Fremdes Leid

Ich schaue in den schwarzen Spiegel,
den ich einst erschuf.
Das Tränenmeer, gehüllt in Schatten,
zeigt mir meine junge Seele.

Ich schaue in den schwarzen Spiegel
und erschrecke...
Wo ich meine Augen suche,
erblicke ich ein Tiefes Nichts.

Ich schaue in den schwarzen Spiegel,
der meinen Hass erweckt.
Zornig rast mein bittres Herz,
das seinen Schmerz beklagt.

Der kalte Wind umweht mich sanft
und ich schreite über Scherben.
Schwarzer Stein mit Blut bedeckt.
So leb’ ich nun den alten Traum
von Freiheit und von Liebe...

...und tiefer schneiden sie ins Fleisch.
Zerbrochne Tränen, unbemerkt.
Schmerzen mögen mich zerfressen,
doch Leben ist so wunderschön
im Angesicht des Todes!