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  1. #1
    Schattenblume ist offline Etwas mit den Scherenhänden
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    Solo für einen Traum




    Wenn ein Traum seine Stimme verliert
    und im Klangbild der Zeit untergeht
    berührt mich der schwebende Saum seines Schweigens
    wie ein Hauch der sich warm um mich legt
    und ich hebe ihn auf
    mit dem leisen Gesang
    meiner stillebewohnenden Sinne



    Tipp für mißachtete Analphabeten: auch hinter einen nicht geschriebenen Satz lässt sich ein Punkt setzen.

  2. #2
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    Solo für einen Traum

    Liebe Schattenblume,
    diese Zeilen sind Balsam für die (meine) Seele.
    "Saum des Schweigens" - schön.
    So hebe ich meine Träume auch auf.
    Aber "stillebewohnenden" fließt mir nicht so ganz herunter.
    "meiner still innewohnenden Sinne" - wenn ich schon "meckere" dann will ich auch etwas Verschlimmbessertes vorschlagen.
    Ein schönes Solo für einen stumm gewordenen Traum.
    Liebe Grüße
    Dana
    Die Seele ist kein Wasser, dessen Tiefe gemessen werden kann. (ind. Sprichwort)

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  3. #3
    Schattenblume ist offline Etwas mit den Scherenhänden
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    Zitat Zitat von Dana
    Aber "stillebewohnenden" fließt mir nicht so ganz herunter.
    ...
    dann musst du´s eben runterwürgen, liebe Dana

    oder ich schicke ich dir einen verführerischen Rotwein, weich im Abgang,
    stimmig wie ein wohltemperiertes Klavier, gepaart mit einer weichen Vanillenote...

    mitsamt einem trockenen, doch kernigen DANKE !
    Tipp für mißachtete Analphabeten: auch hinter einen nicht geschriebenen Satz lässt sich ein Punkt setzen.

  4. #4
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    Solo für einen Traum

    Nein, nein, ich habe nicht gewürgt - sanft geschluckt.
    Her mit dem Rotwein - den mit dem weichen Abgang.
    (Bin schon weg, ich weiß, das macht man nicht.)

    Du darfst es so lassen,
    Lieben Gruß
    Dana
    Die Seele ist kein Wasser, dessen Tiefe gemessen werden kann. (ind. Sprichwort)

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  5. #5
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    Hallo Schattenblume

    Wenn ein Traum seine Stimme verliert
    und im Klangbild der Zeit untergeht
    berührt mich der schwebende Saum seines Schweigens
    wie ein Hauch der sich warm um mich legt
    und ich hebe ihn auf
    mit dem leisen Gesang
    meiner stillebewohnenden Sinne
    Und auf diese Weise kann der Untergang zum Aufgang werden, wenn in stillen Momenten nur ein offenes Ohr, nur ein waches Auge die Schönheit der Kreation eins Gedankens erfasst. Mit starken Metaphern und sinnlicher Sprache sprichst du melancholisch über ein alltägliches Phänomen, welches einem interessierten Geist nicht entgehen kann. Wenn eine Idee allein Materie vorschützen kann und sich ergeben im Medium Mensch niederlässt, so kann sie nicht verloren gehen.
    Dein Dings berührt auf ganz sanfte Weise und erklärt ein alltägliches Phänomen mit wundervoller Stimme.

    Prädikat:
    klangvolle Weise in verzaubernder Sprache: unbedingt lesenswert

    Beste lyr. Grüße
    mechellion

  6. #6
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    Hallo Schattenblume,

    welch ein wunderschönes, anmutiges und stilles Gedicht! Bin ganz begeistert - deine Zeilen transportieren immens viel Stimmung und das Gedicht erscheint selbst als Ganzes als Traumgebilde.

    Ich werde dein Gedicht noch sehr oft genießen, kann mich im Moment kaum davon losreißen.

    Viele Grüße

    Thomas
    "Man schreibt nicht, was man schreiben möchte, sondern was man zu schreiben fähig ist."
    Jorge Luis Borges


    Mein Wiedereinstiegsgedicht nach all der Zeit: So ist mein Herz ein dunkler Teich

    Meine Werke und meine Empfehlungen.

    Freiwillige Selbstverpflichtung 3:1

    Und hier noch auf Wunsch von Nachteule etwas von ihm (als Dank für die Hilfe im Mod-Faden): Nachteule

  7. #7
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    Im Wesentlichen schließe ich mich an, bin sehr positiv angetan, ob der charmanten Vergleiche.

    Der "Saum" stört mich allerdings, denn hier verlässt du eindeutig die Metaphernwelt >Klang/Musik<, welche du für die verlorenen Traumfühlungen gewählt hast. Zwielichtig erscheint dann auch der "Hauch", der nicht unbedingt klanglich sein muss. Dies stört ein ganz-klein-wenig die Kohärenz des Gedichts, aber nur Krümelkxxxer wie mich. Sonst aber von mir ein "Supi!" für die schöne Ausführung!

    PS: "Stille bewohnende Sinne" würd ich auch auseinander schreiben.
    Geändert von fatcat (05.11.2006 um 14:30 Uhr)
    fatcat's Zahmlose
    Es ist etwas an meinem Wort
    dran, das sticht.

    Tippsen: \_anamolie_/\_Flamme_/\_Anti Chris._/ ~ Bewegungsschule(fit for fun) ~

  8. #8
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    Liebe Schattenblume,

    ich kann gerad nichts Kritisches noch Analytisches sagen. Es ist gut und schön und stillebewohnende Verzückung auslösend! Ach ja, doch noch was kommentierendes: Ich find das Wort schön! Hatte letztlich einen ähnlich grandiosen Wein zwar mit anderen Nuancen...aber dennoch!

    Gruß
    sora

  9. #9
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    Hallo Schattenblümchen

    diese deine Worte kommen so leicht und schwerelos daher wie eine Wellnessmusik....
    Einfach nur schön.

    Ich habe sie sehr sehr gern gelesen und kann mich dem Lob nur anschließen.

    Lieben Gruß,
    Katzi
    Nickänderung: supikatzi wurde zu Chavali


    ~WÖRTERWUNDERTÜTE~

    Werkeverzeichnis (unvollständig - ruft nach Aktualisierung): Katzenspuren

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  10. #10
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    Moin Schatti

    schon dein Titel lässt auf etwas Besonderes schließen und man wird wahrlich nicht enttäuscht, denn dein Gedicht drückt in leichten und klangvollen Worten dieses einzigartige Gefühl aus, das sich einstellt, wenn man einen ganz besonderen Traum hatte und ihn so lange wie nur möglich abrufbar erhalten möchte.

    Aber auch er verblasst mit der Zeit, wird langsam hagerer in seiner Struktur und verweht irgendwann doch wie eine vom Höhenwind zerstäubte Cirrus, auch Federwolke genannt, am blauen Sommerhimmel.

    Eine deiner unglaublich gelungenen Perlen, die sogleich zur Sammlung umgebett wird.

    You did your very best
    I punch my chest
    where it does beat.

    No heart can cheat.
    It is the mind
    that is unkind.

    Liebe Grüße
    crux

  11. #11
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    wow das ist sehr schön
    wunderbar einfach. nichts ändern
    ein großes lob an dich.

    wunderschön gedankenflügel
    umspannen mich
    wie seichte fäden
    muss kurz innehalten

    liebe grüße
    Onkie IIV

  12. #12
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    N'Abend schatti,

    mir gefällt dein Traumgebilde auch sehr gut, nur, der Saum, ja der stört auch mich ein wenig.

    Sonst, sehr gerne gelesen und sicher nicht zum letzen Mal.

    Gruß,
    Flo
    Neustes Werk aus meiner Feder:
    Liebe und Romantik - Schlaflied (für L.), Ein Leiserwerden, ohne Titel
    Verzweiflung schreit nicht, Verzweiflung schweigt.

    Die Melancholie des Seins - Fortsetzungsgeschichte
    Die Melancholie des Seins - Gesammelte Werke

  13. #13
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    oh nein!
    das ist die Crux, wenn man etwas schreibt,
    und dann hier einstellt:

    die erwünschten Kommentare wollen auch beantwortet sein ...

    so viel Lob und Worte wie
    ´eine vom Höhenwind zerstäubte Cirrus, auch Federwolke genannt, am blauen Sommerhimmel.´, ´Traumgebilde´, ´Gedankenflügel´, ´mit wundervoller Stimme´, ´in verzaubernder Sprache´...

    und ich freue mich darüber, während ich mich soeben benebelt frage,
    ob nicht die Kommentare lesenswerter als das Werk selbst sind.

    DANKE!

    doch wie gut, dass ich neben diesen Autoren-Wattierungen auch noch Kritikpunkte finden kann.

    Der "Saum" stört mich allerdings, denn hier verlässt du eindeutig die Metaphernwelt >Klang/Musik<, welche du für die verlorenen Traumfühlungen gewählt hast. Zwielichtig erscheint dann auch der "Hauch", der nicht unbedingt klanglich sein muss. Dies stört ein ganz-klein-wenig die Kohärenz des Gedichts...

    zwar bin ich ganz und gar nicht der Ansicht,
    dass ein Gedicht sich metaphorisch nur in eine Richtung bewegen sollte,
    doch an dieser Stelle stört auch mich sowohl der ´Saum´, als auch der ´Hauch´ - ich meine, es ist klanglich schon fast zu rund und mir erscheint hier die Dosierung des Weichspülers leicht übertrieben zu sein.

    so ist das wohl, wenn man sich nach Schwerelosigkeit sehnt,
    und meint, diese Sehnsucht auch noch in Versform verdichten zu müssen

    (soviel zum Thema: bitte um Verriss...)

    mlg

    Schattenblume
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  14. #14
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    Weißt du Blümchen, von mir wirst du kein Verriss bekommen, an manchen Tagen kann ich nicht genug Weichspüler bekommen. Dann leg ich mich flockig leicht, hingegossen auf dem Stuhl vor meinem Bildschirm und genieße schöne Worte...
    so wie die deinen hier, also wenn du noch mehr weichgespülte Gedichte hast, ich bin gerade in der Stimmung, her damit...!

    liebe Grüße

    Babsi

  15. #15
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    Zitat Zitat von badico
    also wenn du noch mehr weichgespülte Gedichte hast, ich bin gerade in der Stimmung, her damit...!
    ...solche findest du in den älteren Sachen von mir zur Genüge, liebe Babsi -
    mit extra viel Kuschelweich (Hinweis an dich per PN folgt)

    zur Zeit bin ich mehr damit beschäftigt, eine grosse Flasche Wäschestärke leidenschaftlich zu entleeren...

    liebe grüsse aus dem wunderbaren Waschsalon
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