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Thema: Überwinden

  1. #1
    Schattenblume ist offline Etwas mit den Scherenhänden
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    Überwinden




    über Winden
    Luft Fragmente
    spiegeln sich im Kreidelicht

    dort wo Flammen niedersinken
    endet und beginnt das Meer

    - hinter einem Kohlestrich brennen keine Worte mehr -

    nur Aschefedern winken


    Geändert von Schattenblume (21.10.2006 um 18:15 Uhr)
    Tipp für mißachtete Analphabeten: auch hinter einen nicht geschriebenen Satz lässt sich ein Punkt setzen.

  2. #2
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    Trotz schönem reim hie und da für mich leider irgendwie eine
    recht oberflächlich angesprochene Thematik über das Malen (???)
    Bitte gib mir deine Intention zu verstehen. Ich denke wir können uns sicherlich auf eine Überarbeitung des Gesamttextes einigen.

    Mfg

    Jan Sommerfeld

  3. #3
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    Titel auf Wunsch der Autorin geändert


    yarasa / Moderatorin
    Saitenweise Ideen
    aber vielleicht leckt das Gehirn so sehr, dass ich auch mal wieder dichtend unterwegs sein werde

    Eine Art Grundsatzpapier zu meinen Kritiken
    yarasas Fingerübungen

    Die Frederick-Maus hat mich schon als Kind nachhaltig verdorben. Von da an wollte ich Dichterin sein.

  4. #4
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    Liebe Schatti,

    Titel = "Überwinden"; Erste Zeile = "über Winden", hm, nur Wortspielerei oder mehr, das ist hier die Frage.

    Jan meint ja "Malimpression", liegt ja auch irgendwie nahe. Aber wie könnte man sich dem Text noch anders nähern? Was wird hier überwunden?

    Könnte es sich um einen Vulkanausbruch handeln, wohl kaum.

    Das Kreidelicht verführt dazu, an Rügen oder Dover zu denken, zumal ja auch das Meer beteiligt ist. Die niedersinkenden Flammen = sunset?

    Ach, Schattischatz, mach es mir doch nicht immer so schwer, brauche einen leisen Anschub, bitte!

    Liebe Grüße
    crux

  5. #5
    Schattenblume ist offline Etwas mit den Scherenhänden
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    nach einer langen Schattenweile
    wird auch das schwerste Pferd geschoben
    von einer Blume in die Zeile,
    in die der Hintergrund verwoben

    doch wenn der Gaul die Güte fände
    sich von dem Futtertrog zu lösen
    würde sich am untren Ende
    die Wahrheit selbst entblößen


    Tipp für mißachtete Analphabeten: auch hinter einen nicht geschriebenen Satz lässt sich ein Punkt setzen.

  6. #6
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    Hat der Gaul der Scheue Klappen,
    erstmal abgelegt, soweit,
    so erkennt er: Dein Verkappen
    von Begriffen hat schon Schneid.

    Wo die Aschefedern winken,
    Graugewölk am Horizont,
    dort kann man sich hinverlinken,
    was ich auch jetzt mache, prompt.

    Manchmal kriegt man keine Bindung
    zum Gedicht und murrt verhalten,
    doch nach deren Überwindung,
    lässt man gern die Feder walten.

    Brief verbrannt, die Kerze schimmert,
    irgendwas ist schiefgegangen,
    was mich ganz spontan erinnert
    an ein eignes Ding, vor langem.

    Liege ich jetzt etwas besser
    oder lieferst' mich an's Messer?..

  7. #7
    Schattenblume ist offline Etwas mit den Scherenhänden
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    Zitat Zitat von crux
    Liege ich jetzt etwas besser
    oder lieferst' mich an's Messer?..
    lieber Dr.Horse,
    jetzt find ich´s fast ein wenig schade, dich mit der Feder gewunken zu haben - denn beim Spurenlesen braucht man dich schliesslich nicht ans Zaumzeug zu legen - hast ja den richtigen Blick, anhand der Oberflächenstrukturen die Gangart und das, was darunter liegt zu erkennen.
    da hast du mich mit deinem schönen Limerik wohl eingewickelt, und mich zum Verräter meiner Bildgeheimnisse werden lassen. das nächste Mal fall ich nicht mehr so schnell drauf rein !

    hallo Sommerfeld,
    entschuldige, dass ich mit meiner Antwort so zöglich war. Ich wusste nicht so recht, was dir antworten. es liegt mir fern dir deinen Kopf zu lenken, wo du ihn doch selbst bewegen kannst. Anregungen/Verbesserungsvorschlägen bin ich durchaus nicht abgeneigt, doch bei diesem Ding habe ich jede Silbe mit Bedacht gesetzt, und es hat mich viel Zeit gekostet, es so zu verdichten.

    fast könnte ich ein wenig beleidigt sein, darüber, dass du hier von ´oberflächlich angesprochener Thematik´ schreibst. (bin ich auch ein wenig ), doch das darfst du gerne wieder gut machen, indem du dir mehr Zeit nimmst, die Dinge weniger oberflächlich zu betrachten

    mlg

    Schattenblume

    (ich beruhig mich ja schon wieder...)
    Tipp für mißachtete Analphabeten: auch hinter einen nicht geschriebenen Satz lässt sich ein Punkt setzen.

  8. #8
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    da kannst du mal wieder sehen, liebe Schatti, wie geschickt ich in solch (scheinbar) aussichtslosen Fällen vorzugehen weiß... (crux-Luchs-mäßig eben )

  9. #9
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    Hallo Schattenblume,

    in meiner Leser-Ent-Dichtung liest sich deine Ver-Dichtung nach einem Phoenix, der nicht mehr so recht aus der Asche aufzusteigen weiß.
    Als er noch flog, war er "über Winden", die Winde haben ihn getragen, dann ist er abgestürzt, ins Meer, und der Feuervogel ist erloschen. In den "Kreide" und "Kohle" sehe ich die Parallele zur bildenden Kunst, und das "ins Meer stürzen" hat auch noch ein bisschen was vom Ikarus, mit seinen Wachsfederflügelchen, der der Sonne trotzden wollte.
    Das Meer endet unter dem Wind, der den Flieger getragen hat, und beginnt als eigenes Element nach unten, in die Tiefe.
    Der Kohlezeichnung wohnt nicht mehr das Feuer des Malers inne, das wie der Phoenix erloschen ist, so dass nur noch Aschefedern (schön auch wegen der Feder als Zeichengerät) winken.
    Nun muss sich der Flieger also wieder "überwinden", um "über Winden", die ihn tragen, unterwegs sein zu können, wo sich derzeit nur ugebündelte und daher kraftlosere Partikel im matten, unklaren Kreidelicht spiegeln (wieder schöner Verweis auf die Malerei).

    Keine Ahnung, ob's deine Intention ist, überzeugen können haste mich aber mit dem Text .

    Lieben Gruß,
    Malle

  10. #10
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    liebe Mademoiselle M.,
    da legst du mir ja wunderbare Bilder in die Hand !
    sie fügen sich in meine Vorstellungen ein, auch wenn sie nicht die Malerei betreffen. doch mit der Malerei ist es sehr ähnlich wie mit der .... ,
    der manchmal das Feuer und die Kraft im Ausdruck fehlt.

    (frag das Lux, das ist sehr helle )

    lg

    Schattenblume
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  11. #11
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    Überwinden

    Liebe Schattenblume,
    welche Winden sind in deinem Köpfchen angelegt?
    Ich wage mich nur heran, weil dich denke, die Nuss liegt schon halb geknackt da, ich kann fast hineinsehen.
    Im Nacken stehen mir die Haare zu Berge, weil ich damit rechnen muss, dass du mir sagst, ich hätte lieber doch noch warten sollen, bis alles restlos entkryptet ist.
    Ich mache es ein wenig mechanisch:
    Der Poet schreibt, schreibt - verzweifelt und verbrennt die Blätter.
    Als nur Asche zurückbleibt, ein Kohlestrich - wird ihm bewusst, dass im Verbrannten doch m e h r gewesen ist, aber er packt es nicht mehr. Asche bleibt Asche.
    (Entschuldige die drastisch saloppe Art. Lach mich aus, aber nicht laut )

    Liebe Grüße
    Dana
    Die Seele ist kein Wasser, dessen Tiefe gemessen werden kann. (ind. Sprichwort)

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  12. #12
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    ja, genau, liebe Dana, du hast die Feder an der richtigen Seite erwischt !

    ...

    nein.war gelogen:
    wollte dir nur eine kleine Freude machen,
    bevor die ´Ernüchterung´ und mein hämisches Lachen die Wände erschüttert

    doch: "der Poet schreibt, schreibt...." ist schon eine Riesenzaunlatte,
    die du damit berührt hast.

    haarglättende Grüsse

    Schattenblume
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  13. #13
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    Überwinden

    Du bist allerliebst,
    hätt ich nur die erste Zeile gelesen und mir auf die Schulter geklopft

    Nein, jetzt ganz ernst. Habe die Erleuchtung:

    Der Poet/Briefeschreiber schreibt, müht sich sich die richtigen Worte zu finden.
    Endlich gefunden, das Werk vollbracht - liest er und verbrennt das Werk, den Brief.
    Warum? Weil er erkennt, dass man mit Worten allein nichts erreicht.
    Worte allein brennen nicht, es winken nur Aschefedern.
    Zum Brennen/Einbrennen gehört mehr, vielleicht beidseitiges Gefühl?
    Es fängt an Spaß zu machen
    liebe Grüße
    Dana
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  14. #14
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    Zitat Zitat von Dana
    Warum? Weil er erkennt,...

    nein, tut er nicht, liebe Dana.


    Worte allein brennen nicht, es winken nur Aschefedern...
    hmmm, sag ich doch ! mönsch, du bist sooo nah dran,
    dass du dir fast die Finger verbrennen könntest

    es fängt an, Spaß zu machen
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  15. #15
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    Überwinden

    cruuuuux, hilf mir.
    Ich weiß, das darf man nicht, aber bei so viel Spannung

    Schattenblume, ich meinte, der Schreiber selbst erkennt oder erfährt, dass seine Worte/Briefe nicht ankommen, nicht mehr bewirken.
    Man, sag doch 'was, bitte,
    Dana
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