1. #1
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    Mantel und Degen


    Mantel und Degen

    Ich weiß, ihr seid ein Räuber, Herr,
    ein Dieb, ein Vagabund,
    und doch liegt eure Hand so weich
    auf meinem scheuen Mund.

    Denn heute Nacht habt ihr mich keck
    aus dem Gemach entführt,
    und trotz der Kraft, die euch geschenkt,
    so zärtlich sanft berührt.

    Die Mähne unsrer Pferde peitscht
    vom schnellen Ritt im Wind.
    Versteckt mich schnell in eurem Arm,
    noch eh der Tag beginnt.

    Kommt, schneidet mir das Mieder auf
    und lasst mich barfuß gehn.
    Ich will die Schönheit dieser Welt
    hier frei von Zwängen sehn.

    Aus euren Küssen seufzt es tief,
    und unser Wille bricht.
    In dieser Nacht liebt uns die Welt,
    die Zukunft tut es nicht.

    Dass ihr allein uns schützen könnt,
    vermag ein Traum zu sein.
    Ist euer Degen noch so flink –
    das Schicksal holt uns ein.

    Auch wenn man euch in Ketten legt,
    in Henkers Hände gibt,
    so wisset, euer Herz ist rein
    und wird von mir geliebt.

    ***



    Für K., die mich so lange gequält, mir meine Atempause nicht gegönnt hat, weil sie sich dies so wünschte.
    EvaAdams

    (c) Mein Werkverzeichnis: Unterm Feigenbaum = überholungsbedürftig, aktuelles bitte unter Profil nachsehen


    Die WÖRTERWUNDERTÜTE ist da!

    Mein Buch Leitersprossen

  2. #2
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    seeehr schön. das waren noch männer!
    die letzten beiden strophen setzen allerdings einen hintergund voraus, den ich vorher nicht vermittelt bekam. armer haudegen entführt reiches töchterlein. oder so. wenn er die kleine vom müllermeister mitnimmt, gäbe es kein so dramatsches schcksal mit drohendem henker. das könnte man doch zb. nicht im titel etwas deutlicher machen. dann ist auch der monolog von beginn weg anders zu lesen.
    gefällt mir.
    gruass lepi
    .
    .
    "Vielleicht fing ich an zu dichten, weil ich arm war und einer Nebenbeschäftigung bedurfte, damit ich mich reicher fühlte." ROBERT WALSER

  3. #3
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    Liebe Eva,

    wenn ich auch nicht den Hintergrund kenne, für mich liest sich das einfach schön.
    Feiner Lesefluss, nix holpert und stockt.

    Ein Thema, welches in eine andere Welt führt.
    Es muss eine tolle Zeit damals gewesen sein - DAS waren noch Leidenschaften

    Ich habe nix zu verixen und zu bekritteln, weils einfach perfekt ist.

    Lieben Gruß,
    katzi
    Nickänderung: supikatzi wurde zu Chavali


    ~WÖRTERWUNDERTÜTE~

    Werkeverzeichnis (unvollständig - ruft nach Aktualisierung): Katzenspuren

    ©
    auf alle meine Texte!

  4. #4
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    Verehrte Dame, holdes Weib,
    entzückt den Geist und auch den Leib.
    Welch schöne Worte les' ich da,
    verträumt, romantisch, wunderbar.

    Ich eile, sattle mir mein Pferd,
    und gürte mir das schlanke Schwert.
    Gebt acht, gebt acht -
    ich hol' Euch diese Nacht!



    Gruß

    Garahn
    Blicke zurück, um zu lernen.
    Schaue nach vorn, um zu träumen.
    Halte inne, um zu leben.

  5. #5
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    Liebe Eva,
    ach immer schön diese Vorstellung vom rauen Kerl der aber dann doch ganz sanft ist. Das fühlt sich ganz furchtbar romantisch an für mich. Welche Frau hat nicht schon ähnliche Sehnsüchte oder Tagträume gehabt
    Hab Dein Gedicht sehr gern gelesen!
    lg, Stefanie

  6. #6
    Tessa Guest
    Liebe Eva,

    nicht einmal der Henker konnte diese Liebe trennen,
    Hingabe und Leidenschaft, pur.

    In wundervoller Wortwahl versetzt du den Leser in eine andere Zeit,
    in der das Mieder noch mit dem Degen geöffnet wurde,
    die Geliebte in der Nacht entführt, auf dem Hengst getragen und der Räuber dafür noch mit ewiger Liebe belohnt wurde. Ach, schmelz.

    Wirklich gelungen umgesetzt, schöne Thematik,
    perfekter Leserhythmus.

    Mein Lob, habe dein Gedicht sehr gern gelesen.
    Liebe Grüße,
    Tessa

  7. #7
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    Ah, Antonio Banderas!

    Liebe Eva,

    wieder mal beweist du hier ungeheure Vielfalt in deinen Werken, es ist immer wieder schön, das zu sehen, und auch diesmal ist ein wirklich gelungenes dabei herausgekommen. Quali-Trägerin EvaAdams halt.

    Das liest sich wirklich wie der Traum vom rebellisch-sanften Abenteurer der Jungmädchenträume, der einen aus dem tristen Immergleichen herausholen kann, der einem auch nicht sagen will, was man zu tun oder zu lassen hat, mit dem man fliehen und ohne die klammen Zwänge und Pflichten leben möchte.
    Oder auch ein späterer Traum der Weiblichkeit, die mit dem Mann an ihrer Seite auch noch etwas anderes erleben möchte, als sich darüber Gedanken zu machen, ob die Vollkasko für das Pferd schon abgeschlossen wurde .

    Es ist in jedem Fall ein "Ja!" zum Augenblick, aber auch ein "Ja!" zur Dauer einer Liebe.
    Deine Wortwahl passt klasse zu den von dir gewählten Bildern und Sequenzen, sehr gern gelesen .

    Lieben Gruß,
    Malle

  8. #8
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    Mantel und Degen

    Liebste Eva,
    ich will zurück in die Vergangenheit, in jene, die du beschreibst.
    Wir würden nicht davon träumen und dichten, wenn wie sie nicht einst gelebt hätten, oder?
    Pardon, mir war so.
    Dein Gedicht ist Zauber, Romantik und Liebe pur.
    Die Verse ergeben eine Melodie, die dahinschmelzen läßt.
    Ach, Evchen, bevor ich mich gar nicht wieder einkriege, lobe ich nur ganz doll und ziehe mich mit deinem Gedicht zurück .
    Danke für den Zauber,
    Dana
    Die Seele ist kein Wasser, dessen Tiefe gemessen werden kann. (ind. Sprichwort)

    - Ich bin umgezogen. Meine neue Zuhause-Seite ist in meinem Profil zu finden -

  9. #9
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    Horrido und heiliges Gerassel!
    Liebe Eva, da ist Dir - die vielen Reaktionen beweisen es - ein beinahe animalisch-romantisches Stück gelungen. Wenn ich die begeisterten Brava-Rufe höre, habe ich ganz große Lust mich anzuschließen! Offensichtlich hast Du an geheime Sehnsüchte appelliert; ich kauf mir morgen Mantel und Degen,
    vielleicht finde ich auch ein Weib mit Miederallergie. Eine Winzigkeit in der 3. Strophe ist mir aufgefallen: "Die Mähne ... peitscht/vom schnellen Ritt im Wind", da würde wohl sinnigerweise besser stehen "Die Mähne ... peitscht der schnelle Ritt ...".
    Noch einmal: Großes Lob!
    Liebe Grüße, heinzi
    Geändert von Festival (03.11.2006 um 21:22 Uhr)

  10. #10
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    Liebe Eva,

    erst einmal Entschuldigung, dass ich mich jetzt erst melde. Ich habe diieses Gedicht glatt übersehen und bin gerade losgezogen um nachzusehen, ob du etwas Neues geschrieben hast und siehe dann ein mir gewidmetes Werk und ich riesen Ross, entdecke es erst jetzt. Ich bin zutiefst gerührt. Das ist das erste Gedicht, welches man mir hier für alle lesbar im Forum widmet, tausend dank.
    Es ist ein wunderschönes Gedicht über eine Liebe, die stärker ist als der Tod. Wortwahl und Bilder laden zum träumen ein. Ein wirklich gelungenes, romantisches Liebesgedicht. Entschuldige, dass ich nicht mehr zu schreiben vermag, ich bin völlig überwätigt.

    Alles Liebe
    Speedie
    [FONT="Arial Narrow"]Fantasien sind für manche Menschen unvorstellbar. (Gabriel Laub)

  11. #11
    1428 Guest
    Hallo liebe Eva,
    die zarte, weiße Rose im Garten und der feurigwilde Mohn auf den Feldern waren doch schon immer ein tolles Paar, auch wenn einige Kräuter aus den immerdunklen Gartenecken giftig das Gegenteil behaupten.
    Dein Gedicht durchbohrt einem wirklich die Brust und trifft genau jenes Muskelgebilde in dem sich die bekannterweise die Liebe versteckt hält.
    Großes Kino!
    Liebe Grüße
    Tchanny

  12. #12
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    Möchte gar nicht mehr viel hinzufügen liebste Eva, außer, dass ich hiermit ein weiteres Gedicht habe, welches in meine Empfehlungen aufgenommen wird. Gefällt mir wirklich sehr gut.

    Gruß,
    Flo
    Neustes Werk aus meiner Feder:
    Liebe und Romantik - Schlaflied (für L.), Ein Leiserwerden, ohne Titel
    Verzweiflung schreit nicht, Verzweiflung schweigt.

    Die Melancholie des Seins - Fortsetzungsgeschichte
    Die Melancholie des Seins - Gesammelte Werke

  13. #13
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    Nohm Eva

    Eben lege ich noch Heines "Ritter Olaf" zur Seite und klicke mich hier dein Seite und bin wieder im gleichen Thema. Mit schüchterner Mädchensprache webst du eine Geschichte großer Emotionen, starker Bilder und einer Portion ausichtsloser Verzweiflung. Geübte Hände kneten hier einen Laib, der dem Leser als köstliches Brot munden muss und wie die Reaktionen beweisen eine Welt heraufbeschwören, die ob großer Entbehrungen eine romantische Szenerie, Hysterie kreiert, die dankbar in ein sehnsuchtsenleertes Gemüt fällt, wo sie wachsen und gedeihen kann. Wer mit eigentlich wenigen Mitteln, einer bekannten Geschichte solche Zauber bewirken kann, kann sich Dichter nennen. Dein Dings beweist ein starke Sprache.

    Prädikat:
    romantisch sehnsüchtiger Leckerbissen lang vermisster Gefühle: unbedingt lesenswert


    Wermutstropfen:
    keinen gefunden.

    Beste lyr. grüße
    mechellion

  14. #14
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    Hallo zusammen,

    als erstes möchte ich euch allen gerne sagen, ich war .. überwältigt von diesen vielen und lobenden Antworten. Nun wurde mir endgültig bestätigt, dass ein Gedicht wie dieses wirklich hier am besten aufgehoben ist. Aber eigentlich habe ich es ja schon gewusst. Das Thema Entführung hab ich deshalb aufgegriffen, weil ich durch das Schreiben so oft entführt werde - eigentlich am Haarschopf gepackt - herausgerissen, sanft in den Worten gewiegt, und dann wieder in meine Welt gestellt werde. Es dauert immer eine Weile, bis ich die Orientierung wieder finde. Aber genau das wünsche ich mir und deshalb schätze ich mich glücklich.
    Und die Sehnsucht, ja sie ist mir oft peinlich, aber immerhin hält sie den Stiel meiner Feder fest ...

    Ich denke, viele von uns wollen ab und zu entführt werden, sei es vom seidenen Taschentuch oder vom glitzernden Degen, egal.

    Ich danke euch allen wirklich von Herzen für eure Wortmeldungen. Es ist für mich wie Weihnachten im November.

    @leporello,

    was für ein schöner smilie - wie tapfer. Du hast Recht, ev. ist die Geschichte doch etwas undurchsichtig, aber du hast erkannt, dass es sich nicht um die Müllerstochter handelt. Sondern wohl eher um eine zu sehr eingeengte Frau, deren Entführung nicht ungestraft bleibt. Also muss dieser "Dieb" wohl doch schon eine ganze Menge Mut aufbringen, um sich an sie zu wagen.

    @supikatzi,

    ich weiß nicht, ob diese Zeit wirklich so toll war. Aber die romantische Vorstellung von ihr ist es allemal. Also *weiterträum*

    @Garahn,

    O Herr, ihr legt mein Herz in Brand,
    nun macht euch schnell bereit.
    Doch besser wär´s, ihr nehmt den Bus,
    denn bis nach Wien ist´s weit ...

    Danke für deine nette "Ode ..." *kicher*

    @Stefanie,

    du hast Recht, wer träumt nicht ab und zu davon. Es ist furchtbar und es ist romantisch aber ich finde, diese Dinge sollten ihre Berechtigung haben - wenn sie im Rahmen bleiben ...

    @Tessa,

    Danke für dein "schmelz". Es ist schön auf dein Verständnis zu stoßen und schön, wenn man weiß: man ist nicht allein.

    @Frau Malle,

    es muss nicht immer der Banderas sein - aber bitte, wenn er grad nichts zu tun hat .
    Dein Kommentar hat mich sehr gefreut. ("Vollkasko" - herrlich!) Denn du hast alles so gesagt, wie ich es meinte. Auf jeden Fall ein "ja". Vielfältig (Danke für das liebe Kompliment) - ich bemühe mich zumindest, es zu sein. Auch wenn man sich dabei oft auf sehr dünnes Eis begibt, und auch ausrutscht - es lohnt sich immer wieder.

    @Dana,

    Schwester, Zauber und Romantik und die Melodie von dir sind mir Belohnung genug. Schön, wenn du dich bei meinen Worten zurücklehnen kannst.

    @Kulturheinzi,

    wir hatten bis jetzt noch nicht das Vergnügen. Ich danke dir für dein "animalisch-romantisch" und hoffe, du findest den passenden Mantel zum Degen, ev. auch eine Dame mit Miederallergie (sieh zu, dass sie nicht zu viele Bachblüten schluckt ). Danke für den Hinweis in der 3.Strophe, ich meinte dass die Mähne der Pferde vom schnellen Reiten peitscht. Falls das nicht klar rüberkommt, werde ich die Formulierung überdenken. Dein großes Lob behalte ich gerne!

    @speedie,

    ja, ein sogenanntes Kälbchenliebesgedicht. Schön, dass du so "lästig" bist und danke für deine "Quälerei". *liebegrüßesend*

    @Tchanny,

    vielen lieben Dank für deine wunderschönen Bilder zum Kommentar. Auch für das Wort Kino, denn ich hatte tatsächlich sich bewegende Bilder vor Augen. Und auch wenn die Romantik dabei ev. etwas überstrapaziert wurde - so kam es zu mir und ich bin dann völlig machtlos. Aber ich sehe, wie viele das verstehen und das freut mich ungemein.

    @Ensimismado,

    dass ich ein Teil deiner Empfehlungen werden darf ist mir Lob genug, vielen Dank und ein virtueller Knicks von mir.

    @mechellion,

    Ritter Olaf und dann gleich ich, das macht mich stolz.
    Dein Kommentar lässt mich wirklich lächeln (fast ein Schulterklopfen), denn ich wusste tatsächlich nichts von den sehnsuchtsentleerten (was für eine Wortkreation!) Gemütern und dachte schon, dass mein Brötchen übrig bleiben wird. Umso mehr freut es mich, wenn es mundet. Vielen Dank für dein Prädikat, fast bin ich beschämt, nein nicht fast, ich bin es und doch sehr froh über so viel Zustimmung.
    Der fehlende Wehrmutstropfen tut mir (nicht) leid, ev. lässt er sich bei Gelegenheit in flüssiger Form nachholen.

    Das ist wohl die längste Antwort, die ich je geschrieben habe, aber ich kann mich nicht erinnern eine größere Freude gehabt zu haben.
    Ich sage immer, jeder der von mir etwas liest, umarmt mich still. Nun wisst ihr, wie es mir geht - danke.

    Eure Eva
    EvaAdams

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  15. #15
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    A propos Umarmen: Ich melde mich als Erster!

    Dann prüfen wir die Sache mit dem Mieder,
    auf Bachblüten pfeif ich, stehe ganz auf Flieder.
    Mantel und Degen legen wir nieder,
    liegen daneben und tuns immer wieder.

    Bitte nimm das ganz ernst!
    heinzi

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