1. #1
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    Exclamation Der letzte Brief

    Mein treuer Begleiter,
    ich denk nur an Dich.
    "Das Leben geht weiter",
    dies gilt nicht für mich.

    Ich hab mich entschlossen ,
    ich werde es tun.
    Viel Tränen vergossen,
    jetzt werde ich ruh'n.

    Ich kanns nicht ertragen
    dich nicht zu berühr'n.
    Ich muss es dir sagen:
    Ich wollt dich verführ'n.

    Doch du bist die Kälte,
    ich hab mich verbrannt.
    Dein Schwarz mich erhellte,
    hab's nur nicht erkannt.

    Die Hoffnung in Trümmern,
    denn du bist nicht hier.
    Doch mich soll's nicht kümmern,
    ich komme zu Dir!

    Das Leben besiegen,
    der Hals färbt sich rot.
    Nun kann ich dich lieben,
    mein Bräutigam Tod...



    MfG,
    PoD
    Geändert von Patron of Death (23.10.2006 um 18:39 Uhr)
    Das Leben ist hart, aber unfair!...............................................36144mal gelesen, 622 Antworten... Danke! (Stand 17.3.2009)

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  2. #2
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    Hi Patron of Death,

    aha, das ist also das Gedicht, das meinem ähneln soll Naja, ich finde es hat schon einige Unterschiede ^^ Aber mir gefällts und es lässt sich auch flüssig lesen.
    Weiter so!

    Mvlg
    Cady

  3. #3
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    Hi PoD

    Du führst die Liebe (das Verlangen) hier bis über den Tod hinaus, finde ich eine schöne Idee!
    Die Zeilen lesen sich leicht und sind auch schön dargestellt!

    Gerne gelesen!

    Lg Wunnie
    ___Nicht am Rand-nein-Mittendurch___

  4. #4
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    mist... anscheinend hats net gefunzt.. wird zu undeutlich...
    dies ist ein liebs- und abschiedsbrief...
    abschied von der welt
    und liebeserklärung (also auch irgendwie so ähnlich wie deins, cady )

    allerdings...
    hier bis über den Tod hinaus
    Mein treuer Begleiter,
    mein Bräutigam Tod...
    die liebe geht nicht über den Tod hinaus...
    Meine Liebe IST der Tod
    (zugegeben, der ist doch ein "Teufels"kerl ... und hat so viel stil... außerdem.. eigentlich isses bestimmt DIE Tod, sonst wärs eklig.... der Tod ist weiblich!)
    weiblich=schön&unantastbar=Tod

    MfG,
    PoD
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  5. #5
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    Hey PoD,

    Jeder Leser interpretiert nunmal anders
    Aber deine "original" Aussage des Gedichts find ich auch ganz interessant..
    Ja ja bestimmt is der Tod ne Sie, mir wäre ein ER eigentlich lieber, aber wer weiss vielleicht lässt er oder sie uns ja auch interpretieren wie wir wollen

    Lg und danke für die Aufklärung
    Wunnie
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  6. #6
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    ich glaub ich musses neu schreiben...
    was ist eine pointe die nicht erkannt wird?
    Doch du bist die Kälte,
    ich hab mich verbrannt.
    Dein Schwarz mich erhellte,
    hab's nur nicht erkannt.
    ich dachte des wär deutlich...
    Das Leben besiegen,
    der Hals färbt sich rot.
    Nun kann ich dich lieben,
    mein Bräutigam Tod...
    und das erst... mal schaun wie ichs umschreiben kann...
    es soll AUFFALLEN... mmh... aba danke

    MfG,
    PoD
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  7. #7
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    Hei PoD,

    Hab schon erwähnt, dass ichs verstanden hab..
    Zugegeben, vielleicht hab ich die letzte Strophe etwas überflogen, was mir sehr leid tut, denn spätestens da sollte mans geschnallt haben!
    Mein Fehler, nicht deiner!schuldigung

    Lg Wunnie
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  8. #8
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    Vorneweg, umschreiben musst du es nicht, ich hab deine Intention begriffen bevor ich die Kommentare gelesen habe, von daher ist es verständlich genug, wenn man sich ein wenig mit dem Text auseinandersetzt. Klar, mir fallen auch noch andere Interpretationen her, die wohl im Endeffekt jedoch nur eine Allegorese wären, aber gerade das macht einen Text doch erst ansprechend. Allerdings, kritisieren kann man schon noch ein wenig. Ich glaube mit Metrik hast du eher weniger deine Probleme, von daher will ich das mal weg lassen und mich lediglich Inhalt und Wortwahl, etc. zuwenden.


    Mein treuer Begleiter,
    ich denk nur an Dich.
    "Das Leben geht weiter",
    dies gilt nicht für mich!

    Treuer Begleiter? Der Tod wird hier als vollkommene Zielsetzung eines Individuum gepriesen, wenn der Tod jedoch ein treuer Begleiter ist, dann wäre das lyr. Ich schon tot. Oder aber das lyr. Ich sehnt sich nach dem Begleiter dem Tod, dann wäre es inhaltlich für mich logischer. Aber meinetwegen kann man auch sagen, lediglich ein Begleiter in Gedanken, daher lass ichs mal nur als kleine Kritik.
    Mehr stört dann schon die Elision in V2 die der Metrik geschuldet ist. Auch das Ausrufezeichen ist überflüssig, wirkt zu auffällig.


    Ich hab mich entschlossen ,
    ich werde es tun.
    Viel Tränen vergossen,
    jetzt werde ich ruh'n.

    Nun ja, hier wirkts doch wieder sehr plakativ, sprich ob das hier nun ein Mitleidsgedicht oder nun deiner nachher erkennbaren Intention entspringt, die Strophe ist mir zu lasch. Im übrigen auch hier die Elision in V3 nicht wirklich schön.

    Ich kanns nicht ertragen
    dich nicht zu berühr'n.
    Ich muss es dir sagen:
    Ich wollt dich verführ'n.

    Die Anapher von "ich" - im übrigen eh zu häufig verwendet im ganzen Gedicht - stört mich hier ziemlich. Auch das Bild des verführens auf den Tod gemünzt, es wirkt ein wenig skurill, aber gut jedem das Seine.

    Doch du bist die Kälte,
    ich hab mich verbrannt.
    Dein Schwarz mich erhellte,
    hab's nur nicht erkannt.

    Sorry, aber das Umhergewerfe mit den (oft verwendeten) Oxymoronen wirkt hier für mich doch ein wenig fehl am Platz und manifestiert eher einen Eindruck des Klischeebeladenen Gedichtes, denn eines etwas Abwechslungsreichtum behafteten. Zudem stimmt die Syntax der ersten beiden Verszeilen nicht.

    Die Hoffnung in Trümmern,
    denn du bist nicht hier.
    Doch mich soll's nicht kümmern,
    ich komme zu Dir!

    Wieder, relativ langweilige und häufig verwendete Bilder.

    Das Leben besiegen,
    der Hals färbt sich rot.
    Nun kann ich dich lieben,
    mein Bräutigam Tod...

    Auch hier eine nicht stimmige Syntax in V1/V2, zudem eine störende Elision in V4.

    Dies jetzt das, was mir auf die schnelle aufgefallen ist. Insgesamt muss ich sagen, eine nette Idee, jedoch zu lang für den genutzten Inhalt. Komprimier das ein wenig, vielleicht noch das ein oder andere Interessante Bild, dann weiß es noch mehr zu überzeugen.

    Gruß,
    Flo
    Neustes Werk aus meiner Feder:
    Liebe und Romantik - Schlaflied (für L.), Ein Leiserwerden, ohne Titel
    Verzweiflung schreit nicht, Verzweiflung schweigt.

    Die Melancholie des Seins - Fortsetzungsgeschichte
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  9. #9
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    danke ensimismado (richtig?),
    das war genau des was ich wollte

    Aber meinetwegen kann man auch sagen, lediglich ein Begleiter in Gedanken,
    das und noch viel mehr... der Tod begleitet das lyr. Ich treu, weil er immer anwesend ist. Das Sterben ist ja allein in den Nachrichten schon allgegenwärtig.
    Außerdem hatte ich mir ein lyr.Ich mit hang zum suizid vorgestellt, oder wenigstens eine allgemeine "schwarzseherei", sojmd wie ich

    Elision musste ich erstmal nachschauen was des überhaupt ist
    Und du hast recht! eins meiner größeren probleme, ich hau mit denen nur so um die ohren... wegen der metrik, die jaglaub ich durchgehalten ist. aber ist diese elision Z2 so tragisch? wenns dich wirklich stört muss ichs versuchen zu ändern...

    sehr plakativ
    ja, stimme dir zu! mir is nix eingefallen... manche strophen sind einfach lasch, andere besser... mir fallen nur nie genügend bilder für ein gedicht ein...
    diese elision Z3 stört mich ürigens auch ziemlich

    S3: bin eben egoist ne hast scho recht... aber ich würd trotzdem gern den tot verführen

    S4: soll ich eher "du warst die Kälte" schreiben?

    S5 siehe S2

    S6 syntax falsch, erwischt nur... ich find die elision nicht


    es war eine herausforderung für mich, ich hatte dieses text schon in prosa-form in diesem forum, keinen hats interessiert..
    ich hab damals gesagt ich werds als gedicht schreiben, aber in prosa warns 2 Din A4 seiten... bin ja schon froh das ichs überhaupt komprimiert hab...
    ich such noch 2 schöne bilder für S2 und S5, mal schaun was draus wird

    ihr könnt mir gerne helfen

    nochmals danke für die doch ausführliche analyse!

    MfG,
    PoD
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  10. #10
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    Zitat Zitat von Patron of Death
    danke ensimismado (richtig?),
    das war genau des was ich wollte


    das und noch viel mehr... der Tod begleitet das lyr. Ich treu, weil er immer anwesend ist. Das Sterben ist ja allein in den Nachrichten schon allgegenwärtig.
    Außerdem hatte ich mir ein lyr.Ich mit hang zum suizid vorgestellt, oder wenigstens eine allgemeine "schwarzseherei", sojmd wie ich
    Jut, von daher akzeptier ich die Strophe mal.

    Elision musste ich erstmal nachschauen was des überhaupt ist
    Und du hast recht! eins meiner größeren probleme, ich hau mit denen nur so um die ohren... wegen der metrik, die jaglaub ich durchgehalten ist. aber ist diese elision Z2 so tragisch? wenns dich wirklich stört muss ichs versuchen zu ändern...
    Gibt schlimmeres, hab selber das problem, dass ich das teilweise zu häufig verwende. Also wenn dir was besseres einfällt dann ändere es, wenn nicht, auch nicht weiter tragisch.

    S4: soll ich eher "du warst die Kälte" schreiben?
    Geht mir eher um den Übergang von V1 in V2: Doch du bist die Kälte, ich hab mich verbrannt. Das ist ein unvollständiger Satz. Eigentlich möchtest du ja aussagen: Du bist die Kälte, an der ich mich verbrannte. So wäre die Syntax richtig und der Satz vollständig.

    S6 syntax falsch, erwischt nur... ich find die elision nicht
    Gibts auch keine, hab ich mich verguckt gehabt. Sorry bin momentan nicht in allerbester Verfassung.

    Aber schön, dass es insgesamt geholfen hat. Musst auch nicht krampfhaft versuchen das hier noch zu verändern, vor allem für spätere Werke ist eine Kritik meistens hilfreich.

    Gruß,
    Flo
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  11. #11
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    sry aber...
    Eigentlich möchtest du ja aussagen: Du bist die Kälte, an der ich mich verbrannte.
    eigentlich nicht
    es sollte zeigen das man sich in die andere extreme geflüchtet hat, dann aber wieder von dem tod angezogen fühlte, durch dieses "licht",die schwärze, was man überhaupt nicht gemerkt hat, lediglich die anziehung
    man war dem tod nicht nah genug, also verbrannt...

    MfG,
    PoD
    Geändert von Patron of Death (23.10.2006 um 18:31 Uhr)
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  12. #12
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    Hm, also dann wirkts allerdings zu fragmentartig hingeworfen, der Gedankengang ist mit dann doch etwas zu unangedeutet.
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  13. #13
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    stimmt, hast du wieder recht
    wenn dich übrigens die wortwiederholungen störn kann ich dir mein "Der Herzwundenzyklus" empfehlen (sry für die werbung ), zwar auch net so doll, dafür is aba kein einziges wort doppelt

    nochmals danke für die Mühe!

    MfG,
    PoD
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