Fliegen Lernen

Mit dem Fliegen ist es so wie mit dem Laufen. Man braucht Übung und Disziplin, man muss eins sein mit sich selbst und der Natur.

Die Lasten, die wir Menschen unser Leben lang mit uns tragen werden begleiten uns jedoch unser ganzes Leben. Will man mit Ihnen Leben, muss man sie aktzeptieren, sonst findet man nur Leid. Doch wie akzeptiert man sie und wie lebt man mit ihr? Ja, das macht das Fliegen aus.

Wer fliegen lernt akzeptiert seine Last. Deshalb kann man nicht von heut auf morgen fliegen lernen. Das gelingt nur denen, die frei von jeglicher Last sind. Unser größter Gegner beim Fliegen lernen ist die Überwindung, das Loslassen und sich freien Willens fallen zu lassen.

Erst wenn man fällt ist man bereit loszulassen, erst wenn man loslässt kann man fliegen lernen, erst wenn man fliegt hat man es überwunden. Aber habt keine Angst, ihr steht niemals alleine da. Aber es klappt auch nie beim ersten Versuch sich aus eigener Kraft dem Wind zu verbeugen, um ihm für Schutz und Geleit durch sein Reich zu bitten. Man wird euch helfen, aber nur wenn ihr euch helfen lassen wollt.

Menschen denken an andere, andere helfen einander und wenn ihr bereit seid schließt sich der Kreis. Aber ihr müsst ihnen entgegen kommen und dürft euch nicht verstecken und euch nicht klein machen.

Der Apostel Matthäus sagte einst in einem Gleichnis: Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte; es war das kleinste unter allen Samenkörnern; wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als alle Kräuter und wird ein Baum, so daß die Vögel unter dem Himmel kommen und wohnen in seinen Zweigen.

So wie einst das Senfkorn wächst, so könnt auch ihr wachsen. Und irgendwann seid ihr bereit, bereit zu fliegen...

Und nun fliegt los, fliegt los in die Freiheit, dem Sonnenschein entgegen.