

  12. #12
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    Das lasse ich mir nicht zwei mal sagen, und weil das anscheinend eine seltenheit ist, ich meine das kekse backen, werde ich mich doppelt daran ergötzen!

    weist du eig. was mit dem letzten Vers gemeint ist?

    lg
    C%k
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