Weihnachtsmännliches Missverständnis


Nächstens, weiß man, ist Advent,
jeder dieserhalb erkennt
und erinnert sich auch prompt,
daß der Weihnachtsmann bald kommt.
Lore-Hilden denn auch freut
sich auf jenen, der da dräut.

Ach, sinniert sie, letztes Jahr
war’s der Gottfried, und er war
erst erkenntlich, als er stand,
ohne Weihnachtsmann-Gewand
und dann drunter jedenfalls,
nur ein Kettchen um den Hals.

Plötzlich klingelt’s an der Tür
von der Wohnung hier bei ihr.
Sie macht auf, erfreut, erschrickt
weil sie’n Weihnachtmann erblickt.
Er blickt gleichfalls, dieses milde
und sagt „n’Abend, Lore-Hilde“.

Sie sagt gleiches, und sodann
meint sie:“Lieber Weihnachtsmann,
lege ab, denn hier im Zimmer
ist es molligwarm, wie immer“.
Er jedoch hat sich geziert,
was sie anfangs irritiert.

Sehr geschickt da hat sie ihm
dieses Weihnachtsmannkostüm
welches rot, gesäumt mit Fell,
ausgezogen ziemlich schnell.
Was sie aber stutzen ließ,
war dann augenscheinlich dies:

Lange Unterhosen zeugen
von dem Umstand, vorzubeugen
der Erkältung, und er schwärmt,
weil’s aus Wolle, lang und wärmt,
auch und daß man nichts erblickt
von, was sicher sich nicht schickt.

„Gott im Himmel, wär‘ es möglich,
trägt der Mann denn dieses täglich?“
Sie erbleicht, es wird ihr schlecht:
dieser Weihnachtsmann scheint echt!
Auch vom Bart, der sonst gebunden
hat sie’n Faden nicht gefunden!

„Du verwechselst“, meint er dann
„mich wohl mit ’nem andern Mann!“
Lore-Hilden wird’s noch schlechter,
denn tatsächlich war‘s ein echter,
der mit Glöckchen und Gebimmel
dann entfleuchte, Richtung Himmel.



...nicht zu glauben, meine Frau hat die ersten Spekulatius und Elisen-Lebkuchen, die ich so liebe, vom Einholen mitgebracht und die Gemeinde-Beleuchtung wird um strahlende Sterne, momentan zwar noch nicht strahlend, aber immerinn, schon komplettiert, sodass ich finde, man könne auch die freudigen Gedanken schon mal in Richtung Advent und so weiter schweifen lassen, oder?