1. #1
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    Vier Reiter - ein kurzer Abriss über den Siegelbruch

    An dem Tag, als die Siegel aufgetan
    Ist es an den vier Reitern auszufahr’n


    Der Bruch des heiligen ersten Siegels
    Entlässt einen Reiter auf einem Schimmel
    Stolz die Krone auf dem Kopf tragend
    Mit einem Bogen den Sieg zu verkünden

    Des zweiten Siegels entgültige Zerstörung
    Gibt dem Herren des Schwertes freien Weg
    Auf dem Rücken des feuerroten Hengstes
    Um der Welt ihren Frieden zu nehmen

    Ein tiefschwarzes Reittier erscheint
    Als das dritte Siegel dann zerbricht
    Der Reiter hält eine Wage in den Händen
    Um die entgültige Teuerung zu bringen

    Des letzen porösen Siegels Zerfall
    Lässt schließlich den Vierten frei
    Ihm wird die Hölle auf den Schritt folgen
    Denn sein Name und Ruf ist der Tod

    An dem Tag, als die Siegel aufgetan
    Ist es an den vier Reitern auszufahr’n
    Um durch die Welt zu kommen, ist es zweckmäßig, einen großen Vorrat von Vorsicht und Nachsicht mitzunehmen.

    Arthur Schopenhauer


  2. #2
    Flamme ist offline Krauseminze, Minze, krause
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    Hallo Silver Starlight

    von einem Gedicht ohne Reime hätte ich zwar souveräner klingende Verse und eine einheitliche Metrik erwartet, aber ich muss sagen, dass mir die Idee gefällt
    mich stören nur manche Formulierungen, zum Beispiel die der ersten beiden Verse:

    An dem Tag, als die Siegel aufgetan
    Ist es an den vier Reitern auszufahr’n
    als die Siegel aufgetan... klingt für mich zu gezwungen, was mich etwas verwirrt, da keine einheitliche Metrik vorhanden ist- etwa nur, um den einzigen Reim des Gedichtes hinzubekommen (der aber ein unreiner ist)?:
    aufgetan
    auszufahr'n

    bei der Wiederholung am Ende hätte ich mich über eine kleine Abänderung der Zeilen gefreut... aber einfach eine Wiederholung- das erinnert mich höchstens an einem Songtext

    Stolz die Krone auf dem Kopf tragend
    Gibt dem Herren des Schwertes freien Weg
    Des letzen porösen Siegels Zerfall
    das sind nur ein paar Beispiele von gezwungen klingenden Verskonstruktionen- die Idee mit den Siegeln und den vier Reitern gefällt mir, aber an der Umsetzung müsste noch gefeilt werden, wenn du mich fragst

    lg
    flamme


    Sag nichts dagegen, gewiß, Du kannst alles widerlegen, aber zum Schluß ist garnichts widerlegt. (F. Kafka - Das Schloß)

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