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Thema: C`est la vie

  1. #1
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    C`est la vie

    Ein kleiner Versuch,
    die vielen "Liebe lassen,
    doch nicht hassen,
    ich liebe dich noch immer,
    du mich nimmer" - Gedichte zu relativieren.

    C`est la vie

    Trennen und Zusammenbinden,
    Vereinigung, erneutes Scheiden,
    verlieren und dann wiederfinden:
    Menschenlos! - Wir müssen `s leiden.

    Sturm und Regen folgt die Sonne,
    jähem Fall ein stolz Erheben,
    tiefstem Leid folgt höchste Wonne,
    und den Tod besiegt das Leben!
    Geändert von Festival (17.11.2006 um 11:56 Uhr)

  2. #2
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    Hi Kulturheinzi
    wenn der text nicht vom 25 .10 wäre würde ich ihn glatt als kleine Anspielung auf den Thread von Liebe und Hass sehen.
    Mir scheint du magst dieses Thema *g*
    Ok spaß bei seite dann wollen wir mal.
    erst mal ein sehr schöner Titel
    Cést la Vie -> übersetzt für die armen menschen unter uns die kein französisch sprechen
    So ist das Leben.
    Man verliebt sich, man ist zu sammen und man trennt sich und findet wieder einen neuen Partner und dann sind da noch die Nuanzen (ich hoffe das wort ist jetzt richtig geschrieben) dazwischen.
    Ich finde deinen Einstieg mit dem du den Text schon ankündigst ein wenig witzig, da du im prinzip schon ein statment abgibst wie dein text der folgt zu nehmen ist. Ich wage die freche behauptung daraus herauszuhören das du davon ein wenig genervt bist
    In der ersten strophe erinnert mich lustig gesagt etwas an einen Jojo hin und her, hin und her.
    Mal ist man getrennt, mal ist man zusammen.
    vereinigung , erneutes scheiden, verlieren und dann wiederfinden drücken nur dasselbe aus.
    Du nennst das Ganze "Menschenlos" Sarkastisch heißt es das glaube ich auch das harte Los der Liebe" und gibst dann ein ironisches Statment nämlich wir müssens leiden. dazu ab.
    Aber leiden wir den immer? nein eigentlich nicht!
    und das beschreibst du dann in der zweiten strophe.
    da beschreibst dann nämlcih sehr schön das ich verallgemeinere es jetzt mal nach allem schlechten auch wieder etwas gutes kommt.
    nach dem regen die sonne,
    nach dem fall das erheben
    und nach dem leid die höchste wonne.
    zum schluß machst du das ganze noch eine nummer großer!
    du sagst und damit gebe ich dir recht, den tod besiegt das leben.
    für mich bedeutet dieser satz das leben ist zu liebenswert, als es sich drch eine verschmähte kaputte liebe nehmen zu lassen. wir haben den tod nämlich bereits besiegt als wir geboren würden.
    ich denke das du mit diesem gedicht ausdrücken möchtest, das wir nur nach vorne schauen müssen um auch mal wieder etwas positives zusehen oder zu erleben und nicht nur den Erinnerungen nachhängen sollten.
    hm ich glaube jetzt habe ich vielleicht etwas zu weit ausgeholt.
    P.S das ist nur meine persönliche interpretation vielleicht sagst du mir ob ich wenigsten ein bissel richtig liege.
    lg Dornenrose.
    Geändert von Dornenrose (04.11.2006 um 23:18 Uhr)
    Wer glücklich sein will, muss wissen was Traurigkeit bedeutet!

  3. #3
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    Liebe Dornenrose,
    Du liegst völlig richtig! Ich danke Dir für Deine mir aus dem Herzen sprechende Interpretation.
    Liebe Grüße,
    heinzi

  4. #4
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    sehr gerne geschehen
    und mit dem hintergrundwissen verstehe ich es jetzt auch noch auf andere art und weise.
    lg mone
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  5. #5
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    Liebe Dornenrose, ich merke gerade, dass ich meine "Korrespondenz" vernachlässigt habe. Ja, das Hintergrundwissen. Ich bin überzeugt, wir würden viel mehr bei der Lektüre der ganz Großen verstehen, hätten wir deren Bildung gehabt. Ich habe in einem anderen Wechsel von Rede und Gegenrede mit wirklicher Erschütterung bemerkt, dass sich welche über Salomos "Hohelied" lustig machen. Ich lach ja auch über fast alles, aber irgendwo wird es dann so kindisch-dumm, dass sich mir die Schienbeine kräuseln. Ich bin kein Christ und lese hin und wieder in der Bibel aus rein literarischen Interesse. Mann o Mann, was der Luther da an Übersetzungsarbeit geleistet hat, das ist schier unglaublich. Da stehen Sätze wie Granitfelsen, groß, erhaben, schön. "Sonne, steh still über dem Tale ...", "Ich küsse dich mit dem Kuss meines Mundes", "Schön bist du, meine Freundin..." und hunderte andere. Und da glauben so paar Hosenscheißer, sie könnten darüber lachen. A propos Bibel: Wusstest Du, dass "meine" Armenier, das heißt, ein armenischer Mönch, schon 1000 Jahre vor Luther (!!!) die Bibel ins Armenische übersetzt hat? Ich komme ins Reden.
    Danke für Deine Bemerkungen, Dein Lob!
    heinzi

  6. #6
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    Guten Morgen heinzifreund

    was sehe ich denn hier:
    eine Persiflage auf Herz-Schmerz/immer-nimmer?
    Recht hast du - bei denen, die diese Reime als das Nonplusulta betrachten, nicht aber bei jenen,
    die anfangen und lernen wollen.
    Denn das ist ist das erste, was einem einfällt, wenn man zaghaft eine kleine Liebesreimerei beginnt.

    Schön, euer Zwiegespräch.
    Nette Interpretation von Mone, der ich mich anschließe.

    Nur eines gefällt mir nicht: selbst da es grammatikalisch richtig ist hört sich Z1 in S1 seltsam an.
    Ich hätte geschrieben "...folgt der Sonne" .
    Ich weiß, du meinst "die Sonne folgt dem Regen und dem Sturm" - aber andersherum liest es sich logischer.

    Lieben Gruß,
    Katzi
    Nickänderung: supikatzi wurde zu Chavali


    ~WÖRTERWUNDERTÜTE~

    Werkeverzeichnis (unvollständig - ruft nach Aktualisierung): Katzenspuren

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  7. #7
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    Ja ich glaube schon mal im reliunterricht so etwas gehört zu haben, dass es vorher übersetzt wurden ist, ich wusste aber nicht das es krasse 1000 Jahre vorher waren.
    Ich möchte mich jetzt lieber nicht zur religösen seite outen, aber ich denke auch das die bibel (hab sie nur teilweisegelesen bis jetzt) auch zu einem teil der allgemeinbildung geworden ist und das man sie auch wenn man nicht christlich verantlagt ist, sie schön geschreiben wurden ist.
    C´est la vie
    Danke katzi für´s lob für interpretation
    lg mone
    Wer glücklich sein will, muss wissen was Traurigkeit bedeutet!

  8. #8
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    Liebe supi,
    na, da habt Ihr aber ein altes Schätzchen ausgegraben. Mit der Definition, dass nach Sturm und Regen die Sonne folgt,liegst Du natürlich genau richtig. Wenn ich Deinen Vorschlag übernähme, würde das Schlechtere dem Besseren folgen. Das liegt völlig neben meiner Intention. Eigentlich ist das Dingen mal entstanden, als es mir und anderen ziemlich dreckig ging. Ein hoffnungsvoller Seufzer (so a la "Und wenn du denkst, es geht nicht mehr ..."), mehr sollten die paar Verse nicht sein. Und wenn die Grundaussage und -überzeugung rüber kommt, dass selbst im größten Elend (wir kennen doch die furchtbaren gereimten Liebesschmerzen mit Hass, Suizidankündigung und "ohne dich kann ich nicht leben" in diesem Forum) immer noch Anlass zum Jubilieren ist, dann ist doch eine Menge erreicht.
    Vielen Dank, liebe supi, für Deine Wortmeldung
    heinzi
    Grüß Dich, Nina
    siehst Du, jeder macht mal so einen Flüchtigkeitsfehler (ich hoffe, dass Du diese Erklärung akzeptierst, weil ich mir doch sonst dem Dativ so verpflichtet fühle). Habe den Fehler sofort schamgerötet ausgemerzt. Das Dünne dieser beiden Strophen, dieses Plakative und an Durchhalteappelle erinnernde Ding hat Gründe, die ich Dir gern erkläre.
    Danke für Deinen scharfen Blick (nicht nur, was dem Dativ betrifft).
    Liebe Grüße,
    heinzi
    Geändert von Festival (27.11.2006 um 10:34 Uhr)

  9. #9
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    Moin Kulturheinzi

    Es herz-schmerzt mich, wenn ich ihn lese,
    den so beliebten "Herz-Schmerz-Käse".
    Doch halten wir den Kids zugute,
    dass ihnen ihre Wünschelrute
    die Fehlanzeige schnell vermittelt,
    wenn man sein Dings gleich so betittelt.

    Und wär ich noch so liebestrunken,
    in meinem großen Schmerz versunken,
    weil mich die Liebste nicht erhört,
    so wäre dennoch ich empört,
    würd ich an dieser Stelle lesen:
    Jetzt weiß ich um das Herz-Schmerz-Wesen,
    dem ich ein Un- voranstell'n will
    wie jener kleinen Silbe -bill...

    * * *

    Tel Aviv, so ist dem Leben,
    da kannste nix dagegen tun.
    es bleibt der Schmerz halt lange kleben
    und richtet unser Hoffnungsstreben
    auf Dauer hin zum Wort immun.

    Das Leiden ist in dieser Welt
    solange wir nicht ahnen,
    dass wir es haben so bestellt,
    ich grüße und sag: Amen...

    crux

  10. #10
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    Lieber Kulturheinzi,

    Zeilen mit solchem Inhalt sind in dieser Rubrik ja grundsätzlich von Relevanz und können auch reinigend wirken.
    Deinen Beitrag lese ich nun mit dem Hintergrundwissen, dass du gut mit dem Seziermesser umgehen kannst, und genau das hab ich hier ein bisschen vermisst. Es ist sicherlich ein "minor" Text von dir im Rahmen von allem, was du hier veröffentlich hast, aber ich finde, dass du genau auf dieser Basis hier noch ausbauen könntest.
    Die Kritik an unverdautem Gejammer, der böse andere habe einen verlassen, hast du schon angepackt, und was sich noch anbieten würde, wäre inhaltlich, dass in vielen Gedichten zutage tritt, der andere sei ganz allein schuld, habe einem das Leben zerstört, wo er es einem doch hätte retten sollen. Da denkt man ab und an, dass es kein Wunder ist, dass die jungen Damen und Herren stiften gehen, wo sie doch die alleinige Verantwortung für das Seelenheil des anderen aufgebrummt bekommen haben .
    Das soll nicht die Emotion runterspielen und den Schmerz, der mit einer Trennung einhergeht, aber dem Schreiben geht eben meist ein Verarbeitungsprozess voraus, wenn man es anderen zumuten möchte.

    Der Ansatz ist ja da bei dir, aber hier könntest du noch etwas mehr zupacken und Fleisch auf's Skelett bringen, wo du dich dem schon angenommen hast .

    Lieben Gruß,
    Malle

  11. #11
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    Hallo, Crux
    Deine zum Schmunzlen anregende Antwort tut diesem Werklein viel zu viel Ehre an. Das Dingen habe ich mal für Leidensgenossen "in einer anderen Welt" geschrieben, in einer Welt, in der man sich keine großen, besser: tiefgehenden Gefühle erlauben konnte, in der ich aber trotz der bheinahe aussichtslosen Lage ein bisschen Hoffnung verbreiten wollte.
    Liebe Frau Malle,
    im Grunde habe ich schon zu dem Werklein gerade gesagt, was zu sagen ist. Ich danke für das Interesse, aber ich mit mit Dir und anderen Kritikern einig: Das Ding gehört sicher nicht ans Schwarze Brett in der Kantine am Fuße des Parnass. Den einzigen Vorteil, den die beiden Strophen vielleicht bieten ist die Kürze und die damit verbundeneMöglichkeit es schnell auswendig zu können oder auf ein Küchenhandtuch zu sticken.
    Liebe Grüße an Euch beide,
    heinzi
    PS. Vielleicht gefällt der "Advent" ein bisschen besser

  12. #12
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    die elite hat sich ja nun schon größten teils zu wort gemeldet bleibt nicht viel hinzuzufügen. bestimmt keins deiner wirklichen meisterwerke, aber denke man kann das mal so stehen lassen und die umsetzung halte ich auch für gelungen also ne 2...mehr gibts nicht.
    lieben gruss
    wissen zerstört... denken befreit

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  13. #13
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    Hallo, heimliche Feder
    mit einer zwei bin ich mehr als gut bedient bei diesem Werklein. Ich hoffe, dass ich inzwischen ein paar Ansätze zu einer positiveren Entwicklung gezeigt habe.
    Vergleiche ich mit kritischen Augen dieses "keiner meiner wirklichen Meisterwerke" mit einigen, die ich heute Abend kritisch beäugt habe, dann kann das ja schon fast als Muster hingestellt werden. Na, wolln wir mal nicht übermütig werden.
    Liebe Grüße an Dich!
    heinzi

  14. #14
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    Hallo Kulturheinzi,

    ich war fast geschockt, was man zu deinem Gedicht so alles schreiben kann...
    Mir gefällt es, auch wenn es kein Meisterwerk ist. Es ist eingängig, hat einen guten Rhythmus und sogar noch eine Aussage. Ich finde, das ist jede Menge mehr als viele Andere (gerade zu diesem Thema) von sich sagen können...

    LG, Pia
    Es ist vernünftiger Dämme zu bauen, als darauf zu warten, dass die Flut Vernunft annimmt. (Erich Kästner)

  15. #15
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    Hallo,Kleines,
    das ist ja mal eine liebenswürdige Reaktion auf mein kleines Ding. Vielen Dank! Ja, was ist ein "Meisterwerk"? Ich erhebe mit diesem Werklein bestimmt nicht den Anspruch ein Meisterwerk geschrieben zu haben. Es ist noch nicht mal ein Gesellenstück. Aber wenn es sich flüssig liest und die inhaltliche Aussage rüber kommt, habe ich doch schon eine Menge erreicht. Was man zu einem Gedicht alles schreiben kann? Ich denke, darin liegt begründet, dass jeder ein Gedicht auf andere Weise liest. Bei dem einen trifft es auf fruchtbaren Boden und wächst, der andere findet es langweilig oder nichtssagend. Das Riskio muss man eben eingehen, wenn man ein Werk der Öffentlichkeit präsentiert.
    Liebe Grüße,
    heinzi
    Geändert von Festival (27.11.2006 um 23:58 Uhr)

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