1. #1
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    Unzerstörbarkeit

    Unzerstörbarkeit, ein Stein, ein Felsen und doch eine zarte Blume: sprießend, lebend, steigend und kämpfend. Gewiss kann man sich im Schmerze betten, aber muss man? Nein. Wer auch dürfte es verlangen, diesen Märtyrertod ohne Gott? Der monotone Gleichschritt der Armeen, die seelenosen Blicke in der U-Bahn, die leise wippenden Füße der Menschen in diesen endlosen Wartehallen: es ist ein Verbrechen. Ich stehe auf, um zu schreien, aber ich verstumme sogleich, um wieder die gewohnte Position auf meinem Stuhl einzunehmen. „Ich kann nicht, ich kann nicht“, will es mir in aller Niedertracht flüstern und verkünden. Aber ich weiß, dass ich muss. In einem Meer aus unbeantworteten Fragen, in einer Wüste aus Nichtigkeiten, in einem dunklen Zimmer ohne Trost zerfetze ich mein Gehirn, schmeiße mit Blut und Gedärmen um mich, nur um zu sehen wie es Alles an die Wände klatscht, um gleich darauf langsam an Ihnen herunter zulaufen. Unzerstörbarkeit, Unzerstörbarkeit! Ich rufe es mir zu und will es Alles glauben. Es bleibt die Hoffnung, die Sehnsucht, diese Unendlichkeiten. Wohin? Dahin, wo ich glücklich bin.
    Erkennen selber braucht einen Augenblick, die Erkenntnis auszudrücken ein Leben.

  2. #2
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    saugeil geschrieben echt klasse man kann sich da richtig reinversetzen
    Feindbild Mensch: Du willst leben in einer Welt die dich hasst. Der Tod ist dein Ausweg und ich bin die Klinge.

  3. #3
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    dankeschön
    Erkennen selber braucht einen Augenblick, die Erkenntnis auszudrücken ein Leben.

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