1. #1
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    Stultitia soll auch aufs Gymnasium

    gelöscht
    Geändert von Der Panther (10.08.2010 um 17:51 Uhr)

  2. #2
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    Hoppala,
    Pantherle, habe ich was verpasst? Fehlt da nicht noch was zu einem Spitzenwitz? Oder ist das ein Witz für Lehrer? Furchtbar sag ich nur. Stell es in Gesellschaft, als legitime Anklage an akademische Eltern, die nicht wahr haben wollen daß Söhnchen oder Töchterchen einfach nur stulledoof sind.

    Ach, was red ich nur, es ist ja satirisch gemeint vom Pantherle, was halt nix anderes meint als Missstände anzuklagen. Aber sollte nicht eine gute Satire über Witz verfügen? Wenigstens ein bißchen? Ein ganz klitze-, klitzekleines bisßchen? Hier ist nix, außer Stultitia.

  3. #3
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    Ja, also herzlich lachen kann man schon über diese einfache, fast plumpe Geschichte, die so überhaupt gar keine Pointe aufweisen will! Es kommt gerade dadurch ein wenig strange rüber, nichtmal das Anklagen von Missständen will ich da erkennen. Der Oberwitz ist dann noch die Überschrift, ich kann ja nicht sagen, dass es mich nicht erheitert hätte
    Trotzdem würde mich die Intention des Autors auch brennend interessieren (obwohl es wirklich witzig wäre, wenn gar keine dahintersteckt).
    Metrisch ist es nicht so gelungen, da die sich Silbenbetonungen in diesem Schema schlecht lesen. Aber das ist irgendwie auch wieder seltsam spaßig... Ohje, ich schreib heut sicher keine konstruktive Kritik mehr...

    Auf jeden Fall bin ich auch etwas ratlos!
    Grüße,
    Jona
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  4. #4
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    guten abend ihr beiden

    @quatschi:
    erst mal danke für deine kritik.
    schade, dass es dir nicht gefallen hat.

    Stell es in Gesellschaft, als legitime Anklage an akademische Eltern, die nicht wahr haben wollen daß Söhnchen oder Töchterchen einfach nur stulledoof sind.
    naja, da hat wohl jemand die eigentliche anklage nicht gerafft. aber man muss dir immerhin ein gewisses teilverständnis zu gute halten.

    @jona:
    auch schade. nicht nur, dass es dir nicht gefallen hat, sondern vor allem, dass man bei dir nicht einmal von "teilverständnis" sprechen kann:
    nichtmal das Anklagen von Missständen will ich da erkennen
    Der Oberwitz ist dann noch die Überschrift
    du scheinst wirklich gar nichts verstanden zu haben....

    und was das metrum anbelangt: s1: jambus, s2: trochäus (eigtl nicht so schwierig, oder?? )

    ihr seid mir ja welche.....muss sagen, dass mich eure kommentare sehr erheitert haben.

    MfG,
    Der Panther

  5. #5
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    Hallo Panther!

    Mich hat Dein Dings amuesiert.

    Es muss ja net immer ein Schenkelklopfer sein, ein kleiner Happen Satire zwischendurch iss auch ganz bekoemmlich.

    Hier gehts mM nach net darum, sich ueber die etwas langsame Stultitia lustig zu machen, die kann ja nix dafuer... aber dass der Herr Vater, Doktors seines Zeichens, es partout net haben kann und sie unbedingt aufs Gymnasium schicken will, da stellt sich die Frage: WER ist hier schwer von capito...?*g*
    Scheuklappenmaessig, aber ganz eindeutig formell lautet das Attest:
    "leserechtschreibschwach"...*g*...
    Kopf in den Sand gesteckt muss man sich nur gewandt auszudruecken wissen...lol..wer sollte auch die Diagnose eines Doktors anzweifeln wollen? *g*

    Der Name 'Stultitia' .. Mann...da biste ja schon gestraft fuers Leben, wennste so heisst...

    Z3...Rechnen..

    Geschmunzelt und gern kommentiert!

    Mfg
    Lailany

  6. #6
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    naja, da hat wohl jemand die eigentliche anklage nicht gerafft. aber man muss dir immerhin ein gewisses teilverständnis zu gute halten.
    Ach Panther, weißt Du wie egal mir das ist? Ob Du nun an Stolz oder das Lob der Torheit dachtest, wie ausgefuzzelt es auch immer sein mag: ich Tor, ich les, und les hier keinen Witz. Amüsiert mich nicht. Letztes Wort meinerseits in diesem Faden.

  7. #7
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    Hallo Panther, vielleicht habe ich dein Gedicht wirklich falsch aufgefasst, da hast du Recht. Aber gefallen hat es mir trotzdem, auf eine sehr eigene Weise! Sonst hätte ich es nicht kommentiert.

    Liebe Grüße
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  8. #8
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    guten abend lailany,

    vielen dank für deinen kommentar.

    bei meinem bruder in der klasse (gymnasium) gab es tatsächlich ein mädchen, das ein ärztliches attest hatte, welches besagte, dass sie an leserechtschreib-schwäche leide. sie konnte das gymnasium dennoch besuchen und bekam bei klausuren stets mehr zeit. außerdem wurden rechtschreibfehler natürlich nicht bewertet. bis in die oberstufe hinein hatte sie stets gute bis sehr gute noten (weil sie so lang schreiben konnte wie sie wollte; die zeitbegrenzung ist bei uns an der schule meist der notenlimitierende faktor gewesen)

    MfG,
    Der Panther

  9. #9
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    Hi Panther,

    ganz zu Anfang haben wir uns mit dem Missverständnis, glaub ich, ein bisschen auf dem falschen Fuß erwischt. Mittlerweile lese ich gern mal bei dir mit und vieles gefällt mir auch (z.B. die Annegret *g*).
    Deine letzte Antwort zu diesem Gedicht verwirrt mich allerdings ein bisschen. Zunächst dachte ich wie Plumperquatsch und Jona, und hab dann, nach deiner Antwort, mal "Stultitia" nachgeschlagen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass dieser absurde Name Zufall ist.
    Da wurde mir dann erzählt, dass "Stultitia" den Zustand beschreibt, der aus einer Unausgeglichenheit des Geistes resultiert, aber aus zuviel (! wenn auch einseitiger) Aktivität; etwa, dass man Stoffe, über die man gelesen hat, nicht mehr fassen und verarbeiten kann, wenn man zuviel liest oder zuviel schreibt. Die Wechselseitige Aktivität scheint generell besser zu sein, aber soweit ich weiß, ist sowas nicht die Ursache für eine Lese-Rechtschreibschwäche.
    Ich warte auf Erhellung!

    Lieben Gruß,
    Malle

  10. #10
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    hallo frau malle (ich muss bei dem namen immer an eine "betrunkene frau holle" denken ),

    ganz zu Anfang haben wir uns mit dem Missverständnis, glaub ich, ein bisschen auf dem falschen Fuß erwischt.
    ich denke, du sprichst von dem sucht-gedicht mit den protagonisten niko, tine, mario und hanna.
    deinen kommentar hatte ich dir doch nicht übel genommen, keine sorge

    und hab dann, nach deiner Antwort, mal "Stultitia" nachgeschlagen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass dieser absurde Name Zufall ist.
    Da wurde mir dann erzählt, dass "Stultitia" den Zustand beschreibt, der aus einer Unausgeglichenheit des Geistes resultiert, aber aus zuviel (! wenn auch einseitiger) Aktivität; etwa, dass man Stoffe, über die man gelesen hat, nicht mehr fassen und verarbeiten kann, wenn man zuviel liest oder zuviel schreibt
    ich weiß nicht, wo du das nachgeschlagen hast. aber ich wollte mit dem lateinischen wort "stultitia" (dt: dummheit, torheit), wie die anderen ja schon angemerkt haben, lediglich klarstellen, dass das mädchen tatsächlich nicht die hellste ist. plumper hatte hier ja meinen ersten kritikpunkt schon erkannt: dass manche eltern die leistungsschwäche ihrer kinder nicht wahrhaben wollen. das kommt natürlcih v.a. in akademikerfamilien vor.

    kritikpunkt 2 ist dann die sache mir dem attest. mit der unterstützung bestimmter autoritätspersonen ist in unserer gesellschaft vieles möglich. verbrechern wird unzurechnungsfähigkeit bescheinigt und schülern und arbeitnehmern werden gefälligkeitsgutachten erstellt.
    mein letzter beitrag hat sich auf "kritikpunkt 2" bezogen. dass die schülerin in der klasse meines bruders nicht "stulta" war, hat dich wahrscheinlich verwirrt.
    ich hoffe, ich konnte für aufklärung sorgen.

    MfG,
    Der Panther

  11. #11
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    Hallo,

    da bist du nicht der erste, der an "Frau Holle" denkt, wie ich hier schon erfahren habe. .
    Ich zitiere mal die Quelle, aus der ich gelesen habe:
    Schreiben als Mittel, das Gelesene zu sammeln und sich darüber selbst zu sammeln ist eine Übung des Geistes, mit der man sich gegen das grosse Laster der stultitia zu wappnen vermag, das durch endlose Lektüre gefördert zu werden droht. Stultitia ist definiert als geistige Erregung, als instabile Aufmerksamkeit, als ständiger Wechsel der Meinungen und des Willens und folglich als unstetes Verhalten angesichts der Dinge, die geschehen können. Ausserdem richtet sie das Denken auf die Zukunft, macht den Geist begierig auf Neuigkeiten und hindert ihn, im Besitz gesicherter Wahrheit einen festen Punkt zu finden." — Michel Foucault, Über sich selbst schreiben (1983); Schriften zu Literatur, S. 355-356
    Nach deiner Erklärung wird mir manches klarer, auch, was den ursprünglichen Begriff "Stultitia" betrifft. Hier hing es wohl, denn: ich kann kein Latein. Bloß ein paar Brocken, aber ohne Latinum .

    Ja, es ist oft miterlebt worden, dass für Kinder die höhere Schulform gewählt wird, obwohl die Leistungen dort schlecht sind und das Kind sich auch in Maßen quält, die mit Leistungserreichen nicht mehr viel zu tun haben. Manche Eltern scheinen schlicht von ihrem Lebensstandard auszugehen und wünschen nicht, in diesem gestört zu werden, sei der Nachwuchs nun geeignet dafür, oder nicht.

    Gut, dann verstehe ich es jetzt besser, sei bedankt. Solche Werbung ist zwar nicht wirklich prickelnd, aber ich hab mich des Themas auch schonmal angenommen, in "Pythago rasa".

    Lieben Gruß,
    Malle

  12. #12
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    Hallo Panther!
    Mir gefällt dein Gedicht nicht. Ich find auch nicht wirklich nen amüsanten Aspekt, höchstens in der Form - die möglicher Weise die "Einfachheit" des Mädchens wiederspiegeln sollte?

    Ich hab vielmehr sogar ein "ernsthaftes" Problem. Es stellt ne schlechte Reduktion meiner Meinung nach in zweifacher Weise dar. Einmal die im Gedicht zum Ausdruck gebrachte Gleichsetzung der Legasthenie mit Dummheit halte ich für mehr als bedenklich! Vielleicht sollte es polemisch sein? Wenn dann nenn ich dies aber schlechte Polemik! Zum zweiten die Verkennung der Tatsache, dass Kinder aus besseren Verhältnissen häufig einen von Haus mitgegebenen Vorteil besitzen. Tendenziell können sie einfacher ein reineres Schritfbild haben, da sie eher in einem bildungsnahen Umfeld ausfwachsen. Daher ist der Zugang zur Kulturpraxis/ -technik des Schreibens eine näherliegende und auch die gesprochene Sprache ihrer Umwelt ist eher elaboriert und an der Schiftsprache angelehnt. Mittel für Nachhilfe falls der Sprössling gefördert/ gepusht werden muss sitzen weitaus lockerer.

    Die Thematik enthält einen Kern, der spannend und facettenreich betrachtet werden kann. Die Schwierigkeit der Attestierbarkeit, das ein Phänomen so en vouge wird, die Käuflichkeit von größeren Chancen für das eigene Kind, die Forcierung nicht das Kind wahrzunehmen, sondern den eigenen Bildungsstand und sozialen Status ab zu sichern, aber die Umsetzung überzeugt mich dann halt nicht.

    Gruß
    sora

  13. #13
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    Hallo Panther!

    Mich hat das Gedicht nachdenklich gestimmt, vielleicht, weil es in aller Kürze auf ein pädagogisches Problem verwiesen hat. Mir ist in meiner gesamten Dienstzeit
    von vierzig Jahren kein einziger Fall von "echter" Legasthenie untergekommen.
    Verglichen mit dem Wirbel, der um diese Schwäche gemacht wird, schon sehr verwunderlich. Lg Ingo
    Ibrahim (Ingo Baumgartner)

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