Wo bist du hin?

Die Straßen sind ganz nass.
Das Licht einer Laterne spiegelt sich auf dem Asphalt
und taucht alles in Stille.
Mein Atem ist flach. Ich kann ihn in der Luft sehn.
Er lässt sich nur nicht anfassen.
Nacht hat sich um mich gelegt.
Ganz leise und sacht.
Meine Schuhe tönen durch die Stille und verfolgen mich.

Wo bist du hin?

Ich hab das Feuer in deinen Augen gesehen.
Vor ein paar Stunden standen wir hier und sahen uns an.

Wo bist du hin?

Wir standen hier. Genau hier.
Aber du bist nicht da.
Und ich eigentlich auch nicht.

Wo bist du hin?

Meine Gedanken drehen sich um dich.
Die Nacht dreht sich um dich.
Diese Nacht.
Sie gehörte uns.

Wer nahm sie uns weg?

Als ich dich finde, springt mein Herz.
Doch
da stehst nicht du.
Dein Feuer ist erloschen.
Dein Feuer
das mich bannte.
Dein Feuer, das man löschte.

Wo bist du hin?

Vielleicht
hätte ich schneller laufen sollen.
Vielleicht
wären deine Augen jetzt nicht tot.
Vielleicht
Wärst du jetzt nicht tot.

Vielleicht

Meine Nacht
dreht sich
um dich
und bringt mich um.
Den Verstand.

Ich hätte schneller laufen sollen.
Ich hätte dich retten sollen.
Ich hätte da sein müssen.

Doch ich fand dich nicht.

Wo bist du hin?

Die Straßen sind ganz nass.
Das Licht der Laterne spiegelt sich auf dem Asphalt
und taucht alles in Stille.
Mein Atem ist flach. Ich kann ihn in der Luft sehn.
Er lässt sich nur nicht anfassen.
Nacht hat sich um mich gelegt.
Ganz leise und sacht.
Meine Schuhe tönen durch die Stille und verfolgen mich.