Thema: -aufgegeben-

  1. #1
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    -aufgegeben-

    Mondscheinküsse auf ihrer Haut
    lassen sie aus ihren Träumen fallen
    gerade als sie eine Fantasie aufbaut
    nun Realität auf Illusionen prallen

    Düstere Stimmen flüstern in ihr,
    welche sie an der Kehle fassen.
    So malt sie deine Gesichter zur Zier,
    die sie weiter hoffen lassen.

    Blumen aus dem verdörrten Garten
    Vergebens Pflückt sie einen Strauss.
    Doch will sie nicht noch länger warten
    Hat begriffen- eure Zeit ist aus


    Würde mich gerne mal über Kritik freuen! Hat sich ja bis jetzt noch
    keiner nach meinen Gedichten gemeldet!...

    Danke für's lesen!!
    Geändert von ang.90 (30.10.2006 um 22:02 Uhr)

  2. #2
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    Hallo ang.90! (was immer "ang.90" bedeuten mag)

    Du hast noch nie Kritik geerntet? Dann will ich's einmal wagen.
    Zuerst das positive: Du scheinst dir echt mehr Mühe zugeben als viele andere "Hobby-Poeten", jedenfalls hast du schöne Reime. Überhaupt gefällt mir deine Wortwahl im Allgemeinen sehr gut. Am besten sind die "Mondscheinküssse".
    Die schöne Illusion, die sich in der ersten Zeile aufbaut, fällt noch in derselben Strophe gemeinsam mit aller Fantasie beim Aufprall auf die Realität in sich zusammen. Ab hier wirkt alles so trocken und trostlos, daß nicht einmal Tränen übrigbleiben. Dieser Effekt wird durch das Fehlen eines Metrums auch noch drastisch verstärkt. Ich wäre von dieser enormen Intensität geradezu begeistert, wenn es in der zweiten Strophe nicht einen Bruch gäbe:
    So malt sie deine Gesichter zur Zier,
    die sie weiter hoffen lassen.
    Wie malt sie seine Gesichter zur Zier??? (Einmal abgesehen davon, daß ich keinen Menschen mit mehreren physischen Gesichtern kenne.)
    Warum in aller Welt stört sie meinen Eindruck überwältigender Hoffnungslosigkeit, indem sie seltsamerweise doch weiter hofft???

    Der Rest deines Werkes gefällt mir dagegen wirklich gut.

    Anderswo würde ich das Fehlen eines Metrums bemängeln, aber hier geht das irgendwie vollkommen in Ordnung. Dennoch würde ich dein Werk eher einen "gereimten Text" als ein "Gedicht" nennen.

    Mit Blick auf den Titel hoffe ich, daß du nicht aufgibst.
    Ich versuche auch nur, zu sagen, wovon ich glaube, es seien meine Gedanken, in der Hoffnung, meine Meinung beruhe nicht einfach nur auf Irrtümern.
    Liebe macht blind - nicht blöd!

  3. #3
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    Hallo Y shark!

    Erstmal vielen vielen Dank für deine Antwort und Kritik! Freut mich, dass
    sich doch noch jemand meldet... ich will ja etwas lerner

    Schön, dass dir mein Gedicht eigentlich gefällt!

    Zur Kritik:
    so malt sie deine Gesichter zur Zier->
    Es geht um eine Beziehung, die nicht gut läuft.
    Das Mädchen will es nicht wahrhaben...
    es ist dunkel und die düsteren Stimmen machen ihr Angst!
    die düsteren Stimmen sind ihre eigenen Gedanken, welche ihr
    eigentlich sagen wollen das diese Bezihung hoffnungslos ist...
    sie will es sich aber nicht eingestehen und stellt sich den
    Jungen (ihren Freund) ständig vor! sie malt ihn in ihrer Fantasie
    so wie sie ihn gerne hätte...
    dies lässt sie weiter hoffen... jedoch am Schluss bemerkt sie,
    dass ihre Beziehung keine Chance mehr hatt! es ist vorbei!

    ich gebe dir bei deiner Kritik recht... sie bildet sich ja nur ein, das sie noch
    hoffnung haben... und das mit den Gesichtern stimmt auch!
    Ich überlege mir, wie ich die zweite Strophe besser formulieren könnte!

    vielen Dank nochmals, für deine Kritik... ist mir selbst gar nicht aufgefallen!

    keine Angst, ich gebe nicht auf! aber manchmal muss man sich klar werden
    was noch eine Chance oder einen Sinn hatt... und in diesem Fall von meinem
    Gedicht hat die Beziehung leider keine Chance!

    liebe grüsse!!!

    noch etwas kleines: ang steht für eine Abkürzung und 90 für meinen Jahrgang 1990!
    Geändert von ang.90 (29.10.2006 um 17:52 Uhr)

  4. #4
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    Hallo ang.90

    Ich hoffe, ich falle niemandem auf die Nerven, indem ich dieses Thema wieder rauskrame. Eigentlich würde ich jetzt gerne ein schönes Gedicht kommentieren, das ich noch nicht kenne, aber ich finde keins, das mir gefallen könnte. Aber genug der Vorrede.

    Da mir in einer schlaflosen Nacht irgendwann einmal etwas zu den letzten Zeilen der zweiten Strophe eingefallen ist, möchte ich dir einfach folgenden Vorschlag unterbreiten:
    Versonnen malt sie Gesichter von Dir,
    sie kann die Hoffnung noch nicht lassen.

    Ich überlasse es deinem persönlichen Urteil und dem Rest der Experten hier, ob damit wirklich etwas besser wird. Ich wollte es halt einfach nicht nur für mich behalten. Vielleicht ist die Wortwiederholung von "sie" ja noch irgendwie wegzubekommen.

    In diesem Sinne
    liebe Grüße vom Y~shark

    auch was kleines: klau mir bitte nicht das "~" zwischen "Y" und "shark"
    Ich versuche auch nur, zu sagen, wovon ich glaube, es seien meine Gedanken, in der Hoffnung, meine Meinung beruhe nicht einfach nur auf Irrtümern.
    Liebe macht blind - nicht blöd!

  5. #5
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    hallo hallo!

    Danke, dass du dir noch Gedanken gemacht hast, und dich gemeldet hast!

    Deine Idee gefällt mir! aber das mit den Doppelten "sie" stört mich wirklich einbisschen!

    wie wärs mit:

    Düstere Stimmen flüstern in ihr,
    welche sie an der Kehle fassen.
    Versonnen malt sie Gesichter von dir.
    Kann das Hoffen noch nicht lassen.

    ich weiss, "das Hoffen" tönt komisch...
    aber mit sie kann die Hoffnung noch nicht lassen
    kann ich mich nicht recht anfreunden? was meinst du/ ihr?!

    ich merks mir mit dem ~ zwischen Y und shark
    Ich glaube ich hab mir einfach das Suchen von diesem Zeichen auf der Tastatur ersparen wollen... bin manchmal einbisschen bequem!

    Liebe Grüsse ang

  6. #6
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    Hallo ang.90

    "Kann das Hoffen noch nicht lassen???
    Oh, bitte nicht! Das klingt, als wäre das Hoffen eine schlechte Angewohnheit (wie z.B. das Rauchen, das Saufen, das Lügen oder sonst was).
    Auch geht es hier doch nicht um das Hoffen allgemein, sondern um eine ganz bestimmte Hoffnung. Wenn dich nur das doppelte "sie" stört, kannst du es ja auch einfach weglassen und einfach schreiben: "Kann die Hoffnung noch nicht lassen"

    Alternativer Vorschlag: "Kann nicht die Hoffnung ** lassen", wobei für "**" noch ein passendes zweisilbiges Wort zu finden ist (vielleicht "fallen" oder "schwinden" oder sogar "sterben")

    Da findet sich doch bestimmt noch etwas Schönes. (Aber "das Hoffen" schmeckt nun mal wirklich nicht besonders)

    Grüße vom Y~shark
    Ich versuche auch nur, zu sagen, wovon ich glaube, es seien meine Gedanken, in der Hoffnung, meine Meinung beruhe nicht einfach nur auf Irrtümern.
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  7. #7
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    hallo hallo Y~shark!

    Danke für deine direkte Meinung... und ich muss dir Recht geben!
    "kann die Hoffnung noch nicht lassen" tönt besser! das Stimmt!
    Aber: "Kann nicht die Hoffnung schwinden lassen"
    gefällt mir nicht wirklich! es tönt sehr erzwungen... komischer Satzbau!
    Solche Sätze versuche ich eignetlich immer zu vermeiden... !

    Ich werde mir aber den anderen Vorschlag noch durch den Kopf gehen lassen,
    und bin dir sehr dankbar über deine Hilfe und Tips!
    Ich kann mich aber leider nicht hundertprozentig dafür begeistern,
    da es nicht mehr das selbe aussagt!
    naja... entweder ist es in ein paar Tagen geändert, oder halt nicht!

    aber nochmals Danke!

    Tschüss und liebe Grüsse

  8. #8
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    Hallo ang.90

    Bitte, gern geschehen. Es freut mich immer sehr, wenn jemand Kritik annimmt (unabhängig, ob die Kritik von mir stammt oder all den anderen hier, die meist sowieso mehr Ahnung haben). Es sind ja auch alles nur Vorschläge. Ob du sie umsetzt, bleibt natürlich völlig dir überlassen. Es ist dein Gedicht und das soll es auch unbedingt bleiben.

    Ich wünsche noch viel Erfolg und Freude beim Dichten.
    Grüße vom Y~shark
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