1. #1
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    Gott war nie da


    Als ich zu ihm sprach,
    da blieb er stumm
    und fragte ich nach
    ließ er mich dumm.

    Als ich Gnade erbat
    hörte er weg
    Egal was ich tat,
    es hatte kein' Zweck.

    Als ich letztlich schrie
    holten sie mich;
    kam zur Psychiatrie,
    Mein Glaube verblich...

    ...denn Gott war nie da

    Tja, ich habe mich mal wieder versucht Diesmal habe ich versucht bei einer konstanten Silbenzahl zu bleiben, mit dem richtigen Rhythmus... na ja ich glaube das habe ich immer noch nicht raus. Vielleicht könnt emir jemand tipps geben? Irgendwie sehe ich- wenn es nicht ganz offensichtlich ist- de Betonungsunterschiede nicht
    Ansonsten freu' ich mich natürlich über Kritik und Verbesserungsvorschläge.
    Die
    SumseBine
    Geändert von SumseBine (29.10.2006 um 12:38 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Sumsebine,

    Ließ er mich dumm.

    Finde, dass das nicht passt. Nur weil man keien Antwort auf eine Frage bekommt ist man ja nicht dumm.

    Als ich letztlich schrie,
    Holten sie mich;
    Kam zur Psychatrie,
    Mein Glauben verblich...


    Ähm, ich will ja wirklich nicht so arg kritisieren, aber ich finde diese Strophe dann doch sehr übertrieben. Wenn man aus Verzwiflung zu Gott betet bzw. schreit...und dann in die Psychatrie kommt. ist auch ein bisschen unglaubwürdig finde ich.
    Und es müsste nicht "zur P." heißen, sonder "in" =]

    LG, Topo

  3. #3
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    Ah ja das mit n und zur XD" Ich hab mir auch gedacht, dass es "in" heißt, aber dann hätte das mit den Silben nicht gepasst XD" Okay, schade wenn die sprachliche Richtigkeit verloren geht... Das nächste Mal, werde ich versuchen es besser zu machen
    Solange man für sich schreit, mag da ssein, abe rich glaube wenn man das dann öffentlich macht *grins*
    Ach ja
    Ähm, ich will ja wirklich nicht so arg kritisieren,
    Darum geht es doch eigentlich hier, oder? =) Was hätte ich davon, wenn mir jeder Honig um den Mund schmieren würde?

    lg
    SumseBine

  4. #4
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    Gute Einstellung sumsebiene,

    dann kritisiere ich hier doch mal ein bisschen

    Als ich zu ihm sprach,
    Da blieb er stumm,
    Und fragte ich nach,
    Ließ er mich dumm.

    XxXxX
    xXxX
    xXxxX
    xXxX

    Als ich Gnade erbat,
    Hörte er weg,
    Egal wa sich tat,
    Es hatte kein' Zweck.

    XxXxxX
    XxxX
    xXxxX
    xXxxX

    Als ich letztlich schrie,
    Holten sie mich;
    Kam zur Psychatrie,
    Mein Glauben verblich...

    XxXxX
    XxxX
    XxXxxX (denn --> Psychiatrie, nicht Psychatrie)
    xXxxX

    ...denn Gott war nie da

    xXxXx
    Hm, also die Silbenzahl ist bis auf S2 V1 und S3 V3 eingehalten. Aber das ist nur die halbe Miete der Metrik, es geht auch noch darum, dass der Wechsel von betonten und unbetonten Silben das ganze Gedicht über gleich bleibt.

    Ich habs dir da oben mal geixt, die kleinen xe bedeuten unbetonte Silben und die großen Xe sind betonte Silben. Und diese sollten sich immer abwechseln, was sie bei dir nicht tun.

    So, jetzt erst nochmal ein paar kleine Fehler:

    Als ich zu ihm sprach,
    da blieb er stumm Komma weg
    und fragte ich nach Komma weg
    ließ er mich dumm.
    Als ich Gnade erbat Komma weg
    hörte er weg Punkt oder einfach nur Komma weg
    Egal wa sich tat, --> Egal was ich tat
    es hatte kein' Zweck.
    Mir gefällt hier zudem die Elision nicht...

    Als ich letztlich schrie Komma weg
    holten sie mich,
    kam zur Psychiatrie,
    Mein Glauben verblich... --> mein Glaube verblich... ist besser
    Soviel zu den Fehlern.

    Nun zum Inhalt der mir überhaupt nicht gefällt.
    Wieder eines dieser Gedichte in denen Gott angeprangert wird weil er nicht jeder Heulsuse, die mit ihrem Leben nicht klarkommt, unter die Arme greift.

    Echt, das kanns doch nicht sein. Es ist nicht immer alles Gottes Schuld, das sollte das LI vielleicht wissen.

    Und der Inhalt der 3. Strophe ist sowieso....naja, bescheiden...


    Also tut mir leid, mit solchen Gedichten kann ich mich nicht anfreunden,


    Viel Glück beim nächsten Mal,


    LG Chris
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  5. #5
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    Hallo SumseBiene (hallo *Chris*)

    Ich klink mich mal ein zwecks Korrektur der Korrektur: Wenn zwei finite Verben aufeinandertreffen, braucht es ein Komma dazwischen

    Mir gefällt das Gedicht nicht schlecht in seiner Verzweiflung, das es ausdrückt. Die Frage, nach dem Wesen der Hilfe, die Gott überhaupt bieten kann, möchte ich hier nicht führen, denn das geht wohl an der Intention der Schreiberin vorbei.
    Die Aussage ist einfach und klar herausgearbeitet.

    Zwar ist es mir inhaltlich zu nahe an den Ritzgedichten, aber anyway. Es kann nicht jedes Gedicht persönlich berühren, das wäre zu viel verlangt.

    LG
    yarasa
    Saitenweise Ideen
    aber vielleicht leckt das Gehirn so sehr, dass ich auch mal wieder dichtend unterwegs sein werde

    Eine Art Grundsatzpapier zu meinen Kritiken
    yarasas Fingerübungen

    Die Frederick-Maus hat mich schon als Kind nachhaltig verdorben. Von da an wollte ich Dichterin sein.

  6. #6
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    Danke für eure Kommentare, *Chris* und yarasa!

    @*Chris* Vielen Dank für das X-en und die Rechtschreibkorrektur Ich selbe rkann irgendwie nicht richtig zwischen betont und unbetont unterscheiden, aber ich vertrau jetzt einfach mal auf die Binnenweisheit "Übung macht den Meister".


    @yarasa
    Und ich dachte schon das Gedicht ist wirklich totaler "Quark". *grins*

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