1. #1
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    Der Herbst lässt sein Laub

    Der Herbst lässt sein Laub
    (gewidmet)

    Der Morgen schwarz, geschlachteter Tag.
    Vergänglichkeit zeigte sich wieder.
    Gezogne Last, nichts was man verbarg,
    ich wünschte es träte mich nieder.

    Doch ohne Gefühl, im Herzen taub,
    ich kann es nicht realisieren.
    Der Kälte nah, der Herbst lässt sein Laub.
    Wieso muss er’s wieder verlieren.

    Was gestern war, lebt heute nicht mehr.
    Die Kindheit vermisst ihre Spuren.
    Es bleibt ein Loch, das Leben wirkt leer,
    im Blick wandeln stumpfe Figuren.

    Was mich bewegt, lässt mich zugleich steh’n
    und lässt mich in Dunkelheit schweben.
    Ich sehne mich nach dem Wiederseh’n,
    doch das wird es niemals mehr geben.



    Heute starb mein Hund...
    Geändert von Infinity (24.10.2006 um 18:31 Uhr)
    "Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit die uns etwas gibt" (Ernst Ferstl)

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  2. #2
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    ein schöner text, der durch die klaren worte gefällt.
    das mit deinem hund tut mir leid.

    (du musst unbedingt die schriftart was größer oder anders machen, der text wirkt sehr gedrungen und damit schwer zu lesen )

    michael

  3. #3
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    danke dir michael für dein Lob.

    Schrift hab ich geändert.

    Tja, für manche wars nur ein Hund, für manche ein ganzes Familienmitglied... ein seltsames Gefühl mit dem Gedanken zu leben, dass sie nicht mehr wiederkommen wird.. ein trauriges Gefühl.... es gab sie seit ich denken konnte. Und nun ist sie nur noch eine Erinnerung. Bedrückend.

    liebe grüße
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  4. #4
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    Oh ja ein sehr trauriges trübsinniges bild
    die bilder finden ihre wirkung. auch wenn die überschrift fast ein wenig positiv auf mich wirkt. auch meine anteilnahme.
    na das wird schon wieder.
    freundliche grüße
    Onkie IIV

  5. #5
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    Liebste Infinity,

    zum einen tut es mir Leid, dass dein Hund gestorben ist. Zum anderen möchte ich sagen, das Gedicht gefällt mir sehr. Ich glaube es groß zu analysieren wäre hier fehl am Platz. Es ist eine Momentaufnahme, ein Gefühl, welches du meines Erachtens nach gut verdichtet hast.

    Gruß,
    Flo
    Neustes Werk aus meiner Feder:
    Liebe und Romantik - Schlaflied (für L.), Ein Leiserwerden, ohne Titel
    Verzweiflung schreit nicht, Verzweiflung schweigt.

    Die Melancholie des Seins - Fortsetzungsgeschichte
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  6. #6
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    lieber Onki, lieber Flo

    Schön, wenn euch mein Gedicht gefällt... danke euch fürs kommentieren.
    Du hast ganz recht Flo... es ist eine Momentaufnahme... wer es natürlich gern analysieren und interpretieren möchte, dem stehe jede Tür offen.
    Was ein Hund schon allein in einem bewegen kann... eigentlich habe ich gedacht nicht weinen zu müssen... und konnte mich bis jetzt auch soweit zusammenreißen... bis ich mir dann das Grab angesehen hab. Ich kanns immer noch nicht realisieren... aber vielleicht ist das auch besser so.
    Der Garten wirkt plötzlich so leer.

    liebe Grüße euch beiden
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  7. #7
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    Liebe Infi,

    auch mich hat deine Momentaufnahme der Trauer sehr berührt.
    Ich kann das gut verstehen und mit dir fühlen.

    Besonders die Zeile "Die Kindheit vermisst ihre Spuren" gefällt mir -
    sie zeigt die innige Beziehung zu deinem Hund.

    Lieben traurigen Gruß,
    Katzi
    Nickänderung: supikatzi wurde zu Chavali


    ~WÖRTERWUNDERTÜTE~

    Werkeverzeichnis (unvollständig - ruft nach Aktualisierung): Katzenspuren

    ©
    auf alle meine Texte!

  8. #8
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    Liebe supikatzi

    Vielen lieben Dank für deinen Kommentar, es freut mich, wenn dich mein Gedicht berührte... zu der innigen Beziehung muss ich leider sagen, dass sie mit der Zeit einfach abnahm. Als Kind bin ich gern mal rausgegangen, war mit dem Hund spazieren und hab mich mit einer Freundin und deren Hund getroffen... wir wollten ihnen immer kleine Kunststücke beibringen. Aber irgendwann verlor sich das leider auch wieder. Mein Paps war stets derjenige, der die Tiere versorgte und zum Ende hin, lag unser liebes Hündchen eigentlich nur noch in der Hütte und hat geschlafen. Ich war und bin immer so selten draußen, dass es Tage gab, an denen ich sie vielleicht nur 2 mal gesehen habe... traurig der Gedanke. Ich glaube unser Hund war am Ende ganz schön einsam, sie verschlief eigentlich nur noch den ganzen Tag, war fast vollständig erblindet, konnte nicht mehr richtig laufen... sie war eben schon sehr alt. Dann kam der Doc. Letztendlich war es besser so... aber es ist ein sehr seltsames Gefühl, wenn ich daran denke.

    liebe Grüße
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