Ich kann keine Tränen mehr lassen und doch ist es so zerbrochen in mir. Wir sahen uns nur an und wussten, dass wir existieren. Aber jetzt habe ich vergessen, dass ich bin. Du sitzt neben mir und ich weiß nicht, was du fühlst. Ich kenne den Menschen nicht, der du nun bist. Nur die Erinnerung an deine Seele bleibt in mir und macht mich so sehnsüchtig. Aber auch wenn du bei mir bist, du bist es nicht. Ich brauche nur einen Arm um dich von mir weg zudrücken, wenn wir uns balgen, aber meine zwei Arme genügen nicht um dich zu umarmen, man müsste ein Oktopus sein. Ich wusel kurz in deinen Haaren, wenn ich mich von dir verabschiede, aber eigentlich wollte ich sie streicheln. Ich kann dich auch nicht mehr auf diese Art ansehen, ich blicke in grüne Wüsten und vernehme nur Schweigen. Schweigen! Schweigen! Ich kann nicht schweigen. Wo bist du? Ich vermisse dich so. Unerträglichkeit könnte es nicht richtig sagen, Hölle könnte es nicht richtig deuten. Die Wahrheit? Ich kenne sie und sie entwischt zwischen meinen knochigen Fingern, zerrieselt wie Sand, verweht wie Laub. Einsamer Asphalt, verlassener Beton, leerer Schmerz. Wohin soll ich gehen?