1. #1
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    Exclamation Fahrstuhlmusik Teil 4

    Der Schlüssel passte noch, sie hatte das Schloss also noch nicht auswechseln lassen. Leichter Vanilleduft empfing mich als ich die Tür öffnete, das war ihr Toilettenspray.
    ,,Tyson” schoss es mir blitzartig durch den Kopf.
    Die Bilder hatte sie entfernt, sowie alles andere was auf meine Existenz hätte hindeuten können. Ich fühlte mich wie Winston Smith, vaporisiert, nicht existent.
    Die letzten Überreste, die darauf hindeuteten dass ich einmal hier gelebt hatte, fand ich im Schlafzimmer, wo sie aufgefaltet und gebügelt auf dem Bett lagen. Tyson. Tyson.
    Ich raffte alles was auf dem Bett lag zusammen und stopfte es in den Müllsack den ich mitgebracht hatte. Ich schaute mich um. Alles war sauber, Tyson, keine noch so kleine Falte im Bettüberzug, Tyson, kein Staubkorn zirkulierte im Zimmer, Tyson, alles war makellos. Ich öffnete die Schränke, Tyson, Nachthemden, Kleider, Schuhe. Tyson, Tyson, Tyson. Die Kommode: Unterwäsche: Slips, Bhs, Strumpfhosen. Tyson, Tyson, Tyson. Einen Augenblick zögerte ich, nahm dann einen Slip, spuckte rein, legte ihn zurück und schloss die Schublade. Sie würde schon noch daran erinnert werden, dass es mich gab, spätestens wenn sie eines Morgens etwas nasses in ihrem Höschen spüren würde. Ein letzter Blick und raus aus der Wohnung.
    TYSON, TYSON, TYSON.

    Ich zitterte am ganzen Körper: Die Wohnung, diese bösartige, ja, fast lebensbedrohliche Aura die sie zu beherbergen schien, hatte mich kapitulieren lassen. Alles was auf meine Existenz hätte deuten können war nun weg, bis auf eine kleine, versteckte Menge Speichel. Vielleicht würde sie mich noch einmal spüren, vielleicht würde es sie an unsere Körper erinnern, heiß und verschwitzt, umhüllter Schleim. Heiß...Heißes linkes Ohr...Heißes linkes Ohr und schlotternde Beine. Rückzug. Erholung.

    Das Hotelzimmer war recht groß, dafür, dass ich nur eine Nacht darin verbringen sollte. Das Fenster mit Blick auf die Innenstadt. Alles dunkel. ,,Fliegeralarm”, spottete ich. New York schläft nie. Ich befand mich nicht in New York. Ein Drink aus der Minibar half mir auf meinem Weg der Besserung voranzukommen. Der missglückte Versuch eines edel wirkenden Kronleuchters an der Decke amüsierte mich. ,,Präsidentensuite.”, dachte ich. Abermaliger Spott, ich war in der Stimmung dazu. Die bedrückende Enge meines Zimmers wurde mir zu viel, und ich beschloss, mich in die hoteleigene Bar zu begeben. ,,Tragen Portiers dich eigentlich in dein Zimmer wenn du bis zur Besinnungslosigkeit säufst? Ist das nicht ihre Pflicht? War der Whiskyfleck auf meiner Hose noch sichtbar?” Fragen über Fragen und nur eine flüssige Antwort. Meine überflüssigen Gedankengänge hatten mich unbemerkt in den Fahrstuhl geleitet. Mein Gebiet.
    Ich bemerkte, dass ich nicht allein war und richtete meinen Blick dorthin, von wo ich ein leichtes Füßescharren und Geräusper zu vernehmen glaubte.
    ,,Kingsley sagte mir ich könnte dich hier finden.”
    Es war Lene. Die Minibar, oder präziser gesagt deren Inhalt, hatte mich zu sehr mitgenommen als dass ich hätte überrascht sein können.
    ,,Ist - ist das deine Musik?”, fragte sie etwas zaghaft.
    ,,Ja, ist aber schon ein paar Jahre her dass ich die komponiert hab.”
    ,,Sie gefällt mir.” Lene wurde rot.
    ,,Kommt es denn darauf an?”
    Ich betätigte einen Knopf und der Fahrstuhl kam zum Stehen. Sie hatte verstanden. Unsere Lippen berührten sich während sich meine Hände in Richtung ihres Rocks bewegten. Diesen Speichel würde sie nicht bekommen, er gehörte Lene.
    Robbie Williams hat mal gesagt, zu seiner eigenen Musik Sex zu haben, sei als würde man sein eigenes Sperma schlucken. Lene half mir dabei diese Behauptung zu widerlegen.
    Sie schmiegte sich gerade an meine Brust als ich durch ihr Haar fuhr und ihr rechtes Auge freilegte. Ich erschrak.
    ,,Mein Exmann.”, sagte sie völlig ruhig, jedoch ohne mich anzusehen. ,,Ein Messer. Er schmiss es nach mir.”
    Sie fuhr mir ebenfalls durchs Haar.
    ,,Wir haben wohl das gleiche Schicksal.”, flüsterte sie und lächelte mich an.
    ,,Lange Haare.”, ergänzte ich.
    ,,Siehst du sie noch?”
    ,,Siehst du ihn noch?”
    Ich stand auf und erlöste den Fahrstuhl von seiner aufgezwungenen Pause.
    ,,Du rufst mich doch an?” Sie fragte nicht, sie flehte.
    ,,Ja, mach ich. Versprochen.”
    Die Tür ging auf, ich strich mein Haar zurecht und verließ den Fahrstuhl ohne ein weiteres Mal auf sie zu blicken. Sie hatte ihn erobert, das war jetzt ihr Gebiet. Ich hingegen hatte neue Ziele vor Augen. Ich habe Pflichten. Ich komponiere Fahrstuhlmusik.
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  2. #2
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    Hier also der letzte Teil von "Fahrstuhlmusik", ich hoffe ihr findet Gefallen daran!

    Mfg Jad
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  3. #3
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    So nach der längeren Pause, welche mir von dem Forum aufgezwungen wurde habe ich deine "Fahrstuhlmusik" gelesen. Der Inhalt erschließt sich mir nicht ganz, oder vllt nur teilweise, oder ich habe sogar recht mit dem was ich gedacht habe...
    Nun gut. Ich denke nicht, dass ich dir noch etwas beibringen kann, denn du weißt wie man schreibt. Es ist auch nicht meine Abteilung aber ich hätte trotzdem was zu meckern oder eher, ich würde dich gerne was fragen!
    Ich nehme an, dass du viele Leute damit ansprechen willst. Nun deine Geschichte enthält viele Vergleiche, auf die du teilweise eingehts, z.B. der Robbie, aber da war noch irgendsoein Wilston Smith, oder Gregor Samsa, ist zwar eine gute und humorvolle/ironische Beschreibung, aber du kannst doch nicht erwarten, dass der "aufgeklärte" Konsument von heute, sich Zeit für Franz Kafka genommen hat. Ich will damit sagen, dass der komplette Inhalt der "Elite" vorenthalten wird.
    Vllt ist das auch gut so, Dummheit gehört ja schließlich bestraft.^^

  4. #4
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    Interessante Sache die du da ansprichst, dass sich solch ein Problem ergeben könnte ist mir bisher nicht in den Sinn gekommen, weshalb ich jetzt auch nur spontan antworten kann.
    Erstens bin ich nicht sicher, ob es zwingend notwendig ist, zu wissen was das für Figuren oder Personen sind, die ich anspreche, um meine Geschichte nachvollziehen zu können. In diesem Punkt teilt sich die Leserschaft wahrscheinlich in zwei Gruppen: die "Drüber hinweg Leser" und diejenigen, zu denen ich dich auch zähle, die es stört nicht zu wissen, was sie dort lesen. Und die werden sich mit grosser Wahrscheinlichkeit darüber informieren, welche Figur der Weltliteratur oder welche berühmte Persönlichkeit ihnen eben begegnet ist. So trage ich also auch etwas dazu bei, die Öffentlichkeit zu bilden!
    Zweitens denke ich beim schreiben nicht darüber nach, ob das was ich schreibe "elitär" ist, und ich würde mich unwohl dabei fühlen mich selbst zu zensieren, nur aus Rücksicht auf weniger belesene Menschen, dafür macht mir Wissen und die literarische Verarbeitung von Wissen einfach zu viel Spaß.
    Aber jetzt zu etwas anderem: ich würde zu gerne wissen, was du dir bei "Fahrstuhlmusik" gedacht hast, vielleicht kannst du mir das ja verraten...
    Es ehrt mich aber generell, dass sich jemand überhaupt die Mühe macht über mein Geschreibsel nachzudenken!
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  5. #5
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    Jad wer ist Tyson, vllt wird das klarer wenn du mir das mal erklärst.
    Ja schön da ist eine Entwicklung von diesem Tyson: Tyson->Tyson,Tyson,Tyson->TYSON,TYSON,TYSON, mehr sagt es mir aber auch nicht.

  6. #6
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    Ich möchte da eigentlich nicht zu viel verraten, aber Mike Tyson ist ein Boxer und der hat seinem Gegner Evander Holyfield in einem Kampf mal ein Stück vom Ohr abgebissen, du hast die Szene bestimmt schon mal gesehen. Serge ist in "Fahrstuhlmusik" in der Wohnung seiner Exfrau und ihm drängt sich unweigerlich immer wieder dieser Name auf in Verbindung mit dem Ereignis in dem Boxkampf. Achte auch auf den kurzen Dialog am Ende, dann kommst du sicherlich drauf, sonst muss ich mich wohl nochmal dransetzen und das Ende verbessern, denn eigentlich soll es erkennbar sein, was Serge mit diesem Namen verbindet.

    Mfg jad
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  7. #7
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    Ja ok gecheckt! Ich habe an den Tyson gedacht aber dann kam mir das etwas zu lächerlich vor oder absurd. Ja ok sein kaputtes Ohr und das kaputte Auge von Lene, die Verletzung aus der letzten Ehe welche hier von beiden Charakteren getragen wird. Und der Typ hat ja schon die ganze Geschichte lang etwas mit seinem Ohr, pochen und die Cola.

  8. #8
    Plaristo ist offline Hier könnte Ihre Werbung stehen!
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    Und beide verbergen sie ihre Verletzungen mit dem Haar. Durchaus gelungen, die indirekte Aussage.

    Die Geschichte als Ganzes ist nicht sonderlich spannend, noch wartet sie mit einem genialen Ende auf. Doch hier und da entdecke ich Textpassagen, die mich "drüber hinaus" denken lassen. Die zum Denken anregen.
    Es ist eine Kurzgeschichte, und somit hat die keine finalen Handlungen oder Aussagen. Dadruch bleibt viel Spielraum für weitere Interpretationen und eigenen Gedankengang. Auch werde ich noch ein wenig über die Kernaussage und diversen Verknüpfungen grübeln. Aber ich kann jetzt schon sagen, dass mir dein Text gefällt - jawohl.

    mit müden - doch den besten - Grüßen,
    Plaristo
    Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. (F. Nietzsche)

  9. #9
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    Hallo Jad,

    einmal angefangen, kann ich natürlich Teil 4 nicht unkommentiert stehen lassen.

    Bin leider erst heute zum Lesen gekommen und muss dir sagen, dass du es verstehst, Geschichten zu erzählen. Gut strukturiert, auf Details gerade soweit eingegangen, wie es zum Schaffen von Bildern nötig ist, ohne dich darin zu verzetteln. Ein unverkrampfter Satzbau und die abwechslungsreiche Wortwahl tragen ihren Teil zum Lesegenuss bei.

    Allerdings muss ich gestehen, dass sich mir der Inhalt des 4. Teils erst nach deinem kleinen Dialog mit dem Gefallenen erschlossen hat. Mein größtes Problem war das Ende. Warum gleiches Schicksal? Da bleibt etwas unerzählt - es kann noch nicht zu Ende sein...So oder so ähnlich ging es mir durch den Kopf. Jetzt ist es natürlich schlüssig, aber ich frage mich, ob du nicht irgendwo deutlicher werden musst. (Ich weiß, Überdeutlichkeit ist langweilig und das Risiko hoch - Bsp. 1. Satz: Der Schlüssel passte noch. Punkt. Der Rest ist logisch) Aber vielleicht steht auch jeder Leser auf einem anderen Schlauch.
    Bsp. Tyson: Auch mein 1. Gedanke war Mike Tyson und Boxen. Das passte aber für mich nicht in deine Story und an das abgebissene Ohr habe ich keine Sekunde gedacht (naja, meine Schuld). Daraufhin vermutete ich die Einführung eines neuen Charakters (der neue Lover z.B.) und fürchtete, du verlierst den Faden.
    Bei Winston Smith muss ich dir Recht geben, man kann ihn überlesen, was auch ich tat, obwohl ich Orwell gelesen habe (aber das ist schon ein paar Jahre her und den Namen hatte ich einfach vergessen, ebenso das Vaporisieren des Neusprech).

    O.k. der gute Aufbau hat mich vergessen lassen, dass es sich "nur" um eine Kurzgeschichte handelt (ich war schon irgendwie auf Roman eingestellt), sodass ich das Ende dann etwas plötzlich und blass empfand, aber ich habe das Gefühl, das du mit dem letzten Satz noch etwas sagen willst, was ich noch nicht richtig gedeutet habe.

    Zusammenfassend freue ich mich auf die nächste Geschichte. Dein Name darunter (oder darüber) wird uns nichts falsches versprechen.

    lg VC
    Das System sagt, ich will das, aber ich will das nicht.
    Peter Arbeitsloser

  10. #10
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    Hallo Jad,

    endlich komme ich dazu, deine wirklich großartige Geschichte zu kommentieren. Gelesen habe ich sie heute am Vormittag zum ersten Mal und das dann gleich in einem Aufwisch ohne Pause, da sie süchtig gemacht hat. Das, was hier steht, gilt im Übrigen für alle Teile deiner Fahrstuhlmusik - es würde nur wenig Sinn machen, meinen Kommentar aufzuteilen.

    Du verstehst offensichtlich dein Handwerk ganz ausgezeichnet, dein Stil ist sehr prägnant und zumeist sehr sicher. Gerade hier zu Beginn des 4. Teils weichst du zwar ein wenig von dem üblichen eher nüchternden, beschreibenden Erzählstil ab, aber der Bruch macht hier durchaus Sinn und wirkt daher nicht störend, wenngleich ich mich als Leser mal kurz erst einmal darauf einstellen musste.

    Was ich ein klein wenig ankreiden kann/muss: Die Verbindung zu Tyson habe ich nicht hinbekommen. Zwar ist mir Mike Tyson bekannt (gut, wem nicht?), aber ich hätte eher gedacht, dass Tyson der Name des Neuen der Exfrau bzw. Exfreundin des Erzählers ist. Zwar habe ich jetzt eine Ahnung davon, was sich hier so abspielt und inwiefern Tyson hier von besonderer Bedeutung ist, aber nur aufgrund deines klärenden Kommentars. Aus der Geschichte selbst konnte ich das nicht rauslesen.

    Sehr schön aber die anderen Querverweise - Kafka, Orwell - sehr fein, da wir offenkundig über einen ähnlichen Geschmack verfügen, was Bücher betrifft.

    Zur Handlung deiner Geschichte an sich: Plaristo hat es schon gut zusammengefasst - zwar wirkt deine Geschichte auf den ersten Blick sehr unspektakulär, bis man zu dem grandiosen Ende kommt - aber sie nistet sich unweigerlich in den Gedankengängen des Lesers ein und man kiefelt insgeheim weiter an ihr, spinnt sie weiter, denkt sich Alternativen. Und genau so sollte eine gute Geschichte beschaffen sein - sie sollte die Fantasie des Leser anregen.

    Was mir noch aufgefallen ist: Beistriche scheinst du nicht allzu sehr zu mögen - da fehlen mir einige in den vier Teilen. Aber gut, darauf will ich nicht herumreiten, das ist nur eine Winzigkeit.

    Was ich noch sagen möchte: Ich war wirklich übermäßig erstaunt, als ich gelesen habe, dass das Mädchen aus deiner Geschichte tatsächlich "Lene" heißt - du weißt schon, wegen meiner eigenen Erzählung. Auf so einen Zufall muss man erst einmal stoßen. Ich persönlich finde halt "Lena" einen der schönsten Mädchennamen, wenngleich er derzeit bei Neugeborenen leider inflationär gebraucht wird und ich mir daher vermutlich was Anderes einfallen lassen muss, falls ich mal eine Tochter bekommen sollte. Aber bis dahin ist Lena ein Topfavorit von mir. Deshalb habe ich auch, ohne groß nachzudenken, den Namen in meiner Geschichte verwendet. Und dann lese ich, dass du in deiner Geschichte, die gleich heißt wie meine (bzw. die gleich geheißen hat), den gleichen Namen verwendet hast. Ich glaube, wenn wir uns mal im realen Leben treffen sollten, dann müssen wir unbedingt darauf anstoßen, denn so etwas passiert wahrscheinlich nur einmal im Leben.

    Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf weitere Geschichten von dir, denn die eine Erzählung hat Lust auf mehr gemacht.

    Viele Grüße

    Thomas
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  11. #11
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    @plaristo
    Mehr wollte ich mit der Geschichte auch gar nicht erreichen, als dass sie zum Nachdenken anregt. Dass "Fahrstuhlmusik" unspektakulär geraten ist, ist durchaus beabsichtigt, auch wenn es sich somit wohl nie für eine Verfilmung eignen wird.

    @VC
    Die Sache mit Tyson scheint ja wirklich etwas problematisch zu sein, ist meiner Meinung nach aber unerlässlich. Vielleicht muss ich dem Ganzen noch eine Stütze geben. Die Zäsur, die Serges Eintritt in die ehemalige gemeinsame Wohnung sprachlich und inhaltlich darstellt, ist einfach ein Zeichen für seine Aufgewühltheit, seine nicht verarbeitete Erfahrung. Der Mann braucht, wie man am Ende sieht, nun einmal dringend Bestätigung, diese Sache mit dem abgebissenen Ohr ist ja nicht zuletzt eine Erniedrigung, eine Kastration.

    @Thomas
    Wir scheinen nicht nur den selben Geschmack zu haben, was Lieratur angeht, sondern auch was die Namen unserer ungeborenen Töchter betrifft...
    Es freut mich sehr, dass ihr "Fahrstuhlmusik" alle so positiv aufnehmt, ich muss aber gestehen, dass ich mich jetzt auch ein wenig unter Druck gesetzt fühle, das Niveau er nächsten Geschichte darf nicht abfallen.
    Es wird wohl auch noch ein wenig dauern, bis ihr etwas neues zu Gesicht bekommt, da mir erstens ganz kurze Kurzgeschichten nur selten gelingen, und ich mich deshalb auf die etwas längeren Versionen spezialisiert habe, und ich zweitens kein Schnellschreiber bin, sondern jemand, der mit seinem Text kämpft, ihn tausendmal verwirft und neu komponiert. Ich darf aber schon soviel verraten, dass sich die nächste Geschichte deutlich von der aktuellen unterscheiden wird.

    Besten Dank allerseits!

    Jad
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  12. #12
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    Hallo Jad,

    ich bin jedenfalls schon gespannt. Aber lass dir ruhig Zeit, denn Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude.

    Eines weiß ich aber jetzt schon mit Sicherheit: Bei deiner handwerklichen Meisterschaft kannst du gar keine schlechten Geschichten schreiben - nur ausgezeichnete bis ziemlich gute.

    Viele Grüße

    Thomas
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