Thema: Noch immer

  1. #1
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    Noch immer

    Noch immer


    Noch immer spüre ich bis heute
    beglückt, anhaltend diese tiefe Freude,
    dass Du als Schicksal mir begegnet bist.

    Du ließest mich, geliebt, auf Wolken gehen,
    halfst mir der Himmelstüre Schlüssel drehen,
    durch unsern Wunsch schwang leicht sie völlig auf.

    Du schenktest meiner Seele starke Schwingen,
    mein Herz, es jauchzte zwischen frohem Singen,
    erschreckt verließ die Einsamkeit mein Haus.

    Der mir bekannten Welt ging ich verloren,
    Erfüllung durch Dich findend, neu geboren,
    das Ziel, ein Traum nur, Wirklichkeit geworden.

    Dein Duft so herrlich, wie der wilder Rosen,
    im Schlaf berührte er mich wie Liebkosen,
    sich wandelnd, ward er Flieder und Jasmin.

    In Deinen Augen las ich wortloses Verstehen,
    Du konntest, schien es, meine Herzenswünsche sehen;
    hast mich beglückt, sie mir erfüllt, als wie von Dir ersehnt.

    Und war die Lust, stets reich beschenkt, zur Seite mal getreten,
    hört in der Stille klar, ich meine Seele dankend beten,
    weil Deine Nähe sie verzückt, konnt ungestört genießen.

    Du Sonne, konntest selbst durch dunkle Wolken scheinen,
    dass Du mich liebtest, Freude ließ mich weinen,
    warst Wunder mir und Zauberelixier.

    Noch immer ist's, selbst nach so langer Zeit, zu spüren,
    wenn mich Erinnerungen nur leise, zart berühren,
    mein Herz dann schneller schlägt, im alten Takt.
    Geändert von wenigviel (07.11.2006 um 14:40 Uhr)
    wenigviel


    Es kann sein, alles ist anders als wir es wahrnehmen und erkennen und doch müssen wir es uns glauben.

  2. #2
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    hallo wenigviel
    also mir gefällt dein gedicht eigentlich echt gut
    ein paar holperer sind vielleicht drin, aber sonst finde ichs wirklich gelungen


    lg
    rose
    Zum Schwarzen Rosengarten (Werkeverzeichnis)


    frisch aus meiner Feder Seelenbrand im Stundenschlaf, Göttertanz, Seelenduett,
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben
    Hermann Hesse

    *schwarzeRose*

  3. #3
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    Hallo *schwarzerose*,

    Dein Gefallen an meinem Gedicht freut mich.
    Deine, leider nur unkonkrete, Anmerkung zu und mein eigenes Empfinden gegenüber Holperern haben mich zu einigen Änderungen veranlasst.
    Empfindest Du sie als Verbesserung?

    Mit freundlich neugierigem Gruß, wenigviel
    wenigviel


    Es kann sein, alles ist anders als wir es wahrnehmen und erkennen und doch müssen wir es uns glauben.

  4. #4
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    Noch immer

    Zitat Zitat von wenigviel
    Noch immer


    Noch immer spüre ich bis heute
    das Glück und eine große Freude,
    dass Du mir jüngst begegnet bist.

    Du lässt mich auf den Wolken gehen,
    hilfst mir der Himmelstüre Schlüssel drehen,
    und ihre Flügel schwingen auf.

    Du schenkst der Seele starke Schwingen,
    mein Herz, es jauchzt, beginnt zu singen,
    erschreckt verließ die Einsamkeit mein Haus.

    Der mir bekannten Welt bin ich verloren,
    ich fühle mich neu geboren,
    ein Traum ist Wirklichkeit geworden.

    Dein Duft gleicht dem der wilden Rosen,
    im Schlafe will er mich liebkosen,
    verdrängt Jasmin- und Fliederduft.

    In Deinen Augen lese ich Verstehen,
    Du schaffst es, meinen Herzenswunsch zu sehen,
    hast ihn erfüllt und mich beglückt.

    So, hier höre ich auf. Da sind ja liebe Gedanken versammelt. Ich habe versucht, ein einheitliches Versmaß und eine durchgängige Zeit hinein zu bringen. So ein richtiger "roter Faden" fehlt eigentlich immer noch, aber wo gibt es den schon im Liebesgestammel eines Jünglings.
    Der zweite Teil reicht allemal noch als Grundlage für ein weiteres Gedicht.
    Und war die Lust, stets reich beschenkt, zur Seite mal getreten,
    hört in der Stille klar, ich meine Seele dankend beten,
    weil Deine Nähe sie verzückt, konnt ungestört genießen.

    Du Sonne, konntest selbst durch dunkle Wolken scheinen,
    dass Du mich liebtest, Freude ließ mich weinen,
    warst Wunder mir und Zauberelixier.

    Noch immer ist's, selbst nach so langer Zeit, zu spüren,
    wenn mich Erinnerungen nur leise, zart berühren,
    mein Herz dann schneller schlägt, im alten Takt.
    Wer so um Haue bittet, der soll sie auch kriegen. Aber vorher: Da schimmert Verliebtheit durch die Verse, und das finde ich, ist ein guter Anfang. Ich versuch mal, ein bisschen konkreter zu werden.

  5. #5
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    Hallo wenigviel,

    deinen Text empfinde ich für dieses Thema auch viel zu lang und zu langatmig beschrieben.
    Die Verdichtung bleibt ein wenig auf der Strecke, Heinzi hat dir schon ein Beispiel gegeben.

    Du kannst das besser, das weiß ich

    Mit Gruß,
    Katzi
    Nickänderung: supikatzi wurde zu Chavali


    ~WÖRTERWUNDERTÜTE~

    Werkeverzeichnis (unvollständig - ruft nach Aktualisierung): Katzenspuren

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    auf alle meine Texte!

  6. #6
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    Diese Liebe, von der hier berichtet wird, hat vor mehr als zwei Jünglingsalter, wobei ich ein Jünglingsalter mit 20 Jahren rechne, begonnen.
    Der Berichterstatter war seinerzeit schon ein gutes Stück aus seinem eigenen Jünglingsalter heraus.
    Der Bericht selbst ist nur den Bruchteil eines Jahres alt und ist ein aus einer wunderbar starkschönen Erinnerung gesprochener Dank, der nichts mehr zu reißen hat.

    Lieber Kulturheinzi,

    Deine veränderte Teilversion, macht so wie sie ist auf mich den Eindruck, wie wenn einem Oldtimer eine morderne Karosserie übergestülpt würde und man bei diesem Umbau feststellt, das dieser Oldtimer genügend Material besitzt, um daraus noch ein weiteres Fahrzeug nach heutigem Anspruch zu bauen.

    Vielen Dank für Deine Bemühungen, aber ich fahre den Oldtimer zunächst ohne Veränderungen weiter.

    Hätte ich gewusst, dass solche, wie die von mir gestellte Frage, hier im Forum gleich mit Prügel beantwortet werden (müssen), hätte ich sie wohl etwas anders gestellt, um eine mehr von mir erhoffte Antwort zu erhalten. Aber vielleicht ist ein solches Verhalten ja auch Ausdruck einer besonderen Sensibilität, die in der Lage ist selbst in meinen Versen oder gar durch sie hindurch tatsächlich noch Verliebtheit zu spüren.


    Liebe *superkatzi*,

    Deine sichere, gute Meinung über mich, habe ich frohdankbar gelesen und sie wird mir Ansporn wie Verpflichtung sein.

    Euch beiden einen lieben Gruß, wenigviel
    Geändert von wenigviel (07.11.2006 um 14:57 Uhr)
    wenigviel


    Es kann sein, alles ist anders als wir es wahrnehmen und erkennen und doch müssen wir es uns glauben.

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