1. #1
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    Kein Titel, deshalb hier ^^

    Von ihm zu reden bringt nicht viel
    Drum widme ich ihm ein Gedicht
    Manch Menschen ist er großes ziel
    Obwohl er ihre Herzen bricht.

    Unermüdlich, alle Tage
    Hilft neue Steine zu Verzier` n.
    Kümmert sich der Menschen Plage
    Bietet dem Leben eisern Stirn

    Mit kalter Hand reißt er an sich,
    Er trennt nicht zwischen reich und schlicht;
    Der letzte Fährmann namentlich,
    Am letzten Ufer, vor dem Licht.

    _______
    was würdet ihr anders machen?
    Ich für meinen teil bin mit den reimen der letzten strophe nicht ganz einverstanden, zu viele "i"....
    außerdem der titel, mir will keiner einfallen...
    im vornherein danke
    c~k
    Geändert von mood.on.paper (26.10.2006 um 11:30 Uhr)
    Der Boden unter meinen Füßen bewegt sich wie Treibsand;
    Aus keiner Ecke leuchtet mir mehr ein Licht.
    Ich muss den Sand der Zeit aus meinen Augen reiben.
    von Dornenrose in "Schwarzes Licht"

  2. #2
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    Hi mop,

    ich bin zwar ein x-chen-Stümper, aber:
    Von ihm zu reden bringt nicht viel
    x X x Xx X x X
    Drum widme ich ihm ein Gedicht
    x Xx X x X xX(=falsche Betonung!?)
    Manch Menschen ist er großes ziel
    x Xx X x Xx X
    Obwohl er ihre herzen bricht.
    xX x Xx Xx X

    Unermüdlich, alle tage
    XxXx Xx Xx
    Hilft neue Steine zu Verzier` n.
    x Xx Xx X xX
    Kümmert sich der Menschen plage
    Xx X x XxXx
    Bietet dem leben eisern Stirn
    Xx x Xx Xx X

    Mit kalter hand reißt er an sich,
    x Xx X x X x X (wobei wohl eher x Xx X X x X x gemeint ist?)
    Er trennt nicht zwischen reich und schlicht;
    x X x Xx X x X
    Der letzte Fährmann namentlich.
    x Xx Xx XxX
    Auf, auf zum Ufer, auf ins Licht!
    X X x Xx X x X

    An S1 V2 brech ich mir irgendwie die Zunge. Zumindest ein Wort müsste ich persönlich falsch/ungewöhnlich betonen, damits "fließt".
    M.E. holperts da noch im Großen und Ganzen.

    GROß/kleinschreibung ist nicht konsequent umgesetzt.

    Inhaltlich:
    S1V3+4 - hier kann ich mir zwar umständliche Erklärungen zurechtlegen, aber deine wirkliche Absicht hinter dieser Aussage erkenne ich leider nciht.

    S2V2 - Steine verzieren!? Warum "hilft" er dabei? Das hört sich so an, als ob der Mensch dafür dankt. M. E. ist er eher der Grund, warum solche Steine verziert werden.
    S2V3 - Menschenplage oder der Menschen Plage? Ist inhaltlich eine Abweichung. Für die wohl beabsichtigte Aussage klingt "kümmern" m.E. zu positiv.
    S2V4 - bietet dem Leben eisern Stirn m.E. beendet er das Leben, oder?

    Zu den Reimen in der letzten S fällt mir zu später Stunde auch nichts besseres ein. Allerdings hast du recht. Zu viele i's.
    Außerdem finde ich die Aussage in V1 dieser S unvollständig. Der 2.V ergänzt hier m.E. nicht sinnvoll.
    Die Metrik der letzten Zeile gefällt mir zwar, aber auch hier kann ich dem Sinn nicht ganz folgen. Es klingt sehr auffordernd, hoffnungsvoll. Dabei geht's da doch wohl eher über'n Styx, oder?

    Titel: Fährmann wär' wohl zu einfallslos. Ode an den Fährmann? Mmh, schwer. In wie weit soll dein Titel denn etwas über den Inhalt verraten?

    Gruß

    Garahn
    Geändert von Garahn (24.10.2006 um 23:58 Uhr)
    Blicke zurück, um zu lernen.
    Schaue nach vorn, um zu träumen.
    Halte inne, um zu leben.

  3. #3
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    Danke fürs erste, ich werde mal schauen, was sich machen lässt! Mal sehen ob ich die verse austauschen kann, beim kümmern sollte wirklich das um nicht fehlen, da hast du wohl recht, und der letzte vers ist wahrhaftig mehr als nur dumm, da muss ich was machen, auch die erste Strophe, obwohl naiv doch etwas unpassend ausgedrückt ist, aber ich schaue was ich machen kann,
    ach ja:
    x Xx X x X x X (wobei wohl eher x Xx X X x X x gemeint ist?)
    Das verstehe ich nicht kannst du es mir erklären, garahn?

    Die idee vom fährmann ist auch nicht schlecht, ich werd sie mir durch den kopf gehen lassen, ach ja linespur, hättest du anregungen für einen passenderen einstieg in der 1. strophe? Bin ziemlich ratlos....

    Danke, dass ihr mir soweit meine fehler aufgezeigt habt, echt toll!

    lg
    C*k
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    von Dornenrose in "Schwarzes Licht"

  4. #4
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    okay, hier mal ein Erklärungsversuch:

    reißt er an sich (X x X x)
    = an(sich)reißen, etwas an sich reißen, Besitz ergreifen

    reißt er an sich (x X x X)
    = reißen, an sich selbst (oder jemand anderem) reißen

    Ich kanns leider nicht mit grammatikalischen Fachbegriffen erläutern. Sorry
    Soweit aber schlüssig?

    Gruß

    Garahn
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  5. #5
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    hi Moody
    hm das sich dein gedicht um den Tod handelt ist offensichtlich und bedarf keiner großen interpretationskünste.
    Ich habe mir den Text jetzt bestimmt schon das 4te mal hintereinander durchgelesen und immer wieder fallen mir die selben worte dazu ein. ER ist unter uns.
    der Tod der sonst so ich nenne es mal passiv ist, den machst du lebendig.
    Du beschreibst ihn lebendig wenn du verstehst was ich meine als wenn er ein Mensch wäre ich glaube Personifizierung könnte das Stilmittel heißen wenn ich nicht auf dem holzweg bin.
    Du widmest ihm ein Gedicht,
    er hilft verzieren, er kümmert sich....
    alles das kann man auf einen Menschen übertragen.
    du schreibst von ihm zu reden bringt nichts viel.
    ich denke damit meinst du das es nciht viel bringen würde, weil er doch unaufhaltsam ist.
    ein gedicht und die Bilder die darin gemalt werden können überspitzt auf ewig haltbar gemacht werden. und bilder sagen bekanntlich mehr als tausend worte.
    Du beschreibst das der Tod rastlos ist, da er unermüdlich ist.
    dadurch das du ihn mit worten belegst, wie hilft er, kümmert sich...
    stellst du ihn in ein pos. LIcht.
    ebenso mit den Wörten "trennt nicht zwíschen reich und schlicht" Cool das reimt sich gerade. Das leben ist das einzige was man nicht mit geld kaufen kann. und das beschreibst du in deiesem text sehr schön.
    Das der tod im grunde seine pos. seiten hat.
    Menschen von Krankenheiten zu erlösen und eine gewisse ich nenne es mal fairness, die leben leben fehlt, nämlich das alles gleich sind wieder herzustellen.
    das einzige was jetzt an dieser Theorie glaube ich nciht stimmt ist der Fährmann.
    denn auch der Fährman, der das schiff der Seele in die Unterwelt bringt verlangt Zoll.
    wenn du es vielleicht ncoh irgendwie schafft hm wie drücke ich das jetzt aus ihn auch noch mit pos. eigenschaften belegst wirkt das gedicht glaube ich noch besser.
    *lol* mir gehen schon wieder die Worte "Er ist unter uns durch den Kopf"
    lg Dornenrose
    Wer glücklich sein will, muss wissen was Traurigkeit bedeutet!

  6. #6
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    Hallo Mood,

    zur Metrik wurde hier ja bereits viel gesagt und so will ich mich eher um die Titelfrage kümmern.

    Meine Vorschläge, die mir so spontan einfallen:

    Fährmann
    Man spricht nicht über ihn
    Ein Gedicht, leise gelesen
    Mit kalter Hand


    Ist jetzt alles nicht das Gelbe vom Ei, aber vielleicht spricht dich ja was an bzw. gibt dir etwas einen Schub in die richtige Richtung.

    Viele Grüße

    Thomas
    "Man schreibt nicht, was man schreiben möchte, sondern was man zu schreiben fähig ist."
    Jorge Luis Borges


    Mein Wiedereinstiegsgedicht nach all der Zeit: So ist mein Herz ein dunkler Teich

    Meine Werke und meine Empfehlungen.

    Freiwillige Selbstverpflichtung 3:1

    Und hier noch auf Wunsch von Nachteule etwas von ihm (als Dank für die Hilfe im Mod-Faden): Nachteule

  7. #7
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    Hallo Dornenrose, hallo Roderich!
    Danke ihr beiden, also ich bin euch sehr dankbar, aber ich mss dieses gedicht jetzt erst mal ruhen lassen, sonst vernichte ich noch meine tastatur, bzw meine füllfeder
    Naja auf jedenfall finde ich es super wie vielschichtig ich ratschläge bekommen habe- Formal, inhaltlich, zum titel, zum verständnis...das ist wahnsinn,
    Danke
    C!k
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    von Dornenrose in "Schwarzes Licht"

  8. #8
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    Hallo mood,

    Hier noch ein paar Vorschläge zum Titek:

    Charon ( = Fährmann zur Unterwelt)
    Acheron (=Unterweltsfluss)
    Für einen Obolos (= diese kleinste griech. Münze wurde den Toten als Grabbeigabe mitgegeben um die Fahrt über den Fluss zu bezahlen)

    Vielleicht gefällt dir ja einer davon.

    LG
    Rosiel
    Mit dem Kopf in den Wolken

    Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein.
    Faust

    ...frech grinsend in Richtung Schweiz

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